Mein Interview für die F.A.Z.: Wie gelingt der Wiedereinstieg nach längerer Auszeit?

Für die Rubrik „Karriere“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung habe ich erneut ein Interview gegeben.

Diesmal über das spannende Thema, wie ein Wiedereinstieg nach einer längeren Auszeit in das Berufsleben aussehen kann und wie man es gestalten sollte. Und welche Unterschiede es hier gibt zwischen einem Krankheitsbedingten Ausfall, einer geplanten Auszeit wie zum Beispiel ein Sabbatical oder einer Elternzeit.

lesen Sie gerne den Artikel mit beigefügtem Link direkt in der FAZ Online:

https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/die-karrierefrage/die-karrierefrage-wie-gelingt-der-wiedereinstieg-nach-laengerer-auszeit-19554389.html

Haben Sie auch die selbe Fragestellung oder eine ähnliche?

Gerne stehe ich für Sie als Coach an Ihrer Seite zur Verfügung

Herzliche Grüße

Jens Jannasch

Planlos nach der Kündigung?

Eine Kündigung kommt für viele unerwartet und aus „heiterem Himmel“

Man hat sich seine Zukunft geplant. Eventuell gerade einen Kredit für ein neues Auto oder ein Haus aufgenommen. Die Sicherheit diesen abzubezahlen ist ja der vermeintlich sichere Job. Der Job, der auch die Zukunftspläne begleiten sollte.

Und dann kommt die Kündigung. Für viele „wie aus heiterem Himmel“. Für andere hat es sich wegen Sparmaßnahmen, Insolvenzen oder Umstrukturierungen im Unternehmen angekündigt. Alle Lebenspläne wurden von heute auf morgen über den Haufen geworfen. Wie soll der Kredit abbezahlt werden? Was ist mit meiner Zukunft?

„Kündigung – wie soll es weiter gehen?“

Eine unvorstellbare Leere und oftmals auch ein schockartiger Zustand sind die Folgen. Ratlosigkeit. Existenzängste. Selbstzweifel.

– warum wurde mir gekündigt?

– liegt es an mir als Person?

– bin ich zu schlecht?

– reichen meine fachlichen Kapazitäten nicht?

– warum ich und nicht „die Anderen“?

– wo soll ich mich jetzt bewerben?

– wer nimmt mich, wenn eine Firma sich von mir getrennt hat?

– was kann ich überhaupt?

– welches Stellenprofil passt noch zu mir?

Ein unendlicher Kreislauf von offenen Fragen schwirren um einen herum. Eine Masse an unbeantworteten Fragen, vermischt mit Ängsten, Sorgen. Selbst die scheinbar logischsten und kleinsten Fragen stellen auf einmal ein riesen großes Problem dar.

„Ein Coach unterstützt Sie dabei dieses Fragengewirr zu entzerren.“

Um hier Klarheit zu ehalten, kann ein Coaching helfen.

Ein Coach unterstützt Sie dabei dieses Fragengewirr zu entzerren. Zu strukturieren. Eine Frage nach der anderen zu beantworten- oder zumindest die Intension zu diesen Fragen zu beleuchten.

Der Coach unterstützt dabei die nächsten Wege zu strukturieren und zu begleiten. Er gibt keine Vorgaben oder Richtungen vor, sondern aktiviert Sie diese selbst zu entwickeln.

Wenn man sich bewusster wird was man möchte und wohin die Reise gehen soll, fällt der Weg viel leichter. Oftmals kommt man jedoch ohne Unterstützung von Außen  nicht zu diesem Ergebnis.

“Wenn man nicht weis wohin man will, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man ganz woanders raus kommt“

Eine meiner letzen Coachees stand auch vor dem Problem einer Kündigung. Mit anderen Hintergründen und anderen Fragestellungen wie oben beschrieben im Gepäck. Aber der selben Problematik: was nun? Wie geht es weiter?

Anbei das Feedback für diesen Coachingprozess:

Nach meiner überraschenden Kündigung war ich planlos – wie vor den Kopf gestoßen.
Herr Jannasch hat mir geholfen meine Gedanken zu ordnen und zu priorisieren. Mit Hilfe von gezielten Fragestellungen und Tools war mir ziemlich schnell bewusst, was ich in beruflicher Hinsicht als Nächstes machen und erreichen möchte. Ich hatte eine Entscheidung getroffen und sie fühlt sich immer noch richtig an.

Ich kann jedem, der gerade nicht weiß wo lang oder in einer „gedanklichen Sackgasse“ feststeckt, empfehlen sich von Herrn Jannasch coachen zu lassen. Ich habe es keine Stunde bereut.

Vielen Dank dafür“

hier der Link zum Feedback

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Perspektivenwechsel – kommen Sie mit sich selbst ins Gespräch!

„Mit dem Perspektivenwechsel in eine andere Rolle schlüpfen“

In diesem Videointerview erkläre ich aus meiner praktischen Arbeit, welche Möglichkeiten es mit dem systemischen Coaching Tool „Perspektivenwechsel“ gibt.

„Wieso kommen die Kunden nicht zu mir?“

Die Einen wollen verstehen, warum der neu eröffnete Laden um die Ecke viel mehr Kunden hat, als das eigene Geschäft- obwohl die Angebote und Preise sehr ähnlich sind.

„Weshalb ist meine Kollegin so distanziert mir gegenüber?“

Eine andere Coachee versteht nicht, warum eine Kollegin ihr gegenüber so distanziert und abweisend ist. Und deshalb fachliche Zusammenarbeit sehr schwer fällt.

„Warum wurde ich nicht angenommen?“

Wieder andere Coachees stellen sich die Frage, warum sie nicht in der Firma X oder y angenommen wurden obwohl sie ihrer Meinung nach sehr gute Bewerbungsunterlagen hatten und gute Vorstellungsgespräche geführt haben.

„Ich als Coach gebe keine Antworten. Ich zeige Wege, sich diese selbst zu beantworten“

Bei all den Fragestellungen habe ich als Coach nicht die Antworten gegeben. Ich habe keine Ratschläge gegeben, keine Geschäfte besucht und verglichen, keine Bewerbungsunterlagen gesichtet.

Alle Fragen habe ich bei dem Coachee gelassen. Mit einem Unterschied: jeder Coachee sollte sich in die Rolle „des Anderen“ begeben. Aus der eigenen Rolle raus, im Rahmen einer systemischen Aufstellung in die Rolle des Kunden, des Personalchefs oder der Kollegin rein. Und somit mit sich selbst – über sich ins Gespräch kommen.

Das Ergebnis:

Der Geschäftsinhaber hat selbst aus der Perspektive des Kunden sein eigenes Geschäft kritisch begutachtet und verstanden, was er unternehmen muss um sein Profil zu schärfen. Wie er neue Kunden gewinnt, alte Kunden behält. Mit der Unterstützung weiterer Coachingtools hat er eine Neuausrichtung seines Geschäfts erarbeitet.

Der Bewerber hat festgestellt, dass aus Sicht des Personalchefs seine Bewerbungsunterlagen nicht konkret auf die Stelle zugeschnitten waren und hat diese entsprechend optimieren können. Er hat sich auch auf Eigeninitiative in Unternehmen beworben, an welche er vorher nicht gedacht hat.

In der Rolle der Kollegin hat die Coachee erkannt, dass auch sie mit sehr vielen Vorwürfen arbeitet, bevor ein klarer Arbeitsauftrag angesprochen wird. Sie konnte die Kommunikation entsprechend lenken und hat auch die Kollegin direkt auf diese Situation angesprochen. Diese war sehr verwundert über diese Offenheit. Das Gesprächs- und Arbeitsklima hat sich stark verbessert.

Schauen Sie sich gerne das ganze Video auf Youtube an!

[youtube width=“600″ height=“365″ video_id=“https://www.youtube.com/watch?v=0x78HANSsF0″]

...kommen Sie mit sich selbst ins Gespräch
Perspekivenwechsel im Coaching

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Videointerview Teil 2: Elektronische Musik vs. Traumjob!

Elektronische Musik im Coaching?Elektronische Musik vs. Traumjob

In diesem Video erkläre ich, wie man mit seiner Lieblingsmusik und all den Erfahrungen und Empfindungen dazu ein System beschreiben kann.

[youtube width=“600″ height=“365″ video_id=“https://youtu.be/mJhw4mehw-8″]

Mit Musik das System erklärt

Jeder von uns liebt eine bestimmte Musikrichtung oder Songs, mit denen er etwas verbindet oder Tracks, welche ihn berühren, motivieren, bewegen. Songs, bei denen ein anderer vielleicht sagt „oh Gott, wie kannst Du so etwas hören!“ Musikrichtungen, die nicht in das Standard Radio Schema passen.  Oder genau das Gegenteil -total Mainstream sind und alle fragen warum man sich das antut.

So unterschiedlich wie die Kollegen auf der Arbeit sind, so weit gehen zum Teil auch die Musikgeschmäcker auseinander.

Und so unterschiedlich die Musikstile, so unterschiedlich sind die Berufsziele. Werte. Wünsche. Perspektiven.

Wenn man in eine Beratung geht und jemanden vor einem sitzt, der völlig andere Ansichten von „beruflicher Perspektive“ hat als man selbst, kommt man nicht langfristig zueinander.

Wenn ich elektronische Musik bevorzuge und mir mein Gegenüber sagt, ich solle auf Grund meiner Erfahrung und meines Auftretens Punk spielen um erfolgreich zu sein, da dies momentan im Trend ist und die besten Chancen für einen lukrativen Gig gibt, dann ist hier doch nachvollziehbar, dass dieser Wechsel nicht gut gelingen kann, so lange ich Punk doch gar nicht gerne höre. Mein Publikum (Kunde) bekommt ganz schnell mit, dass das Herzblut nicht auf dieser Bühne ist.

Was in der Musikwahl selbstverständlich ist, können aber viele im Berufsleben nicht als selbstverständlich sehen.

Sie werden Vertreter, obwohl sie nicht gerne verkaufen. Sie werden Handwerker, obwohl Sie nicht gerne körperlich arbeiten. Sie arbeiten für Unternehmen, welche gar nicht Ihre eigentlichen Werte vertreten, Teilweise sogar völlig anders agieren, als sie es im privaten Bereich vertreten können.

Aber im Job nimmt man das hin. „Es ist ein Job“ sagen einige. Oder „Job und Hobby kann man nicht vergleichen.“

Das stimmt zwar meist.

Aber würden Sie Death Metall hören, obwohl Sie Blues lieben? Täglich? Über Stunden? Über Jahre?

Motiviert das? Bringen Sie Bestleistungen im Job wenn Sie ihn machen müssen oder wenn sie ihn machen wollen?

Im Setting sagen manche Klienten: „aber das ist der logische berufliche Weg, wenn man meine Vita betrachtet.“

Nur weil man etwas „so macht“, heißt es noch lange nicht, dass es der richtige Weg ist.

Nur weil man in seiner Jugend HipHop gehört hat, heißt es doch auch noch lange nicht, dass man das noch nach Jahren hören muss.

Klar. Es prägt einen. Aber es schränkt niemanden ein.

Und so kann man sich mit seiner eigenen Lieblingsmusik einmal bewusst machen, ob man in der Jobauswahl genau so ehrlich und offen mit sich selbst umgeht wie bei der Auswahl des nächsten Konzertbesuches, der nächsten Clubtour, der nächsten gekauften Schallplatte.

Im Coaching haben Sie die Chance Ihr eigenes, ganz persönliches Mixtape zu gestalten. Ausprobieren, welcher Song (Job) sich gut anfühlt. Welche Playlist (Stellenanzeige) Sie anspricht. Welches Konzert (Fortbildung/Weiterbildung) Sie besuchen. Und letztendlich, welche Band (Firma) Ihr Favorit wird. Ihre berufliche Zukunft also „in the mix“.

Als Coach lasse ich meinen Musikgeschmack (Werte) draußen. Ich stelle das Equipment (Tools) und den Club (Setting)  zur Verfügung. Regel die Lautstärke und das Tempo, achte auf korrekte Übergänge, stilistische Form und frage nach. Begleite Sie also dabei Ihre eigene CD (Berufsweg/ Entscheidung) aufzunehmen. Bis Sie mit ihrem Projekt zufrieden sind und es erfolgreich auf den Markt schmeißen können. Selbstbewusst. Motiviert. Engagiert.

Lesen Sie auch hier: Was haben „Die Ärzte“ mit Coaching zu tun?

oder Was “Höchste Eisenbahn” mit der Sängerin Judith Holofernes von “Wir sind Helden” mit Coaching zu tun haben

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Videointerview Teil 1: Mit welchen Fragen kommen Coachees zu mir?

Es geht los. Das erste Videointerview der Kurzreihe ist Online!

wie vorangekündigt werden regelmäßig kurze Interviews rund um das Thema Coaching veröffentlicht.

