Psychopathologie für Coaches

Vor kurzem war ich auf der Fortbildung „Psychopathologie für Coaches“, veranstaltet vom Deutschen Coaching Verband (DCV).

Dieses Thema interessiert mich besonders, da ich als Job-Coach immer wieder Menschen mit psychischen und/ oder geistigen Behinderungen coache. Hierüber habe ich auch ein Ebook vor Kurzem veröffentlicht, welches das Coaching mit dieser Zielgruppe beschreibt.
Für mich war es besonders wichtig Backgroundwissen über die unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen und den Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen zu erhalten.

Inhalte der Veranstaltung waren:
– Unterschiede und Indikationen für Psychotherapie und Coaching
– Analyse von Fallberichten: Unterschied Psychotherapie/ Coaching, Indikationen Psychotherapie/ Coaching
– Wie teile ich einem Coachee mit, dass er eine Therapie benötigt?
– Persönlichkeitsstrukturen unter besonderer Berücksichtigung der narzisstischen Persönlichkeitsstruktur
– Umgang mit narzisstischen Coachees
– Besetzung des idealen Unternehmens als dreidimensionale Struktur in unterschiedlichen Varianten/ Extrakt für die praktische Arbeit
– Diagnostik von Pathologien/ Persönlichkeitsstrukturen: Darstellung anhand von Testverfahren, Fragemöglichkeiten etc.
Depression, Burnout, Persönlichkeitsstruktur, Alkoholismus
– Supervision eigener Klienten

Diese Fortbildung hat gehalten, was sie versprochen hat. Zum Einen war der Dozent, Carsten Gaggia (Dipl. Psychologe, psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Verhaltenstherapeut, systemischer Therapeut, Dozent, Lehranalytiker Supervisor und Coach) auf jedem Fachgebiet und bei jeder Fragestellung fachlich kompetent und konnte alle Inhalte anhand von praktischen Beispielen hervorragend besprechen. Die Arbeit in den Lerngruppen war gut organisiert und auch durch die Organisationsaufstellung führte er sowohl mit Humor, als auch mit der nötigen Objektivität.

Zum Anderen hat mich diese Fortbildung bestätigt, dass es keine ganz klare und saubere Abgrenzung zwischen Coaching und Therapie gibt. Es gibt Marker und Verhaltensweisen, die eine Weiterverweisung zu einem Therapeuten verdeutlichen, bzw. man kann durch die Persönlichkeitsstruktur eine Tendenz erkennen. Aber es bleibt bei dem Coach, wie er damit umgeht.
Es gab Beispiele, bei denen wurde rein die berufliche Perspektive bearbeitet und vereinbart, die anderen Punkte mit einem Therapeuten zu besprechen. Es muss der Coach in seiner Professionalität und Erfahrung entscheiden, ob die Fragestellung in ein Coachingsetting passt oder eher eine Therapie infrage kommt.
Absolut wichtig ist hierbei nur, das der Coach nicht zum „Laienpsychologen“ wird und sich ehrlich eingesteht, wo seine Grenzen sind und wo er seine Werte als Coach präsentiert und vertritt.

Mir hat die Fortbildung dank der diversen Fallbeispiele und dem therapeutischen Blickwinkel verschiedene Verhaltensmuster aufgezeigt. Zudem hat sich die These aus meiner Veröffentlichung bestätigt: Eine parallel laufende Therapie ist kein Ausschlusskriterium für ein Coaching.

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Stabile Zonen – Unterstützung gegen Burnout & Co

Immer mehr Menschen leiden unter „Burnout“.
Für die einen eine „Modediagnose“ – für Betroffene teilweise das Ende des bisher gewohnten Lebens.
Neulich in einem Cafe hörte ich ein Gespräch am Nachbartisch. Die eine Dame sagte, sie habe Burnout und ist eine Woche krank geschrieben, da sie den aktuellen Stress auf der Arbeit nicht aushält. Jetzt könne sie zu Hause wieder in Ruhe Ordnung machen und in der kommenden Woche wieder arbeiten. Ihre Gesprächspartnerin antwortete, sie habe auch schon mehrere Burnouts hinter sich. Dieses Gespräch sollte keiner belauschen, der tatsächlich an Burnout leidet; der keinen Weg, kein Ziel, kein ja, kein nein, kein Anfang, kein Ende und vor allem kein Selbstwertgefühl mehr hat.
Aber was kann man machen, wenn man Unsicherheit, Überforderung oder ersten Anzeichen von Burnout- wenn sie denn rechtzeitig erkannt- und von einem selbst anerkannt ! werden – bemerkt?
Ein Coch kann hier unterstützen. Eines der hierfür hilfreichen Tools nennt sich „Stabile Zonen“.
Kennen Sie ihre „Stabilen Zonen“ ? Und was ist das überhaupt?
Stabile Zonen sind die Stützpfeiler und Werte, welche Sie haben. So können Ideen, Menschen, Plätze oder Dinge Ihre stabilen Zonen sein.
Aber wie sicher sind Sie sich ihrer stabilen Zonen? Was ist, wenn Sie eine der Zonen nicht mehr haben? Oder wie vertragen sich Ihre stabilen Zonen mit Beruf und Familie?
Als ihr Coach unterstütze ich sie dabei herauszufinden, wo ihre Stärken sind. Es ist unglaublich motivierend, wenn man diese benennen kann. Sie wiederentdeckt.
In einem unverbindlichen Vorgespräch können wir gerne über weitere Details sprechen.

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