Teil 1: Mit welchen Fragen kommen Coachees zu mir?

[youtube width=“600″ height=“325″ video_id=“Lpu4CnPPTgo“]

 

in diesem Video erkläre ich, mit welchen Fragestellungen Coachees zu mir kommen, bzw. was auch manchmal hinter einer Fragestellung stehen kann. Dies soll dazu dienen, sich einmal einen kurzen Überblick zu machen, welche Themenschwerpunkte in einem Coaching behandelt werden können.

Welche Fragestellungen gibt es im Coaching ? was beschäftigt andere Klienten?

Ich möchte hier im Blog Einblicke geben, mit welchen Fragestellungen Klienten zu mir kommen um Ihnen evtl. die Entscheidung zu erleichtern, zu einem Coach zu gehen. Oftmals höre ich im Vorgespräch ”ich weis aber nicht, ob dies die richtige Fragestellung für ein Coaching ist” oder “ach, das Problem könnten Sie auch mit mir lösen?” Es werden hier keine Details zum Coachingsetting gegeben oder Hinweise, die auf einen Klienten schließen lassen.

” Soll ich den Arbeitsvertrag unterschreiben oder lieber weiter studieren ?
” ich habe endlich den Festvertrag angeboten bekommen- jetzt will ich ihn nicht mehr?! Wiso ?”
” ich soll befördert werden – aber in einer anderen Stadt. Ich liebe aber Berlin ! Was ist die richtige Entscheidung ?”
” ich habe div. Ausbildungen und finde keinen passenden Job- Was ist für mich der passende Job?”
“Meine Eltern wollen, dass ich den Arbeitsvertrag unterschreibe. Ich traue mich aber nicht, weil ich nicht weis, ob es der richtige Job für mich ist”
“Ich habe ein Jobangebot das genau meinem Profil entspricht- aber schlecht bezahlt ist und ein Angebot für einen Job, den ich nicht mag aber eine Top Bezahlung. Wo soll ich unterzeichnen ?”
“ich habe ein Kind, einen Haushalt und mein Studium. Das überfordert mich gerade alles. Wie kann ich mich strukturieren ?”
“ich breche gerade mein Studium ab. ich weis genau, was ich jetzt alles nicht machen will. Aber was will ich ?”

kommt Ihnen hier etwas bekannt vor?

Dann vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches Vorgespräch mit mir.

Ich freue mich auf Sie!

 

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Wohin soll die berufliche Reise gehen?

Wenn man das Meer überqueren möchte, muss man den Mut haben das sichere Ufer zu verlassen.
Foto (c) Jens Jannasch

„Du wirst nie das Meer überqueren, wenn Du nicht den Mut hast das sichere Ufer zu verlassen.“

Wohin soll die berufliche Reise gehen?

Wollen Sie beruflich lieber am Ufer bleiben oder das Meer überqueren?

Ist der Wunsch nach einer Veränderung vorhanden aber der Weg ist noch unklar?

Ein Coaching kann helfen unterstützend die Route zur beruflichen Neuorientierung zu beschreiten.

In meinem Coachingangebot geht es nicht um eine Berufsberatung sondern darum für sich die Klarheit zu erlangen, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Oder zu erkennen, dass man eventuell bereits im sicheren Hafen angekommen ist.

Gerne können wir Ihre Fragestellung und einen Coachinganlauf in einem unverbindlichen Kennenlerntermin besprechen.

klicken Sie hier für die Kontaktseite.

Ahoi

Ihr

Jens Jannasch

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Du wirst nie das Meer überqueren, wenn Du nicht den Mut hast das sichere Ufer zu verlassen.“

Wohin soll die berufliche Reise gehen?
Wollen Sie beruflich lieber am Ufer bleiben oder das Meer überqueren?
Ist der Wunsch nach einer Veränderung vorhanden aber der Weg ist noch unklar?
Ein Coaching kann helfen unterstützend die Route zur beruflichen Neuorientierung zu beschreiten.
In meinem Coachingangebot geht es nicht um eine Berufsberatung sondern darum für sich die Klarheit zu erlangen, wohin die Reise überhaupt gehen soll. Oder zu erkennen, dass man eventuell bereits im sicheren Hafen angekommen ist.
Gerne können wir Ihre Fragestellung und einen Coachinganlauf in einem unverbindlichen Kennenlerntermin besprechen.
klicken Sie hier für die Kontaktseite.
Ahoi
Ihr
Jens Jannasch

Alles Ansichtssache- je nach Sichtweise

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass, wenn 10 Menschen ein Bild angucken, 10 unterschiedliche Meinungen und Empfindungen entstehen.

Von der Rosaroten Brille zum Desinteresse

Auch bei einem selbst kann man beobachten, dass Dinge, die man einmal als schön empfunden hat als Nutzlos bei Ebay oder anderen Marktplätzen verkauft.
Die „Rosarote Brille“ beim frisch verliebt sein ist auch ein Klassiker. Es gibt einfach so viele positive Gefühle um objektiv etwas zu betrachten. Alles ist schön.
Es gibt aber auch die Situationen im Leben, an denen es genau umgekehrt ist.
Man erkennt das schöne nicht mehr. Oder man hat das Gefühl, es zu verlieren. Die beliebte Badeseestelle ist auf einmal nur noch öde. Und Uninteressant. Das Bild, das man als beruhigend empfand, wirk auf einmal irgendwie deprimierend und trist. Der Kopf kreist nur noch um den Job, Projekte, Probleme. Dinge, die einem wichtig erschienen, sind banale Nebenschauplätze.
Man hat das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Mit dem Coach neue Verhaltensweisen erarbeiten

Hier kann ein Coach ansetzen. Durch das systemische Arbeiten probiere ich als Ihr Coach mit Ihnen zusammen Schrittweise wieder der/die „alte“ zu werden- ? – nein
Besser noch. Nicht der/die alte zu werden, sondern sich positiv zu verändern und zu lernen mit den Herausforderungen umzugehen. Damit man zum Einen aus dem „Strudel“ heraus kommt und zum Anderen lernt, mit Belastung oder der anrollenden “ Verantwortungslawine“ wie es ein Coachee von mir passend benannte, umzugehen.
Mit letzterem habe ich eine Prioritätenliste erstellt. Diese hängt jetzt an seinem Kühlschrank. Jeden Tag schaut er mehrmals drauf und liest, was er in der Aufstellung gefühlt hat und versetzt sich wieder in das Setting zurück. Seit dem kann er auch dem Chef gegenüber mal „nein“ sagen.
Das ist ein tolles Feedback für mich- aber ein noch größerer Erfolg für ihn.

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„Bin ich bei Ihnen richtig?“

Welche Fragestellungen gibt es im Coaching ? was beschäftigt andere Klienten? Ich möchte hier im Blog Einblicke geben, mit welchen Fragestellungen Klienten zu mir kommen um Ihnen evtl. die Entscheidung zu erleichtern, zu einem Coach zu gehen. Oftmals höre ich im Vorgespräch  „ich weis aber nicht, ob dies die richtige Fragestellung für ein Coaching ist“ oder „ach, das Problem könnten Sie auch mit mir lösen?“ Es werden hier keine Details zum Coachingsetting gegeben oder Hinweise, die auf einen Klienten schließen lassen.

  • “ Soll ich den Arbeitsvertrag unterschreiben oder lieber weiter studieren ?
  • “ ich habe endlich den Festvertrag angeboten bekommen- jetzt will ich ihn nicht mehr?! Wiso ?“
  • “ ich soll befördert werden – aber in einer anderen Stadt. Ich liebe aber Berlin ! Was ist die richtige Entscheidung ?“
  •  „ich schreibe an meiner Diplomarbeit und stecke fest. Ich komme einfach nicht weiter“
  • “ ich habe div. Ausbildungen und finde keinen passenden Job- Was ist für mich der passende Job?“
  • „Meine Eltern wollen, dass ich den Arbeitsvertrag unterschreibe. Ich traue mich aber nicht, weil ich nicht weis, ob es der richtige Job für mich ist“
  • „Ich habe ein Jobangebot das genau meinem Profil entspricht- aber schlecht bezahlt ist und ein Angebot für einen Job, den ich nicht mag aber eine Top Bezahlung. Wo soll ich unterzeichnen ?“
  • „ich habe ein Kind, einen Haushalt und mein Studium. Das überfordert mich gerade alles. Wie kann ich mich strukturieren ?“
  • „ich breche gerade mein Studium ab. ich weis genau, was ich jetzt alles nicht machen will. Aber was will ich ?“

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Jannasch Coaching im LexOffice Interview

Vor kurzem interviewte mich Carola von LexOffice.

es ging um meine Arbeit als Coach und warum ich meinen Kunden die EC Kartenzahlubg gewähre, bzw. was ich mit dem Swiper für Erfahrungen gemacht habe.

Hier der Link zu dem vollständigen Interview und ein Auszug daraus.

[…]

lexoffice: Seit wann nutzt Du Lexware pay und wie gefällt es Dir?

Jens : Das Bezahlen mit Lexware pay biete ich meinen Kunden seit etwa einem Jahr an. Ich finde das Angebot klasse!

Meine Klienten coache ich teilweise auch außerhalb meines Büros und kann hier das flexible Zahlen via EC Karte einsetzen.

Das ist einfach, schnell, unkompliziert. Es gibt Kunden, denen ist es zu nervig, die per Post eingegangenen Rechnungen zu überweisen: Die lassen die Rechnung dann einfach mal liegen – unbezahlt. Vergessen.

Gerade die jüngeren Coachees nehmen mein Angebot gerne wahr, direkt mit Lexware pay zu zahlen.

Ein Vorteil ist auch die Übermittlung der Rechnung per Mail. Der Kunde hat sie also im Postfach und verbummelt sie nicht so schnell wie ein Zettelchen in der Geldbörse.

lexoffice: Wo und wie setzt Du Lexware pay ein?

Jens: Ich biete verschiedene Bezahlmöglichkeiten an. Bar vor Ort, per Rechnung oder halt mit Lexware Pay mit EC Karte. Die meisten Coachees bezahlen direkt in bar vor Ort. Sie finden aber alle das Angebot der EC Kartenzahlung interessant.

Gerade die jüngeren Kunden finden es „abgefahren“, wenn ich den kleinen Ansteckkasten aus der Tasche hole und ins iPad stecke. Aus purer Neugierde wie das wohl funktioniert haben schon Kunden mit EC Karte bezahlt und das Bargeld in der Tasche gelassen. Bei den geringen Transaktionsgebühren für mich auch kein Problem. Bin ja auch neugierig auf neue technische Entwicklungen.

Die Älteren haben dann eher Probleme mit der Unterschrift auf dem iPad. Dies ist jedoch eine ‚Bedienungsgewohntheit‘.

lexoffice: Gab es auch schon lustige Erlebnisse mit Lexware pay für Dich?

Jens: Ein Kunde, in dessen Büro ich gecoacht habe, hatte bereits bar gezahlt. Er hat dann aber nachgefragt, wie ich die EC Kartenzahlung außerhalb meines Büros anbieten kann. Ich zeigte ihm den kleinen Swiper. Er fand das spannend und wir mussten mehrere „Trockenbuchungen“ durchführen, weil er nicht glaubte, dass es tatsächlich funktioniert.

lexoffice: Schön, dass Du so zufrieden mit Lexware pay bist. Gibt es denn auch Dinge, die Du noch ändern würdest?

Es wäre schön, wenn die App auch noch fürs iPad angepasst würde, also mehr als eine vergrößerte iPhone-App ist. Mir würde es auch gut gefallen, wenn man Standardtexte, -angebote speichern könnte, die man nur noch anklicken muss, um sie auf der Rechnung einzufügen – ähnlich dem Service bei den lexoffice Buchhaltungslösungen. Vielleicht wäre hier auch eine Anbindung beider Programme möglich.

lexoffice: Welche Rolle spielen Communities, Soziale Netze und Business Networking für Dich?

Jens: Eine sehr große! Ich habe einen eigenen Blog, Profile bei Facebook, Xing, Google+, LinkedIn, Twitter und veröffentliche Artikel auf anderen Blogs und Webseiten. Das alles sind meine Akquiseportale.

Ich habe (noch) keinen Flyer oder Broschüren, die ich auslege oder versende, um Kunden zu bekommen. Meine bisherigen Coachees sind auf mich durch die Veröffentlichungen und – dämliches Wort: “Mundpropaganda“ aufmerksam geworden.

lexoffice: Was würdest Du KollegInnen empfehlen, die gerade erst in der Existenzgründungsphase sind?

Jens: Ich habe meine Freiberuflichkeit aus dem Angestelltenverhältnis heraus gegründet. Dies bot mir einen entspannten Aufbau meines Unternehmens.

Ich hatte keinen Druck, Kunden „um jeden Preis“ anzunehmen, sondern konnte vorerst mit weniger Terminen beginnen, um mich in die Abläufe einzufinden:

Akquise, Vorgespräche, was sage ich wie im Infogespräch, wie sind die Abläufe, wie lange dauert die Vor- und Nachbereitung.

So konnte ich Erfahrungen sammeln, mich als Coach festigen, mein Profil schärfen und anpassen ohne unter Existenzängste zu gelangen. Natürlich ein Luxus, wenn man dies aus einem Angestelltenverhältnis heraus machen kann.

Ich habe aber auch Bekannte, die haben ihren Job gekündigt und sich dann selbstständig gemacht und mussten anschließend sehr viel mehr kämpfen, um zu bestehen.

Für mich als Coach war es zu Beginn sehr hilfreich, in einem bestehenden, professionell arbeitenden Netzwerk Mitglied zu werden.

Hier habe ich in Netzwerktreffen den Austausch mit bereits selbstständigen Coaches gefunden, Tipps und Beratungen bekommen. Es wurden auch Ausschreibungen an Mitglieder veröffentlicht zu Kunden, an die man sonst nicht heran kommt.

Bei solchen Netzwerken sollte man sich die Profile vorab genau angucken und schauen, wo man sich selbst am besten fühlt und welche Seiten einem sympathisch sind.

Es gibt zum Beispiel im deutschsprachigen Raum eine bekannte Coaching-Plattform. Diese ist mir aber nicht sympathisch und somit bin ich Mitglied in einer etwas unbekannteren Community geworden – und fühle mich hier wohl und habe das Gefühl dass, weil sie wesentlich kleiner ist, der direkte Kontakt viel intensiver ist.

lexoffice: Wie kann man sich den Ablauf eines Coachings mit Dir vorstellen?

Jens: Als Coach bin ich bei Fragen der beruflichen Veränderung oder in Entscheidungssituationen für meine Coachees da. Ich arbeite mit Aufstellungstools. Ich berate nicht, ich bringe durch den Einsatz diverser systemischer Tools die Coachees dazu sich selbst die Fragen zu beantworten.

Das ist der Erfolg für meine Kunden, es verspricht Nachhaltigkeit. Wenn der Coachee selber erarbeitet hat, in welche Richtung es gehen soll, dann passt das auch meist.

Wenn ich in einer Beratung war, kann es sein, dass ich einen supermotivierten Trainer vor mir hatte, der mich absolut plausibel überzeugt hat. Aber ein paar Monate später merkt man: das passt aber eigentlich doch nicht so gut zu mir.

Im Coaching bleibt der Coachee der Profi in seinem System. Nur er weiß, wie seine „Umwelt“ funktioniert. Wie er auf bestimmte Jobs reagiert, wofür oder wogegen er sich engagieren würde. Er kennt seine Werte, für welche Konzerne er arbeiten möchte und für welche nicht.

Kennt er seine Werte nicht, so arbeiten wir diese heraus. Jeder hat sie, oft können sie jedoch nicht benannt werden. Man muss sich der Umwelt anpassen. Man kennt sehr gut alle Erwartungen „der anderen“ an einen selbst, ist aber manchmal nicht in der Lage seine eigenen Wünsche zu konkretisieren.

Hier ist die Aufstellungsarbeit ein wunderbares Werkszeug. Der Coach betrachtet alles von außen. Er hilft jedes Fragenkarussell getrennt voneinander zu betrachten. Man selber ist im Fragen Gewirr in einem Kreislauf.

Man schließt automatisch einige Dinge aus. Weil sie eh nicht funktionieren. So? Woher wissen Sie das? Im Coaching betrachtet man jeden Punkt detailliert. Trennt diese voneinander, fügt sie dann wieder zusammen. Mit anderen Erkenntnissen. Man benennt sie vielleicht das erste Mal konkret.

Mein Profil hatte ich ursprünglich für Coachees aus dem sozialen und pädagogischen Bereich, aus Non-Profitorganisationen und StudentInnen in Entscheidungssituationen geschärft.

In der Praxis kommen meine Coachees jedoch aus den unterschiedlichsten Bereichen. Tja. Wie sagte mein Professor:

Der Coachee sucht den Coach – nicht der Coach den Coachee :-)[…]

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Jannasch Coaching im LexOffice Interview

Kündigung! Und nun ? Mein Interview für das Magazin „Arbeitsmarkt“

Kündigung! Und nun?

Mein Interview für das Magazin „Arbeitsmarkt“, herausgegeben vom WiLa Wissenschaftsladen Bonn, Ausgabe 51/2014,S.IV fff. 

Link zum Magazin

Man hört es von Freunden, sieht es in Nachrichten, liest davon in der zeitung. Aber wenn man plötzlich gekündigt wird, scheint die ganze Welt zunächst über einem zusammenzubrechen. Aber es gibt Möglichkeiten, um die Situation zu überstehen und manchmal sogar ein Gewinn aus ihr zu ziehen“ Daniela Lukaßen

Kündigung = psychische Tal-Fahrt

[fblike]Für viele ist der Job Verlust der Beginn einer psychischen Tal-Fahrt. Alle Pläne, Ziele, Ideen, Sicherheiten, Identifikationen und das Selbstbewusstsein sind bei einer Kündigung oftmals dahin.

Ich habe schon oft mit erfolgreichen Führungskräften zusammengearbeitet, die nach einer Kündigung davon überzeugt waren, dass sie eigentlich gar nichts können. Sie waren davon überzeugt, dass sie ihre Arbeit nicht gut machen, weil sie ja schließlich entlassen wurden. Wer gekündigt wird, verliert nicht nur sein Selbstwertgefühl, sondern aus seiner Sicht auch gesellschaftliche und finanzielles Ansehen. Das ganze Kartenhaus scheint für diese Menschen auf einmal zusammenzubrechen. Depressionen können eine Folge daraus werden.

Kündigung als Chance?

Eine Kündigung kann aber auch- so abwegig es sich für betroffene anhört, eine Chance sein. Vielleicht lagen die Gründe auf dem Weg zur Kündigung nicht darin, dass man einer Aufgabe nicht gewachsen ist, sondern dass es eventuell die falsche Aufgabe für einen selbst war?

Ich hatte Klienten, die nach mehreren Jahren festgestellt haben, dass sie eigentlich in einer Branche tätig sind, die mit ihren Werten rein gar nichts zu tun haben. Sie den Job damals angenommen haben, weil er gut bezahlt wurde. Weil das gesellschaftliche Ansehen diese Position auszuüben sehr hoch war. Oder weil sie zu dem damaligen Zeitpunkt sich über Langfristigkeiten keine Gedanken gemacht haben.

Ein Klient sagte einmal, dass er bei der Vertragsunterschrift nie damit gerechnet habe, 15 Jahre dort zu arbeiten. Es sollte ein vorübergehender Job sein. Dieser Klient war dann aber so mit Projekten und Aufgaben beschäftigt, dass er sein eigentliches Ziel aus dem Auge verloren hat. Nach 15 Jahren wurde ihm gekündigt. Die Kündigung hat er, was für ihn sehr verwunderlich war, erstaunlich gelassen entgegen genommen. Er war lange der Meinung, dass er es wohl noch nicht richtig realisiert habe. Dieses Gefühl lähmte ihn sich neu zu orientieren. Im Coaching haben wir dann gemeinsam einige Aufstellungstools bearbeitet.

Das Ergebnis: Er hat seine eigentlichen Interessen herausgearbeitet und an den Zielen, die er vor 15 Jahren aufgegeben hat wieder angeknüpft.

Für ihn war die Kündigung das Sprungbrett in ein erfülltes Berufsleben- auch wenn er hier weniger verdient, als zuvor.

Andere Klienten kommen mit der Situation nicht „so leicht“ klar.

Sie sehen die Kündigung als eigenes Versagen. Selbstvertrauen, sich auf eine gleichwertige Position zu bewerben fehlt. Aussagen wie „wenn ich in der alten Firma meinen Job verloren habe, wird das doch auf der gleichen Stelle in einem anderen Unternehmen auch wieder passieren“ sind häufig anzutreffen

Auf die Frage hin, was ihre Stärken sind, wissen Klienten in diesen Situationen oftmals keine Antwort.

Im Coaching erarbeiten wir dann genau das.

Ist es wirklich keine Besonderheit, dass man Teamleiter wurde? War es wirklich nur Glück, dass man Abteilungsleiter wurde? Ist man wirklich nur durch Empfehlungen Projekteiter geworden? Hat man sich tatsächlich nur durch Zufall und Sympathie jahrelang auf einer Position gehalten? Spielte die Qualifikation wirklich keine Rolle bei der Beförderung?

Oder hat es doch etwas mit KÖNNEN zu tun?

Erst wenn man sich seiner Selbst wieder bewusst ist, kann man sich Selbstbewusst neu orientieren.

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Interview als Feedback ?!

Ein Interview als Feedback zum Coaching!

Ein Feedback der ungewöhnlichen aber sehr erfreulichen Art erhielt ich vor kurzem von einer ehemaligen Coachee, der Medienberaterin Jeannine Koch. Sie war vom Coachingsetting so angetan, dass sie mehr über Business Coaching und meine Beweggründe Coach zu werden wissen wollte und interviewte mich.

Das Ergebnis- als Teil 1- können Sie hier lesen. Teil 2 folgt.

„Who is my Self? What is my Work?“…

Wer privat oder beruflich in einer Sackgasse steckt, oder einfach einmal eine neue Sichtweise auf Dinge des täglichen Lebens benötigt, geht entweder zur besten Freundin, zum Kumpel aus der Schulzeit oder aber holt sich professionelle Hilfe, zum Beispiel durch ein gezieltes systemisches Business-Coaching. Jens Jannasch, zertifizierter Business-Coach, 38 Jahre alt und Vater einer dreijährigen Tochter, lebt gemeinsam mit seiner Freundin in Berlin, wo ich mich mit ihm zum Interview traf. Wir sprachen unter anderem über seine eigene bewegte Jobgeschichte, über berufsbegleitende Weiterbildungen, über den Ablauf eines Coachings und was man als Coachee zu ersten Stunde eigentlich mitbringen sollte. Zudem wollte ich mehr über seine Bewegründe als Business-Coach zu arbeiten, erfahren.

Jeannine: Jens, du bist zertifizierter systemischer Business-Coach, das ist jedoch eigentlich „nur“ eine Zusatzausbildung zu deinem eigentlichen Beruf als Job Coach beim Integrationsmanagement einer WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen). Was genau machst du als Job Coach und inwiefern hilft dir hierbei deine Weiterbildung zum Business-Coach?

Jens: Die Berufsbezeichnung „Job Coach“ gibt es eigentlich gar nicht, es existiert bisher auch keine richtige Ausbildung hierfür- außer für ein bestimmtes Integrationsprojekt. Im Jahr 2008 wurde in meinem Unternehmen diese Abteilung gegründet, um die Integration von Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt nachhaltig voranzutreiben. Ziel ist es hierbei, eine Kommunikation auf Augenhöhe zu ermöglichen. Dies gelingt uns immer stärker, wir sind aktuell Marktführer in diesem Bereich, die Erfolge werden durch Nachhaltigkeit der bestehenden Arbeitsverhältnisse bemessen.

Jeannine: Was genau versteht man unter dem Begriff „systemisches Coaching“?

Jens: Systemisches Coaching legt darauf Wert keine Vorgaben zu erteilen, sondern durch Fragen eigene Erkenntnisse im Coachee auszulösen. Das heißt, ich als Coach schaue neutral von außen auf das System des Coachees und begleite ihn auf dem Weg zu eigenen Entscheidungen. Es ist ein sogenannter Lösungs- und Ressourcenorientierter Ansatz. Systemisches Coaching ist auf Luhmanns Systemtheorie bzw. der Ansätze der Kurzzeittherapie nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg begründet. Auf das Business-Coaching übersetzt bedeutet das:

  • Nur der Coachee ist Experte in seinem eigenen Umfeld

  • Die Wahrheit liegt beim Coachee

Der Coach darf nicht werten, er darf maximal motivieren. Fragen müssen formuliert werden, um lediglich sicher zu stellen, dass der Coach die Aussage richtig verstanden hat. Jede Art von Wertung bzw. „Vorgabe des Coaches“ kann sofort einen „Clash“ von Wertvorstellungen und Klischees zwischen Coach und Coachee bedeuten und dies ist im systemischen Coaching nicht gewollt. Es ist auch der Sprachgebrauch des Coachees zu verwenden. Eine Umformulierung in die Sprache des Coaches kann Schwierigkeiten mit sich bringen. So etwas bärge die Gefahr, dass der Coachee in der Interpretation des Coaches etwas anderes verstünde oder sich mißverstanden fühlte. Der Coachee soll Experte beim Lösen des Problems sein, der Coach ist der Experte auf dem Weg dorthin.

Jeannine: Du sprichst auf deiner Website auch davon, dass man dadurch einen Perspektivwechsel erlangt, war das bei dir während der Ausbildung auch der Fall?

Jens: Ja, die Weiterbildung war ein riesiger Perspektivwechsel für mich. Während der Ausbildung erhält man eine Auswahl an Tools als Handwerkszeug, wie man ein Coaching durchführen kann. Jedes Tool ist anders und stellt eine unterschiedliche Herangehensweise in den Vordergrund. Innerhalb der Ausbildung muss man für jedes Tool eine eigene Frage mitbringen. In meiner Ausbildung waren es ca. 25 Tools die sehr intensiv behandelt wurden, also 25 Fragen, die teilweise auch recht stark ans Eingemachte gehen. Es gibt aber bücherweise Coachingtools und somit sehr viel Potential die Perspektiven und Sichtweisen zu wechseln.

Jeannine: Welche Menschen kommen zu dir?

Jens: Aktuell ist es ein spannender Querschnitt aus Anwälten, Menschen aus der IT – und Kreativszene, Studierende, aber auch aus großen Unternehmen. Ursprünglich lag mein Fokus auf dem pädagogischen/ sozialen Bereich, NPOs (Non Profit Organisationen) und Studenten. Diese Zielgruppe fühlt sich auch von mir angesprochen, aber eben nicht nur – was auch für mich schön und spannendend ist. Schon in der Ausbildung wurde uns gesagt: Der Coachee findet meist seinen Coach. Nicht umgekehrt“.

Jeannine: Wie ist es mit Coaching von guten Freunden, Bekannten und Verwandten? Kann man Leute, die man gut kennt neutral coachen?

Jens: Ja, das geht, aber man muss es komplett trennen! Der am Vormittag besprochene Coachinginhalt darf abends an der Bar dann kein Thema mehr sein. Wenn es Themen sind, die einen selbst betreffen oder beschäftigen, können manchmal unangenehme Situationen entstehen, dann sollte man gucken, ob es sinnvoll ist, das Coaching weiterzuführen oder es besser abzubrechen.

Jeannine: Muss man sich als Coach selbst einem Coaching unterziehen?

Jens: Als professioneller Coach sollte man selbst zu Supervision gehen. Dies dient dazu, den eigenen Standpunkt zu orten oder auch sich und seine Arbeit zu reflektieren. Es gibt Themen im Coaching, die sind sehr kräftezehrend, sowohl für den Coachee als auch für den Coach.

Zudem ist man in der Ausbildung zu jedem Tool gleichzeitig auch Coachee, um zu erleben, wie die Tools wirken. Hierzu muss man je eine eigene und reelle Fragestellung erarbeiten. Aufgrund des umfangreichen Toolkoffers, den man während der Ausbildung erlernt, erarbeitet man sehr viel über sich selbst.

Jeannine: Du bist seit 5 Jahren Job Coach im Integrationsmanagement – das bringt dir diese Weiterbildung hinsichtlich deines Jobs?

Jens: Ich bin nun in der Lage unsere Mitarbeiter, im Bezug auf Berufswünsche und Berufsorientierung direkt und wertfrei zu coachen. Zudem lässt es sich im Kontakt mit anderen Unternehmen sehr gut anwenden, zum Beispiel bei Verhandlungs- und Akquisegesprächen und im Kontakt mit den jeweiligen Personalabteilungen. Auch die Qualität der eigentlichen Job Coachings, die wir durchführen, lässt sich dadurch spürbar verbessern.

Jeannine: Gibt es einen Leitgedanken, nach dem du deine Arbeit als Business-Coach aufbaust?

Jens: Einen einzigen Leitgedanken gibt es nicht. Die Gedanken, die mich nach wie vor in meiner Arbeit beeinflussen kommen von Otto Scharmer, er fragt „Who is my Self? What is my Work?“ und genau diese Fragestellungen stehen meist auch in meinen Coachings im Mittelpunkt.

Daneben fasst ebenfalls das Zitat von Einstein: „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ ganz gut die Arbeit eines Coaches zusammen. Wobei es natürlich wichtig ist, die Ist-Situation zu sehen, um die Zukunft daraufhin einzustellen. Und wenn ein bekannter Weg ständig falsch oder in der Sackgasse endet, muss man eben die andere Abzweigung nehmen.

Jeannine: In Berlin gibt es sicherlich mehr als einen Business-Coach: Was hebt dich von den anderen ab?

Jens: Aufgrund meiner 10-jährigen Erfahrung in der Industrie und nun 10-jährigen Arbeit im sozialen Bereich, vor allem auch als Job Coach, konnte ich Einblicke in Strukturen und Berufsfelder sehr unterschiedlicher Natur erlangen. Dies ermöglicht es mir, mich vielfältig in verschiedene Arbeitsprozesse hineinzudenken. Gerade Coachees, die sich in einem beruflichen Veränderungsprozess befinden, kann ich durch dieses profunde und verschiedenartige Hintergrundwissen eine Hilfestellung sein. Nicht in Form einer Beratung natürlich, denn dies wäre kein Coaching, sondern durch die Klaviatur und Art und Weisen der Fragestellungen, die mir als Business-Coach gegeben sind. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal meiner Arbeitsweise ist meine ausgeprägte Empathie. Wie bereits erwähnt, ist das etwas, was man nur schwer, oder eben gar nicht erlernen kann. Innerhalb eines Settings ist zwar das gesprochene Wort und dessen Hermeneutik sehr wichtig, aber aussagekräftiger als dies, kann mitunter das nicht Gesagte sein. Die Körperhaltung und die Reaktionen der Person auf gewisse Inhalte, kann mir als Coach zum Teil viel mehr Hinweise auf kommende Fragestellungen geben.

Jeannine: Wie und wo können potentielle Coachees auf dich aufmerksam werden?

Jens: Ich habe eine Website, auf der ich regelmäßig Blog-Beiträge zu meinem Thema veröffentliche. Ich bin auf Twitter und Facebook unterwegs, habe ein Profil bei LinkedIn und bin eigentlich auch überall angemeldet, wo es wichtig ist, zum Beispiel bei karriereexperten.com und bei diversen Datenbanken. Zudem schreibe ich Gastbeiträge und gebe Interviews, so wie dieses hier.

Jeannine: Danke Jens, für das interessante Gespräch und die Darlegung deiner Beweggründe als Business-Coach zu arbeiten. Im Zweiten Teil dieses Interviews geht es um die Vorgehensweisen innerhalb eines Coachings und darum, was man als Coachee selbst zur Vorbereitung mitbringen sollte.

Über die Autorin:

Die gebürtige Berlinerin Jeannine Koch (geb. Bahrke) ist diplomierte Medienberaterin. Im August 2010 beendete sie am Institut für Sprache und Kommunikation an der TU Berlin ihr Studium. In ihrer Abschlussarbeit behandelte sie das Thema „Über den öffentlichen Umgang mit privaten Daten am Beispiel Facebook“. Zudem studierte sie Anglistik/ Amerikanistik und Neuere Deutsche Philologie an der HU und TU Berlin sowie International Communication an der Macquarie University in Sydney, Australien. Nach ihrer Rückkehr 2009 arbeitete sie als Werkstudentin in der Telekom Dependance „Products & Innovation“ in Berlin und verantwortete bis Oktober 2010 den Bereich Social Media des Online TV Guides „tvister“. Von 2010 bis 2011 war sie Head of Marketing & Communications des Berliner Schuhlabels ZEHA Berlin. Seit 2012 ist sie bei der IGA Berlin 2017 zuständig für die Bereiche Marketing & Communications.

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Studium abbrechen- oder lieber doch nicht? Mein Gastbeitrag auf allmaxx.de

Das Studium hinschmeißen – oder lieber doch nicht ?

Vor ein paar Tagen erhielt ich die Anfrage von allmaxx.de, ob ich einen Gastbeitrag schreiben könnte.

Hier sagte ich natürlich sehr gerne zu. In den letzten Wochen erhalte ich vermehrt Anfragen von Studierenden bezüglich ihrer weiteren beruflichen Zukunft. Meine Erfahrungen und ein kleiner Einblick über die Fragen welche die Coachees beschäftigt, lesen Sie im folgenden Artikel.

Anbei der Link zum folgenden Artikel auf allmaxx.de

Oftmals habe ich Anfragen von Studierenden, welche ein Orientierungscoaching benötigen. Die einen waren kurz vor dem Abschluss des Grundstudiums, die anderen kurz vor dem Bachelor. Die Fragen drehten sich entweder um einen Studienabbruch oder darum, ob es jetzt erst einmal in die “Arbeitswelt” gehen soll oder direkt ein Master angehängt werden sollte.

Umso mehr man sich mit einem unzufriedenen Zustand beschäftigt, desto weniger findet man oftmals eine Lösung. Es wirkt irgendwie alles nicht so richtig stimmig. Die anfängliche Frage, wie voll man seinen Stundenplan für das kommende Semester packt weitet sich bis zu dem Gedanken aus, alles hinzuschmeißen. Selbstzweifel entstehen. Fragen, ob man die kommenden Semester überhaupt packt. Studierenden im fortgeschrittenen Semester fragen sich, ob das gesamte Studium überhaupt das Richtige für sie ist. Der Traum vom perfekten Studium und die Freude auf den neuen Lebensabschnitt wird von der Realität eingeholt. Man erfährt durch Praktika, Seminare, Hausarbeiten etc., dass das Studium ganz anders aussieht, als man es sich zuvor ausgemalt hat. Die Studieninhalte decken sich zunehmend nicht mehr mit den ursprünglichen Vorstellungen.

Im Studium lernt man auch sehr viel über sich selbst.

Beispielsweise hatte man vor dem Kunststudium kreative Ideen ohne Ende. Während des Studiums – unter Zeit- und Leistungsdruck – merkt man vielleicht, dass die Lust am kreativen Arbeiten allmählich verloren geht.

Ich habe bereits Fotografiestudenten gecoacht. Vor ihrem Studium gab es kein Tag ohne Kamera. Kurz vor dem Abschluss wurde die Kamera nur noch benutzt, wenn es unbedingt notwendig war. Der Spaß und die spielerische Leidenschaft wandelten sich in Pflicht und Stress um.

Diese Art zu denken trifft nicht nur auf kreative Studierende zu. In anderen Studienrichtungen sind die selben Gedankengänge möglich. Die Themen bleiben dabei oftmals identisch. Aber ist diese Unzufriedenheit ein entscheidender Grund für einen Abbruch? Studiert man wirklich das Falsche? Was bringt einem dieser Studienabbruch? Mehr Freiheiten oder zu viele neue Entscheidungsfreiheiten?

In den jeweiligen Coaching Settings erarbeite ich gemeinsam mit dem Coachee systemisch orientiert die Gründe und Antworten hinter den eigentlichen Fragen. Nicht immer ist ein Studienabbruch für jeden die richtige Lösung.

[…]

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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung

Das Zitat um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung von Antoine de Saint-Exupéry könnte der Leitspruch meiner vergangenen Coachingsettings sein. 4 Coachees mit den unterschiedlichsten Fragestellungen zur beruflichen Weiterentwicklung. Sie haben jedoch eines gemeinsam: sie drehen sich mit ihren Entscheidungen und Fragestellungen seit längerem im Kreis und kommen nicht voran. Sie setzen die Für- und Wider gegenüber und verwerfen Visionen mit der Begründung, dass diese entweder nicht logisch seien oder „die anderen“ das so nicht mitmachen würden.

Schnell neigen wir dazu bei Fragestellungen die Entscheidungen von anderen zu wissen und nehmen dies dann als Ausschlusskriterium.

Ein Beispiel:
H. möchte eine Fortbildung machen. Diese ist jedoch kostspielig. Er beschäftigt sich seit fast einem halben Jahr mit dem Thema und rechnet hin und her, ob er sich diese Fortbildung selbst finanzieren kann. Er ist der Meinung, dass seine Firma eine solch teure Weiterqualifizierung nicht übernehmen würde.
Er bezieht bei seinen Überlegungen auch seine Familie mit ein. Er hätte in den kommenden zwei Jahren weniger Zeit für die Familie. Seine Aussage war, dass sie dies nicht mittragen würde, da eine einseitige Betreuung der Kinder für diesen Zeitraum durch seine Frau egoistisch wäre und seine Partnerin dies nicht unterstützen würde.
In der Firma von H. äußert die Geschäftsleitung seit längerem, dass jegliche Kosten reduziert werden müssen. Seine Schlussfolgerung hieraus war, dass er dann „logischerweise“ keine kostspielige Fortbildung finanziert bekomme.

Da er für sich weiter kommen möchte und mit sich „im Stillen“ ausgemacht hat, dass er von keiner Seite aus Unterstützung bekommt, kam es in den letzten Wochen vermehrt zu Spannungen im privaten und beruflichen Umfeld. Er suchte mich deshalb auf Empfehlung auf und erhofft sich durch das Coaching eine klarere Sicht der Dinge.
Schon bei der Analyse der aufgeschriebenen Fragestellung kristallisierte sich heraus, dass er als Person hier nicht erscheint, sondern es sich um die eventuellen Reaktionen der anderen Beteiligten handelt.
Im weiteren Verlauf fiel dann auf, dass er fast jede Entscheidung mit seinen „inneren Stimmen“ ausdiskutiert und dann für sich zu einem unbefriedigenden Ergebnis kam.
Hier bot sich dann ein Tool an, bei welchem jede einzelne Stimme erfasst und dann aufgestellt wird. Der Coachee schlüpft dann in die jeweilige Rolle und betrachtet seine Situation aus dieser Perspektive heraus. Sobald er versucht aus einer anderen Rolle heraus zu sprechen, bzw. für eine andere Person, interveniert der Coach, damit der Coachee nur in seiner Rolle bleibt.
So strikt ist man in der Regel nicht zu Hause „im stillen Kämmerlein“, da sich hier immer wieder verschiedene andere Perspektiven und Ansichten zu Wort melden.
Hier konnte H. erleben, dass Stimmen, die er eigentlich als sehr negative Eigenschaft empfand, aus jener Perspektive eine positive und schützende Eigenschaft sind. Auch Standpunkte, welche er im Vorgespräch als Fakt ansah gerieten ins Wanken und weichten auf.
Er konnte also, um wieder auf das Zitat von de Saint-Exupéry zurück zu kommen, aus einer ihm völlig unbekannten Blickrichtung sein System und seine Fragestellung betrachten und hat dank dieses Tools es geschafft, viele Dinge anders und klarer zu sehen.

Er kann nicht wissen, wie seine Geschäftsleitung auf Fortbildungen reagiert, wenn er sie nicht fragt.
Resümee war hier: Die Firma investiert in die Fortbildung der MitarbeiterInnen. H. konnte erläutern, welche Vorteile das Unternehemen hat, wenn er diese Zusatzqualifikation hat. In diesem Gespräch erklärte der Personalchef ihm, dass die Firma Zuschüsse für Fortbildungen dieser Art erhält. Punkte, welche er in seine Überlegung vorher gar nicht einbezogen hat.

Er kann nicht wissen, wie seine Familie auf Fortbildungen reagiert, wenn er sie nicht fragt.
Resümee war hier: Seine Frau unterstütze ihn bei diesem Vorhaben in alle Richtungen und wunderte sich, dass er Bedenken hatte, das sie dies nicht machen sollte. Sie selbst wolle sich auch noch beruflich weiterentwickeln und es werden dann auch Zeiten kommen, an denen er mehr auf die Kinder aufpassen müsse.

Haben Sie auch eine solche Situation erlebt oder begleitet ?
Über ein Feedback und einen Austausch würde ich mich freuen.

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Manchmal gehört „Dicke Luft“ einfach dazu…

3 Stunden Konzeptionsarbeit mit viel Streitereien und einem 1a Ergebnis für alle. So macht’s Spaß. So funktioniert ein Team. Eine hitzige Debatte gehört zu einem Entwicklungsprozess dazu. So lange sie Sachlich und Fachlich bleibt. Mit Wattebäuschen werfen kommt man nicht weiter. Da bleiben Meinungen und Emmotionen aus. Und genau diese benötigt man um auch mal über den Tellerrand zu gucken oder um seine Interessen auch zu vertreten und im neuen Projekt wieder zu finden. Da fällt das Annehmen und Umsetzen des Neuen doch viel leichter, wenn man sich damit auch identifizieren kann.

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3 persönliche Fragen

Vor kurzem hat Maja Skubella von Karriereexperten.com mir drei persönliche Fragen  als Coach gestellt. das Ergebnis wurde hier http://ow.ly/d/1Bhy  veröffentlich und können Sie im folgenden nachlesen.

1.    Auf welche Themengebiete haben Sie sich im Coaching spezialisiert?

Veränderungsprozesse und Entscheidungsfindung sind die Hauptthemen meiner Coachees. Diesen Schwerpunkt habe ich mir nicht bewusst gesetzt- vielmehr kamen die Coachees mit diesen Fragestellungen zu mir. Wo möchte ich hin, was möchte ich überhaupt, schaffe ich das denn? sind hierbei die Kernfragen.

Meine Coachees sind StudentInnen in Entscheidungssituationen und Fach- und Führungskräfte, hauptsächlich aus dem sozialen- und pädagogischen Bereich.

2.    Aus welchem Bereich kommen Sie und warum haben Sie diesen Weg letztendlich eingeschlagen?

Ich habe 10 Jahre in der Kunststoff- Industrie gearbeitet und bin jetzt im 10. Jahr im sozialen Bereich. Schon immer habe ich mich um Weiterbildungen und Qualifizierungen der Kollegen und Mitarbeiter gekümmert- und um meine eigene. Im Studium zum Berufsschullehrer habe ich dann gemerkt, dass vorgefertigtes Wissen zu vermitteln mir schwer fällt- habe das Studium abgebrochen und über meine Ausbildung zur Fachkraft für Arbeits-und Berufsförderung die Systhemtheorie für mich entdeckt. An der Katholischen Fachhochschule Berlin habe ich Einblicke in die systemische Beratung bekommen. Seit 5 Jahren bin ich Hauptberuflich Job Coach für Menschen mit psychischen und/oder geistigen Behinderungen. Um meine Arbeit hier zu professionalisieren bin ich von der Freien Universität Berlin zertifizierter systemischer Business Coach / Personal Coach geworden. Bereits im ersten Modul habe ich festgestellt, dass diese Art der „Beratung“ genau die Unterstützung ist, die meinem Wertsystem entspricht. Durch gezielten Einsatz von Tools den Coachee in einen Veränderungsprozesse bringen, ohne ihm dabei einen Rucksack an Erfahrungen aufzuzwingen. Keine kurzen Erfolge, sondern Nachhaltigkeit zu erzielen. Seit Ende 2012 biete ich Coachings auch freiberuflich an, da ich gemerkt habe, dass der Bedarf in diesem Bereich sehr groß ist- obwohl es schon eine „Flut“ an Coaches auf dem Markt gibt. Aber wie eingangs beschrieben: nicht ich suche mir meinen Coachee, sondern der Coachee findet mich.

 3. Welcher Teil des Coachings gefällt Ihnen am besten?

a) Das Vorgespräch: das zueinanderfinden und kennenlernen

b) Die erste Stunde mit der evtl. ersten Aufstellung für den Coachee

c) Die teilweise verblüfften und nachdenklichen Situationen, nach einer erfolgreichen

Aufstellung

d) Wenn der Coachee sagt: „danke!“ Und ich ihm nachhaltig unterstützen konnte.

e) natürlich das positiven Feedback und die

Weiterempfehlung.

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Interview über meine Arbeit als Job Coach und meine Buchveröffentlichung

Svenja Hofert hat mit mir vergangene Woche ein Interview über mein kürzlich erschienenes Buch “Business Coaching bei Menschen mit psychischer und/oder geistiger Behinderung” geführt.

Das Ergebnis ist unter folgendem Link zu sehen.

Vielen Dank nochmals an Frau Hofert und den Karriereexperten für das Interesse an diesem Thema !

Interview

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Coaching ohne Handicap: Interview mit Jens Jannasch

jensjannaschJens Jannasch ist zertifizierter systemischer Coach der Freien Universität Berlin. Ich habe ihn für ein Interview in meinen Blog ausgewählt, weil er etwas Ungewöhnliches tut: Seit fünf Jahren arbeitet er hauptberuflich als Jobcoach in einer der größten Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Über dieses spannende Thema hat er auch ein Buch geschrieben.

Während des Studiums habe ich als Nebenjob u.a. Menschen mit Down-Syndrom betreut. Kann man Menschen mit Behinderung coachen? Auch aus meiner Erfahrung in dieser Arbeit stelle ich mir das schwierig vor…

Doch das geht. Selbstverständlich auch abhängig von der Schwere der Behinderung. Natürlich braucht man etwas andere Herangehensweisen und mehr Zeit, um Übungen zu erklären. Aber die Wirkung ist erstaunlich – und nicht anders wie bei jedem anderen auch. Coaching öffnet neue Perspektiven und kann einen Motivationsschub auslösen.

Mit welchen Tools arbeitest du dabei?

….

das komplette Interview finden sie
hier

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Psychopathologie für Coaches

Vor kurzem war ich auf der Fortbildung „Psychopathologie für Coaches“, veranstaltet vom Deutschen Coaching Verband (DCV).

Dieses Thema interessiert mich besonders, da ich als Job-Coach immer wieder Menschen mit psychischen und/ oder geistigen Behinderungen coache. Hierüber habe ich auch ein Ebook vor Kurzem veröffentlicht, welches das Coaching mit dieser Zielgruppe beschreibt.
Für mich war es besonders wichtig Backgroundwissen über die unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen und den Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen zu erhalten.

Inhalte der Veranstaltung waren:
– Unterschiede und Indikationen für Psychotherapie und Coaching
– Analyse von Fallberichten: Unterschied Psychotherapie/ Coaching, Indikationen Psychotherapie/ Coaching
– Wie teile ich einem Coachee mit, dass er eine Therapie benötigt?
– Persönlichkeitsstrukturen unter besonderer Berücksichtigung der narzisstischen Persönlichkeitsstruktur
– Umgang mit narzisstischen Coachees
– Besetzung des idealen Unternehmens als dreidimensionale Struktur in unterschiedlichen Varianten/ Extrakt für die praktische Arbeit
– Diagnostik von Pathologien/ Persönlichkeitsstrukturen: Darstellung anhand von Testverfahren, Fragemöglichkeiten etc.
Depression, Burnout, Persönlichkeitsstruktur, Alkoholismus
– Supervision eigener Klienten

Diese Fortbildung hat gehalten, was sie versprochen hat. Zum Einen war der Dozent, Carsten Gaggia (Dipl. Psychologe, psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Verhaltenstherapeut, systemischer Therapeut, Dozent, Lehranalytiker Supervisor und Coach) auf jedem Fachgebiet und bei jeder Fragestellung fachlich kompetent und konnte alle Inhalte anhand von praktischen Beispielen hervorragend besprechen. Die Arbeit in den Lerngruppen war gut organisiert und auch durch die Organisationsaufstellung führte er sowohl mit Humor, als auch mit der nötigen Objektivität.

Zum Anderen hat mich diese Fortbildung bestätigt, dass es keine ganz klare und saubere Abgrenzung zwischen Coaching und Therapie gibt. Es gibt Marker und Verhaltensweisen, die eine Weiterverweisung zu einem Therapeuten verdeutlichen, bzw. man kann durch die Persönlichkeitsstruktur eine Tendenz erkennen. Aber es bleibt bei dem Coach, wie er damit umgeht.
Es gab Beispiele, bei denen wurde rein die berufliche Perspektive bearbeitet und vereinbart, die anderen Punkte mit einem Therapeuten zu besprechen. Es muss der Coach in seiner Professionalität und Erfahrung entscheiden, ob die Fragestellung in ein Coachingsetting passt oder eher eine Therapie infrage kommt.
Absolut wichtig ist hierbei nur, das der Coach nicht zum „Laienpsychologen“ wird und sich ehrlich eingesteht, wo seine Grenzen sind und wo er seine Werte als Coach präsentiert und vertritt.

Mir hat die Fortbildung dank der diversen Fallbeispiele und dem therapeutischen Blickwinkel verschiedene Verhaltensmuster aufgezeigt. Zudem hat sich die These aus meiner Veröffentlichung bestätigt: Eine parallel laufende Therapie ist kein Ausschlusskriterium für ein Coaching.

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Führungskräftecoaching / Außenseiter – Spitzenreiter

Mein letzter Coachee ist ein Geschäftsführer im Non-Profit-Bereich. Er hatte diese Position relativ neu übernommen. Zuvor war er jahrelang in Leitungspositionen in diversen Industrieunternehmen beschäftigt. Zu Beginn seiner neuen Tätigkeit waren seine größten Bedenken, ob er seine Denkweise von der gewinnmaximierenden Industrie in eine Non-Profit-Organisation umdenken kann.
Es stellte sich jedoch sehr schnell heraus, dass er sich hier sehr gut und schnell eingefunden hatte.
Sein Problem waren also nicht die Zahlen, sondern das Personal. Für ihn ist es ungewohnt, dass neue Konzepte, Pläne und Aufträge „(…) scheinbar endlos ausdiskutiert werden müssen, bevor irgendjemand den ersten Schritt in die Praxis übernimmt“. Hinzu kommt, dass es ständig Streitereien im Team untereinander gibt. Seine Fragestellung im Coaching war, wie er mit dieser neuen Herausforderung umgehen sollte.
Im folgenden wird der Coachee als Herr X. bezeichnet.

1. Setting

Gleich zu Beginn des Settings bat ich Herrn X., das Team um ihn herum zu beschreiben. Er benannte einen „faulen Kollegen“, einen „stillen Außenseiter“, einen „Klischee Pädagogen“, eine „Labertasche“, und eine Person, die sofort alles umsetzen will, was der Chef sagt ohne zu verstehen, was dieser eigentlich meint und benannte ihn „Schleimer“.
Als ich ihn bat sich die Bezeichnungen seines Teams anzusehen stellte er erstaunt fest, dass sie alle sehr negativ benannt wurden und er scheinbar niemanden im Team hat, mit dem er sich vorstellen könnte etwas gemeinsam aufzubauen.
Er sollte nun für jede Person fünf positive Eigenschaften benennen. Dies viel ihm anfänglich äußerst schwer, jedoch konnte er nach einer Weile fünf Eigenschaften jeder Person zuschreiben. Hierüber kamen wir dann über jede einzelne Person ins Gespräch.

2. Setting

Das Feedback zur letzten Stunde war folgendermaßen: Herr X. erzählte, dass er sich am Folgetag des ersten Coachings zum ersten Mal seine KollegInnen genauer und aus einer neuen Perspektive heraus angesehen hatte. Zudem wollte er herausfinden, wie sie ihre – von ihm benannten – positiven Eigenschaften in der täglichen Arbeit einsetzen.
Ich bat ihn nun, sein Team im Raum aufzustellen. Anschließend sollte er sich für jeden Kollegen aufstellen und in der Rolle der jeweiligen Person seine Sicht der Dinge schildern.
Dieses Setting war sehr ergiebig, denn er sprudelte auf jeder Position sehr emotionale Standpunkte heraus. Nach jeder Personenaufstellung gingen wir in die Metaebene und besprachen diese Personen.
Nachdem das gesamte Team aufgestellt wurde war Herr X. sehr überrascht von den Ergebnissen. Zum einen, da er dem Tool einer Aufstellung anfangs skeptisch gegenüberstand. Zum anderen hat er sich in der jeweiligen Rolle tatsächlich jedes Mal anders gefühlt und hat in den jeweiligen Rollen die Argumente für deren Standpunkte ganz klar definieren können.

3. Setting

Direkt bei der Begrüßung teilte mir Herr X. mit, dass er mir etwas ganz Wichtiges und Interessantes mitteilen müsse. Er sagte, es sei faszinierend! Er sagte, er habe in der Woche nach dem Setting mit jedem einzelnen Kollegen gesprochen. Er bat diese zu benennen, was sie an ihn für Erwartungen haben und gab ihnen ebenfalls Feedback. Hier baute er dann Punkte ein, welche er in der Aufstellung der jeweiligen Person erarbeitet hat. Er sagte, „denen ist die Kinnlade aus dem Gesicht gefallen“ und er hatte das erste Mal seitdem er dort tätig ist Gespräche, welche auf einer komplett anderen Ebene statt fanden.
Was ihn aber am meisten faszinierte war, dass er in der Aufstellung bemerkte, dass der „stille Außenseiter“ der Einzige im Team ist, der scheinbar mit ihm auf einer Wellenlänge schwamm und alle Aufgaben mit der nötigen Weitsicht erledigte. Diesem Kollegen ging jedoch auch das ewige ausdiskutieren gegen den Strich. Da er schon viele Jahre im Unternehmen war, zog er sich aus diesen Debatten immer zurück und erledigte in der Zwischenzeit seine Aufgaben.
Diese Mitarbeitergespräche waren der Grundstein für einen großen Teamentwicklungsprozess im Unternehmen, welchen wir in 3 weiteren Coachingsitzungen in groben Umrissen ausarbeiteten.

Eines der Ergebnisse:
Vom Außenseiter zum Spitzenreiter!
Dies gilt sowohl für Herrn X., welcher sich im Unternehmen einen festen Stand und ein hohes Ansehen sicherte; als auch für den „stillen Außenseiter“, welcher durch Anerkennung und klare Arbeitsaufträge unglaubliche Veränderungen vollzog und zum Team- und Projektleiter benannt wurde.

Hier hat es sich wieder eindrucksvoll gezeigt:
Man kommt schnell bei neuen Aufgaben an Herausforderungen, welche einem anfangs unüberwindbar erscheinen. Oftmals kommen Gedanken wie: „Ich stehe ganz alleine da, wie soll ich das ohne Unterstützung nur alles schaffen“?
Im Coaching kann man diese Situationen benennen und sie bearbeiten. Es kommt nicht immer zu dem gewünschten Ergebnis, denn ein Coaching ist keine Wunderspritze gegen alles, was schief läuft. Aber ein Coaching verändert oftmals die Perspektive und die Sichtweisen und ermöglicht es neue Herausforderungen meistern zu können.

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Mein Ebook ist erschienen !

Business Coaching wird hauptsächlich in Führungseben angewendet. Aber wie ist die Umsetzung bei Menschen mit geistigen und/oder psychischen Einschränkungen? Oftmals haben diese Menschen andere Fragestellungen – aber denselben Bedarf an professionellem Coaching. In dieser Arbeit gebe ich einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten – aber auch die Grenzen im Coaching mit Menschen mit Behinderung.

Mit dem Erwerb dieses Ebooks unterstützen Sie die weitere Zusammenarbeit mit beschriebenen Coachees und die Weiterbearbeitung dieses wichtigen Themas.

Falls Link nicht funktioniert:
http://www.grin.com/de/e-book/231836/business-coaching-bei-menschen-mit-psychischer-und-oder-geistiger-behinderung

(C) Christian Klauss
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Mitmachaktion: 10 Dinge über mich als Coach

Ok. Ich gebe es zu. Ich wollte schon immer mal bei einer „Blog Parade“ mitmachen. Aber irgendwie habe ich nie die Geduld und Zeit dazu gehabt (?! wenn ein Coachee von mir diesen Satz sagt, hinterfrage ich diese „Ausrede“ natürlich als erstes). Aber da ich die Mitmachaktion von Natalie Schnack„10 Dinge über mich“ von meiner Coach-Kollegin als zeitlich überschaubar und dennoch effektiv finde, beginne ich einfach mal mein Vorhaben lansgam in die Tat umzusetzen.

  1. Schon bei Punkt eins merke ich: an einer Blogparade ist doch wahrscheinlich schneller teilgenommen, als sich mit 10 Dingen über sich selbst auseinander zu setzen…
  2. ich finde Coaches, die den Showmaster spielen und den Coachee dadurch beeindrucken wollen furchtbar anstrengend. Ich will meine Coachees nicht beeindrucken. Ich möchte, dass sie sich selbst beeindrucken.
  3. Empathie ist eine meiner großen Stärken.
  4. Ich gehe mit meinen Coachees schnell aus der Komfortzone „sitzen und reden“ raus. Meist sitzen wir nur maximal die ersten 10 Minuten im Setting.
  5. Ich höre sehr gerne zu. Und ich höre auch sehr gerne zwischen den Zeilen zu. Ich kann mir Wortlaute sehr gut sehr lange merken und baue sie dann bei passender Gelegenheit gerne in meine Fragen ein.
  6. Ich glaube, ich bin der einzige Coach mit Piercings ?
  7. Ich habe trotz der Piercings sehr viel Erfolg und sogar mehrere Abschlüsse
  8. Auf Grund meiner langjährigen beruflichen Erfahrung in der Industrie, meinem Studium und der Arbeit seit 10 Jahren im sozialen Bereich habe ich sehr eng mit unterschiedlichsten Personengruppen zusammengearbeitet. Für diese Kentnisse bin ich besonders dankbar. Denn Denkweisen können- stellt man diese Branchen gegenüber- teilweise nicht unterschiedlicher sein. Und diese Erfahrung nützt mir im Coachingsetting oftmals sehr viel.
  9. Meine langjährige Dj Karrierre im Bereich elektronischer Musik hat mir auch eine ordentliche Portion Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und vor allem Kreativität im Umgang mit Tools und Klienten auf den Weg gegeben.
  10. für mich steht zuerst der Coachee im Vordergrund, dann die wirtschaftliche Kalkulation. Diesen „Luxus“ kann ich mir leisten, da ich Hauptberuflich als angestellter JobCoach unterwegs bin.

So. Wie in Punkt 1 erwähnt: Zeitmanagement ist dahin. Und es sind, wie im Coaching auch, Prozesse gestartet worden, die nur dann passieren, wenn man sich „mal“ mit sich selbst auseinander setzt. Und das nicht nur 5 Minuten, sondern etwas länger. Ich freue mich schon auf meine nächste Supervisionssitzung
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Coaching „neu“ erleben – ein Feedback

Ich hatte es in meinem Blog schon einmal thematisiert- meine Coachinghaltung und mein persönlicher Umgang mit der Zeit.
Einer meiner Coachees kam mit einigem Zögern auf Empfehlung zu mir. Er hatte bereits bei anderen KollegInnen Coachingerfahrung gesammelt, welche jedoch nicht so positiv waren.
Wir vereinbarten ein unverbindliches Vorgespräch, in welchem wir die Rahmenbedingungen abklärten. Kurz darauf begann unsere gemeinsame Arbeit.
Geendet hat sie mit folgendem Feedback. Eine Rückmeldung, über die ich mich sehr freue und nach Rückfrage auch hier im Blog veröffentlichen darf.

Ich habe vor Herrn Jannasch bereits Coachingerfahrung gesammelt. Dort kam ich mir stets als zahlender Kunde vor. Bei Herrn Jannasch war dies sofort anders. In einer angenehmen Atmosphäre habe ich mich auf Grund seiner ruhigen Ausstrahlung sofort wohl gefühlt. Er hat für mich völlig unerwartete Fragen gestellt- die meine Sichtweise ziemlich änderten. Wir saßen nur zu Beginn der Coachings kurz, dann ging es sofort, wie er sagte „raus aus der Komfortzone“.
Ich war nach den Coachings- die übrigens nie mit der Eieruhr beendet wurden- immer vollkommen erschöpft- und erstaunt über mich selbst.
Sollte ich wieder ein Coaching benötigen, werde ich auf jeden Fall zu Herrn Jannasch gehen.
Aber erst werde ich mich in meinem neuen Job einleben.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Jannasch- eine absolute Empfehlung !
Ihr
Karl-Heinz P.

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Warum ich Coach bin? Weil SIE es mir Wert sind!

Jetzt bin ich im 5. Jahr Coach. Seit dem ersten „Live-Coaching“ in meiner Ausbildung zum systemischen Business Coach wusste ich: DAS ist es!
Hauptberuflich biete ich zusätzlich zum Jobcoaching Coachings zur Entscheidungsfindung an.
Freiberuflich biete ich Personal Coaching und Business Coaching an.
Coaching, Coaching, Coaching. Warum?
Weil man nicht mit ewigen Ratschlägen sein Gegenüber überschüttet, dieser raus geht und sich denkt, „das mache ich nicht – das bin nicht ich“. Ich habe auch nicht den Anspruch, „Mr. Allwissend“ zu sein- oder es zu werden.
Der Coachee ist im Fokus. Er ist Meister seines Systems. Als Coach probiere ich den Coachee aus der Komfortzone namens „geht nicht“ und „weiß nicht“ raus zu holen. Meine Coachinghaltung ist hierbei: Ich muss nicht alles wissen und können. Wenn ein Coachee aus dem Finanzbereich kommt, muss ich nicht ein besserer Finanzexperte sein, als der Coachee. Ich muss nur Fragen stellen. Um das System zu erfassen- nicht um es zu verstehen. Fragen stellen, die den Coachee zum nachdenken bringen. Aufstellungen zu machen, um den Coachee aus dem Kopf „in den Bauch“ zu lenken. Um zu spüren. Für jemanden, der noch keine Aufstellungserfahrung hat, ist dies zu Beginn meist eine sehr ungewohnte Situation. Ich hatte auch schon Coachees, die Anfangs der Meinung waren, Aufstellung sei „esoterischer Hokuspokus“. Diese merkten schnell, das es nichts mit Hokuspokus zu tun hat, wenn man hier die Möglichkeit hat, sich auf Dinge/Situationen getrennt voneinander zu konzentrieren.
Nach einem erfolgreichen Coaching hört man dann, dass diese Art für die Coachees die effektivste und- das ist für mich auch besonders wichtig- die nachhaltigste Variante ist.

Und wenn man dann noch ein Feedback wie von meiner letzten Coachee erhält, bestätigt es mich immer wieder.
Ich bin Coach. Warum? Weil Sie es mir Wert sind !

„Lena G. on 3. August 2013 11:55
Gestresst, kopf- und orientierungslos stieß ich in einer beruflichen Entscheidungssituation auf Jens Jannasch, der mir mit seiner ruhigen, freundlichen Art zielgerichtet helfen konnte.
In einer Atmosphäre von Sicherheit und Klarheit empfand ich es als angenehm, dass er dabei stets sehr präsent und doch im Hintergrund war, ich jedoch absolut im Fokus stand. Er nahm sich die Zeit, die ich brauchte.
Mit verblüffend effektiven Methoden und Fragestellungen konnte er mich unterstützend dabei begleiten, eine Entscheidung zu treffen, an der ich bis heute nicht zweifle und die mich sofort für die weiteren Schritte motiviert hat.
Quintessenz: In einer zentralen Entscheidungssituation hat mir das Coaching mit Jens Jannasch Kraft und Klarheit vermittelt und meine Lust an der (beruflichen) Weiterentwicklung wieder gestärkt.“

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Was ist Coaching? Warum einen Coach?

was ist COACHING ?

who is my self and what is my work? (Otto Scharmer)

frei übersetzt heißt dies so viel wie “Wer bin ich, was ist meine Aufgabe?”

Diese Frage stellt man sich in unserer Gesellschaft immer wieder.

Wo stehe ich in meinem Umfeld ?
Was wollen die Menschen von mir sehen ?
Was kann ich eigentlich leisten ?
Wie kann ich Privatleben und Beruf vereinbaren ?
Welche Entscheidung ist für mich die Richtige ?
Wie verhalte ich mich nach meiner Beförderung meinen ehemaligen Kollegen gegenüber?
Warum reagieren “die Anderen” anders als sonst auf mich?
Warum gehen Kunden zu der Konkurrenz, obwohl ich mindestens das gleiche biete?
Ein in uns ständig ablaufender Fragenkatalog. Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem man sich im Kreis dreht und eine externe Unterstützung benötigt. Ein COACH begleitet Sie mit hilfreichen Tools durch Ihre Fragestellungen. Ein COACH berät Sie nicht. Er gibt keine fertigen Antworten. Sie sind der Profi in Ihrer Umwelt/ in Ihrem System. Der COACH probiert nicht Ihr System zu verstehen. Er bleibt neutraler Beobachter und lenkt mit gezielten Fragen. “Die Antwort steckt im System” heißt es. Nur Sie können sich selbst die Antwort geben. Der COACH zeigt die Wege und begleitet Sie.

Im Coaching kratzt man nicht nur an der Oberfläche. Man sucht gemeinsam nach einer Lösung. Manchmal steht eine ganz andere Fragestellung hinter einem vermeindlichen Problem.

Und wie kann man etwas besser annehmen, als das selbst Erarbeitete? Als eine selbst gefundene Antwort?

Im COACHING schaut man nach vorne. Denn:

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ (Albert Einstein)

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„So. Was haben Sie denn für mich.“

(…) das waren die ersten Sätze in einem Informationsgespräch. Auf die Frage hin „was erwarten Sie von mir“ antwortete der Interessent, er habe sich in letzter Zeit viel mit dem Thema Jobsuche auseinander gesetzt und ist jetzt zu dem Entschluss gekommen, zu einem Coach zu gehen um sich hier beraten zu lassen.
„zu einem Coach zur Beratung ?!“ ich fragte nach. Stellte dann das Konzept des systemischen Coachings vor. Das es sehr gut möglich ist, dass wir gemeinsam Antworten erarbeiten, er aber keine vorgefertigt bekommt. Nach dem ich ihm den Unterscheid zwischen einer reinen Beratung und einem Coaching erklärt habe, wollte er den „Versuch“ starten.
Nach klarer Absprache, dass ich mit ihm keine „Versuche“ machen werde sondern nur ernsthaft an einem Thema arbeite haben wir die erste Stunde absolviert. Das Setting verlief- wie so oft im Coaching- vollkommen anders als gedacht. Ich bin mit ihm schnell aus der Komfortzone Unterhaltung raus direkt in eine Aufstellung. Hier änderte sich sofort die komplette Fragestellung und der weitere Verlauf des Settings. Und er bekam schnell die Einsicht- mit weiteren Fremdvorgaben kommt er nicht weiter. Er muss herausfinden, was er selbst möchte.
Und genau das kann ich ihm als Coach bieten. Ihn durch Coachingtools unterstützen sich diese Frage selbst zu beantworten.

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste.

Konfuzius

 

 

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„Wenn man etwas will, findet man Wege (…)“

„Wenn man etwas will, findet man Wege. Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe“

Obwohl dieses Zitat schon etwas abgenutzt ist, passt es immer wieder auf fast jede Lebenslage.
Besonders in meinem letzten Coaching.

– Gründe, den Job nicht zu wechseln, obwohl die Leistungen nicht anerkannt werden. Es folgte immer mehr Demotivation. Beruflich und privat.

– Die lange versprochene und nie eingehaltene Gehaltserhöhung ( Gründe, warum es zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr Geld geben kann) warfen den Coachee total aus der Bahn. Loyalitätskonfikt. Wem kann er noch Vertrauen?

– Gründe, warum man nicht zum Sport geht ( Müdigkeit, Regen, Uhrzeit…) oder das Zusammenspiel oben genannter Punkte.

– Gründe, warum man jetzt noch nicht anfangen kann, die Wohnung zu renovieren ( evtl. Besuch, gerade jetzt will ich zum Sport ( siehe oben)). Oder die Unsicherheit, ob man dafür Geld übrig hat, wenn man die versprochene Erhöhung nicht erhält und den Vorsatz hat, dann zu kündigen – und die Angst, keinen Job zu finden.

Man kann diesen Kreislauf in jede jegliche Richtung weiter beschreiben.

Wenn man sich umhört, scheint das gesamt Umfeld aus Gründen zu bestehen. Gründe, warum der Lebensunterhalt teurer wird. Gründe, warum man mehr Abgaben zahlen muss, etc.
Wir werden immer um Verständnis gebeten und bekommen ganz viele Gründe serviert, warum etwas nicht geht. In der Kommunikation sind dies oftmals absolute „Totschlagargumente“, welche unter Umständen zu totaler Demotivation und Konflikten führen können- und wie in meinem letzten Coaching- zur Kündigung eines hoch effektiven Mitarbeiters.

Stellen Sie sich einen Mitarbeiter vor. Super engagiert. Ständige Weiterqualifizierung. Gibt immer 200%. Perfekte Öffentlichkeitsarbeit. Trägt zur Steigerung des Unternehmensbildes bei. Aufgrund des Engagements steigert er mit seinem Team die Einnahmen erheblich. Überstunden- kein Thema. Prozessoptimierung- eine Selbstverständlichkeit. Er lebt seine Arbeit. Sie ist für ihn, wie er es selbst sagte „kein Job, sondern eine Berufung“

Dieser Mitarbeiter möchte nun eine entsprechende Entlohnung. Über Jahre ! hörte er, dass er sich noch etwas gedulden muss. Das alles in Planung ist. Das er total recht hat, dass etwas gemacht werden muss.
Es werden Gründe präsentiert und beschwichtigende Worte gefunden, die jede weitere Diskussion beenden.
Der Mitarbeiter vertraut dem Chef. Und wird wieder enttäuscht. Und wieder werden Gründe serviert.

Dieser Mitarbeiter hat zwischenzeitlich gekündigt. Und das Unternehmen verliert einen absolut loyalen und effektiven Mitarbeiter. Weil die Firma es nicht geschafft hat, nach Wegen zu suchen.

Der Satz von Personalleitern – „(…)auf dem Markt gibt es genug Arbeitslose, die den Job für weniger Geld machen“- hinkt. Sieht man sich die aktuellen Arbeitsmarktdebatten an, gibt es zwar sehr viele Arbeitslose. Aber die Fachkräfte fehlen.
Wenn man nun als Personaler denkt, dass jeder ersetzbar ist, stimmt dies zwar, wenn man die reinen Head-Points berechnet. Die Hard-Skills.
Aber es gibt außer den Qualifikationen noch die Soft-Skills. Und die bringen ein Unternehmen oftmals weiter, als die reinen Hard-Skills.

Als Job Coach höre ich immer wieder von Personalern, dass die Zeugnisse zweitrangig werden. Es wird zunehmend (wieder)entdeckt, dass ein guter Praktiker im Job effektiver ist, als ein perfekter Theoretiker. Wenn jemand theoretisch weiß, wie Arbeit funktioniert, bringt er einem Unternehmen nicht so viel wie der, der sie einfach macht.

Der oben erwähnte Coachee kam zu mir, weil er unsicher wurde. Demotiviert. Er hatte keine Lust mehr. Zu nichts. Er fühlt sich belogen und betrogen. Bekam zunehmend Loyalitätsprobleme. Obwohl es doch eigentlich sein Traumjob ist. Er die Potentiale direkt vor sich hat. Die Umsätze ohne Probleme weiter steigern könnte. Sich fragt: Wozu ?
Er sich seiner selbst unsicher wurde. „Bin ich wirklich gut? Mache ich mir was vor? Sind meine Vorderungen unrealistisch? Vielleicht verrenne ich mich in etwas und bin gar nicht so qualifiziert? Gar nicht so effektiv (…)?“

Und dieser Mitarbeiter erfährt dann im Coaching, dass es so viele Wege gibt, wieder zufrieden zu werden. Und glücklich. Und sich anerkannt zu fühlen.

Er bewirbt sich.

Hat innerhalb kürzester Zeit drei Vorstellungstermine. Alle werben um ihn. Zeigen ihm Wege auf. Bestätigen ihn. Räumen alle Unsicherheiten aus dem Weg. Honorieren seine Qualifikation mit entsprechendem Anfangsgehalt.
Deshalb hat er seine alte Stelle gekündigt. Und strahlt.

Natürlich war dies ein langer Weg. Es hat mehrere Settings gedauert. Auszusprechen, was man fühlt. Anzuerkennen, was man ausgesprochen hat. Umzusetzen, was man geplant hat.
Und dann den ersten Schritt „zu wagen“ und die Bewerbungsunterlagen fertig zu machen. Dann diese auch noch abzusenden….
Alle weiteren Schritte gingen dann fast wortwörtlich „von heute auf morgen“.

Und der Arbeitgeber? Sucht bei Erhalt der Kündigung das Gespräch. Ob es hier nun weitere Gründe oder Wege gibt, interessieren den Mitarbeiter nicht mehr.

Im Evaluationsgespräch erzählte er, dass er sehr engen Kontakt mit seinem Team hat. Weitere Kollegen folgen seinem Beispiel.

Dieser Coachee kann für viele Mitarbeiter ein Beispiel sein. Ich kenne einige, die solche oder ähnliche Situationen kennen.

Dieser Coachee kann aber auch ein Beispiel für Personaler sein. „Einfach“ mal Wege zu präsentieren. Und wenn keine erkennbar sind- könnte ein Coach weiter helfen.

Ihr Jens Jannasch

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Als Kritik gedacht- als Lob verstanden

Ich hatte vor längerem eine Coachee, die sagte zum Schluss unserer Zusammenarbeit, dass sie nicht weis, ob ich ihr als Coach weiter geholfen habe, da sie alles selbst erarbeiten musste und ich nur Fragen stellte. Diese zwar durch Aufstellung ihrer eigenen Antworten mit ihr bearbeitete, jedoch keine Lösungen präsentierte. Nur gelegentlich ein paar Hypothesen.
Sie sah deshalb das Coaching als nicht Erfolgreich.
Ich bedankte mich jedoch für dieses tolle Feedback, worauf sie mich verwundert ansah.

Auf die Frage hin, ob sie die zu Beginn des Coachings beschriebene Fragestellung beantwortet sieht, bejahte sie dies eindeutig. Sie fragte jedoch, was mein Anteil daran war. Sie ist mit der Erwartung gekommen, dass sie einen fertigen Business Plan erhält.
Ich erklärte ihr nochmals, worin der Unterschied zwischen einem Berater und einem systemischen Coach liegt. Und dass ich mich freue, wenn ihre Rückmeldung ist, dass sie alles alleine machen musste. Dass sie alle offenen Fragen selbst beantwortet hat, ohne von mir etwas fertig präsentiert bekommen zu haben. Dass es wichtig war, dass einige ihre Fragestellung betreffenden Punkte nur von ihr selbst gelöst wurden.
Sie lächelte und sagte, dass sie das aus dieser Perspektive noch gar nicht gesehen hat.
Heute bekam ich eine Terminanfrage. Eine Empfehlung dieser Coachee.

Und so kann es kommen, dass ein als Kritik gedachte Punkt in der systemischen Arbeit durchaus ein großes Lob sein kann.

„Vom Unsinn des Sinns…“ Watzlawick immer wieder neu entdecken

Ich habe nach langem mal wieder das Buch „Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns“ von Paul Watzlawick gelesen. Schon beim ersten Lesen vor ein paar Jahren hatte ich hier viele „Aha“- Momente, die mir bei meiner täglichen Arbeit- aber auch bei meiner Betrachtungsweise allgemein sehr geholfen haben.
Nach dem ich jetzt einige Zeit coache sehe ich viele Dinge mit noch mehr Verständnis und Bestätigung bei meiner Arbeit.
Da ich auch oft Menschen mit psychischen und/ oder geistigen Einschränkungen coache, fand ich die Passage “ Das Zusammenspiel von „innen“ nach „außen“spannend.
Hier beschreibt Watzlawick in einem Beispiel das Paarungsverhalten zwischen während der Invasion stationierten amerikanischer Soldaten und englischen Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg.
„Hier stießen Wissenschaftler auf einen Widerspruch. Die englischen Frauen bezeichneten die amerikanischen Soldaten als sexuell direkt. Merkwürdigerweise aber sagten die Amerikaner von den englischen Mädchen genau dasselbe.“(Watzlawik,Paul,1999,S.25)
Der Grund waren die unterschiedlichen Kulturkreise. Die Amerikaner küssten recht schnell. Im Paarungsverhalten der Engländerinen kam der Kuss im „Paarungsablauf“ aber recht spät.
Sie dachten deshalb: „der ist aber forsch!“ Entweder sind sie empört gegangen- oder haben sich ausgezogen. Bei letzterem waren die Amerikaner wieder verwundert und dachten: „na die ist aber forsch!“ – sind entweder gegangen- oder geblieben.

Es trafen also zwei Kulturkreise mit unterschiedlichen Ansichten über das Paarungsverhalten zusammen. Jeder dachte vom anderen „na holla“…..

Was dieses Beispiel mit meinen Coachings zu tun hat?

Nun ja. In unserer „Gesunden“ Weltvorstellung gibt es für bestimmte Dinge in unserem System festgelegte Abläufe. Oder Regeln, an die man sich hält. Weil man es so gelernt hat. Weil man so erzogen wurde. Deshalb ist dies unserer Wahrnehmung nach das richtige. Die Norm. Alles andere sind Abweichungen.
Mit dieser Norm- oder diesem Wert hat übernimmt man auch eine Coachinghaltung.
Ich finde, man sollte sich mal Gedanken über seine Werte machen. Über seine Coachinghaltung.
Und dazu genau dieses Beispiel von Watzlawick vor Augen haben.
Und sich die Frage stellen: sind nur meine Werte die richtigen und die anderen weichen ab? Bin ich der Amerikaner oder die Engländerin?
Wie ist as bei Menschen mit psychischen und- oder geistigen Einschränkungen?
Hier ist es leider immer noch so, dass die Außenwelt diesen Menschen in allen Lebensbereichen sagt, was richtig ist und was falsch. Sie teilweise probiert in Normen und Systeme zu pressen, in die sie aber nicht rein passen. Nicht rein wollen. Nicht rein können.
Ich habe gelernt, mir zu Beginn des Settings mit diesen Coachees das System in dem sie leben erklären zu lassen. Mit Fragen wie:“ was muss ich fühlen, um so zu fühlen wie Sie…“ oder “ was muss ich sehen, um die Fragestellung so zu sehen wie Sie“
Das bringt den Coachee zum einen dazu, über sein System genauer nachzudenken um dies verbal zu äußern. Und für mich gibt es die Chance, ein Stück weit seine Werte, seine Norm, seine Welt nachvollziehen zu können- oder zumindest grob zu erfassen. Um mich dann auch auf andere Fragestellungen einzustellen.
Bei Menschen mit geistigen Einschränkungen ist dieses Thema noch spannender. Sie können sich teilweise nicht so artikulieren, dass man ihr System erfassen kann. Hier ist die Aufstellungsarbeit ein grandioses Werkzeug dies zu erarbeiten. Für beide Seiten. Für mich als Coach um die Struktur zu verstehen, in dem ich die Regungen sehe und gezieltere Fragen zu stellen.
Für die Coachees in der Aufstellungsarbeit zu fühlen, was für sie richtig oder falsch, gut oder schlecht etc. ist. Sie spüren es. Die Gefahr, dass ich mich nicht verständlich genug Ausdrücke oder sie durch ihre Einschränkungen sich nicht äußern können und dadurch Missverständnisse aufkommen, ist beim erleben und fühlen fast nicht vorhanden.
Ich hatte während meiner Coachingsettings im Rahmen meiner Zertifikatsarbeit für die FU Berlin Coachees, die durch die Aufstellungsarbeit das erste mal in ihrem Leben ihre eigene Meinung, ihren eigenen Wunsch geäußert haben. Die geweint haben, weil sie dieses Gefühl bisher nicht kannten. Alle zuvor genannten Wünsche und Ziele waren von Betreuern, Eltern etc. vorgegebene Ziele. “ wir wissen, was für Dich gut ist“ ist immer noch ein weit verbreitetes Instrument der Lebensplanung für Menschen mit Einschränkungen.
Natürlich ist hier die Gratwanderung zwischen Coaching und therapeutischer Arbeit sehr schmal.
Vor Beginn gibt es hier auch klare Absprachen, was im Coaching erarbeitet wird und was nicht. Die Sensoren des Coaches müssen hier noch schärfer sein um gleich zu intervenieren. Um die Grenze klar zu ziehen. Um keine „Laienpsychologie“ zu betreiben.
Ich habe auch schon einmal ein Setting unterbrochen, da hier zunächst therapeutische Aufarbeitung notwendig war. Aber auch in diesem Fall hat das Coaching geholfen. Es war durch eine zu Beginn „oberflächliche Fragestellung“ der Türöffner zur Aufarbeitung eines Problems mit einem Psychologen. Die Rückmeldung vom ehemaligen Coachee ist, dass er ohne diese Coachingstunde wahrscheinlich die nächsten Jahre diesen Schritt nicht gemacht hätte.

Zurück aber zu Watzlawicks Beispiel. Welches Weltbild, welchen Wert, welche Kultur bin ich, verkörpre ich? und viel wichtiger: Welche Werte, welches Weltbild, welche Kultur ist mein Gegenüber?
Natürlich ist es einfacher von seinem System aus zu gehen. Aber zum Glück geht es im Coaching nicht um den einfachen Weg.
Sondern um den richtigen.
Um den Weg des Coachees.

Akquise. Oh Nein! – oder Au Ja ?

Letzte Woche habe ich einen Vortrag zum Thema „Erfolg und Stolpersteine auf dem Weg zum Arbeitsvertrag“ auf der Werkstättenmesse in Nürnberg gehalten.
Dort ist, wie die Jahre zuvor auch, besonders aufgefallen, dass bei dem Thema „wie akquiriere ich Firmen und Neukunden“ die Augen besonders groß wurden und intensiv mitgeschrieben wurde.
Bei Folgevorträgen zu diesem Thema platzten die Räume vor lauter Zuhörern aus allen Nähten.
Akquise. Das Grauen vieler Freiberufler. Eine unliebsame Arbeit.
Man will nicht Nerven, man möchte nicht abgewiesen werden, man benötigt viel Zeit…. nur einige wenige Punkte, die man hierzu häufig hört.
In einem Vortrag wurde gesagt, dass man bei 150 Akquiseanrufen im Schnitt 2 Termine erhält. Das schreckt viele ab. 148 mal zu hören, dass es kein Interesse am Angebot gibt. Frustrierend.
Noch frustrierender, wenn man erst gar nicht weis, wie man ein Akquisegespräch beginnen soll.

Ich erlebe immer wieder, dass Selbstständige bei einem Kaffe mit einem unglaublichen Feuer von ihrer Arbeit und den Produkten erzählen. Das Telefon klingelt, ein potentieller Kunde ist dran- und auf einmal redet diese Person anders. Unsicher. Im Anschluss sagte mir die Freundin: “ na ist doch klar. Da geht es um etwas. Um meine Existenz. Da muss ich seriös und professionell wirken.“
Ach so?
Ich hätte ihr vor dem Telefonat alles abgekauft. Wäre ich der potentielle Kunde gewesen, wäre ich nach diesem Telefonat woanders hin gegangen. Langweiliges Angebot. Bekomme ich woanders bestimmt auch.

Warum ( eigentlich ein NoGo Wort im Coaching) sprudelt man nicht in den Akquisegesprächen so motiviert los?
Rückfragen hierzu ergaben, dass dies unseriös klingen könnte. Das man wie ein Showmaster klingen könnte, den potentiellen Kunden Nerven könnte….
Könnte, könnte, könnte…..
Ich merke in meinen Vorträgen und auch im Coaching, das man echt rüber kommt, wenn man echt ist. Das heißt, der Zuhörer merkt schnell, ob man sich verstellt und gestellt redet oder man selbst ist. Und wenn ich als Kunde merke, dass sich mein Gegenüber verstellen muss, um mir etwas anzubieten- dann werde ich stutzig.
Wenn ich aber merke, dass er voll hinter dem Produkt steht, dann möchte ich es auch gerne haben.

Aber dies ist leichter gesagt, als getan. Wie die Freundin meinte: es geht um ihre Existenz. Da läuft im Gehirn die ganze Zeit ein ganz anderer Film ab.
Und wenn dann Zwischenfragen kommen, ist man völlig aus dem Konzept.
Oder man hat schon 100 Telefonate hinter sich. Da weis man nicht mehr: “ hab ich dem Kunden das jetzt schon gesagt?“ Wichtige Kerninformationen können so verloren gehen.

Wichtig daher: machen sie sich eine kurze Checkliste mit den wichtigsten Eckpunkten Ihres Unternehmens/ Produktes/ über sich selbst.
Stichwörter ! Keine vollen Texte! Da neigt man irgendwann zum ablesen. Und schlimmer kann es einem angerufenen nicht ergehen, wenn der Anrufer einen vorgegebenen Text runterleiert.

In einem Coaching kann man all dies wunderbar erarbeiten. Man findet selbst heraus, was die Stärken sind. Man kann erarbeiten, warum die Kunden zur Konkurrenz gehen und nicht zu Ihnen. Man kann durch ein Coaching erfahren und später erleben, dass Akquise richtig Spaß machen kann.

Probieren Sie es aus !
Gerne vereinbare ich mit Ihnen einen Termin.

„Zeit ist Geld“ – aber nicht um jeden Preis

In den letzten Wochen hatte ich immer wieder Coachees, die nach einem Setting ganz verwundert waren, das „es schon so spät“ ist.
Wenn ich mit meinem Coachee in der Aufstellungsarbeit bin oder gerade an einem wichtigen Thema arbeite, schaue ich nicht auf die Uhr und sage „oh, die Zeit ist um, merken wir uns das hier alles und machen nächste Woche weiter“. (Überspitzt gesagt)
Ich lasse den Flow laufen. Denn es ist ziemlich unsicher, dass man in der kommenden Stunde genau dort ansetzen kann, wo man sich Emotional gerade jetzt befindet. Oder stellen Sie sich vor, sie sind gerade in einer Aufstellung. Der Weg dorthin beinhaltete sehr viel Gesprächsstoff, es „sprudelt“ gerade zu nur so aus dem Coachee heraus- und der nächste Coachee wartet schon. Rein wirtschaftlich muss man als Freiberufler auf seine Zeit achten. Ok. Zeit ist Geld. Schön und gut. Aber ich achte mehr auf die Bedürfnisse meiner Klienten als auf die Stoppuhr. Natürlich werden im Vorfeld Zeitfenster gesetzt, wie lange ein Setting dauert. Anders geht es nicht. Man benötigt klare Rahmenbedingungen. Es gibt aber auch die Situationen, da hat man in kürzerer Zeit einen tollen Erfolg erreicht. Da kommt ja auch niemand auf die Idee und sagt: “ die 1/4 Stunde bekommen Sie erstattet“.Und das verwunderte meine Coachees, die zum Teil schon Coachingerfahrung hatten. Und sorgt regelmäßig für intensive Diskussionen mit Kollegen. Von „Unprofessionellen Handeln“ bis zu „man „versaue“ die Preise“ gehen die Kritiken
Mein Gegenargument: Ehrlichkeit, vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe und ZEiT sind der Schlüssel zum Erfolg.

Natürlich würde ich mich diesbezüglich sehr über Feedback freuen und dieses Thema weiter diskutieren.

Gleiches Recht für alle…

….in den letzten Monaten hatte ich mehrmals Gespräche mit StudentInnen und Jugendlichen, welche von der Thematik her prima Coachingfragen mitbringen würden. Sie sagten aber: einen Coach kann ich mir nicht leisten.
Ich möchte Menschen, welche über ein knappes Budget verfügen, aber nicht mit ihrer Fragestellung alleine lassen.
Schicken Sie mir einfach eine kurze Mail. Wir finden einen Weg.

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