Null Bock im Job ? Gründe für ein frustriertes Berufsleben

Frustration, Lustlosigkeit und „Null Bock“ bei der Arbeit?

Wertet man im Coaching den Beginn der „Null Bock auf den Job“ Phase aus, so gibt es zwei Lager. Die einen „erwischt“ es ziemlich unerwartet und es war „auf einmal da“. Bei den anderen ist es ein schleichender Prozess, dessen Anfang gar nicht mehr genannt werden kann- teilweise sich über Jahre hinweg zieht.

Zu diesem Thema habe ich wieder ein Interview für Deutsche Welle Russland gegeben, welches heute veröffentlicht wurde (siehe Link)

Link zum Interview für Deutsche Welle Russland (auf russisch veröffentlicht)

„Man wartet bereits Montags auf das Wochenende“

Diese Lustlosigkeit bei der Arbeit. Man wartet Montags bereits darauf, das Wochenende ist. Strichlisten werden geführt, bis endlich wieder Urlaub ist. Im Urlaub kann dann zum Ende hin nicht mehr entspannt werden, da man mit den Gedanken schon wieder im Job ist. Auf der Arbeit selbst läuft dann auch nichts mehr richtig. Projekte scheinen uninteressant und aussichtslos. Die Kollegen nerven. Gemeinsame Pausen oder Aktivitäten lassen zunehmend nach oder werden komplett abgelehnt. Identifikation mit dem Job? Fehlanzeige.

„Steigende Selsbtzweifel bei Unzufriedenheiten im Job“

Einige meiner Coachees fielen dann in Selbstzweifel. Dass einfach alles schlecht läuft. Aber auch, dass man keinen Ausweg findet.

  • Wo soll man denn hin?
  • Welche Firma nimmt mich denn?
  • Was kann ich denn überhaupt?
  • Habe ich überhaupt auf meinen Job weiterhin Lust?

Einige Coachees sagen, sie wollen etwas komplett anderes. Eine komplett andere Stelle. Eine andere Branche.

Aber wie?

Die Frage im Coaching ist dann zunächst: warum? Auch wenn das Wort „Warum“ im Coaching eigentlich vermieden wird, da es in manchen Situationen als Vorwurfsvolle Fragestellung wirken kann, ist es in diesem Fall aber sehr wichtig herauszufinden, was der Auslöser für diese Lustlosigkeit ist. Und wann diese Lustlosigkeit angefangen hat.

„Ein Motivationslebenslauf beleuchtet die Rahmenbedingungen“

Hier wende ich im Coaching gerne ein effektives und Tool an. Das Erstellen eines Motivationslebenslaufes.
Hier wird an Zeitskalen jede einzelne Station im Berufsleben (bei jungen Menschen Schul- und Studienzeit) inkl. Nebenjobs Monatsgenau aufgeführt. Auf der vertikalen Zeitskala notiert man die Jahre, auf der horizontalen Achse von 1-10 (1= gar nicht, 10 sehr) die Motivation.

Nun beginnt man jede einzelne Station aufzuschreiben.

  • Wie motiviert war ich zu Beginn
  • wie ist die Motivationskurve verlaufen? Nach oben? Nach unten? Geradlinig?
  • Wann habe ich gekündigt/ wurde mir gekündigt/ habe ich die Stelle/ Position gewechselt?
  • Wie war dann meine Motivation?

Ist man dann am heutigen Punkt angekommen, schaut man sich ganz konkret die Rahmenbedingungen an. Was war ganz konkret die Rahmenbedingung bei jeder Veränderung der Motivationskurve. Ob Aufwärts- oder Abwärtstrend.

  • Wie waren die Kollegen?
  • Welche konkrete Aufgabe hatte ich?
  • Wie war das Verhältnis zu meinem Chef?
  • Zum Team?
  • Wie ausgelastet war ich?
  • War ich unterfordert, überfordert?
  • Hatte ich Perspektiven auf Entwicklung?
  • Wurden Zusagen gemacht, welche nicht eingehalten wurden?
  • Wie gerne bin ich zum Job gegangen?
  • Was war meine Intention? Meine Vision? Und so weiter.

Hier beschäftigt man sich ganz konkret mit jeder einzelnen Situation und beleuchtet Detailliert das gesamte Umfeld und die Rahmenbedingungen. Manchmal ergeben sich über die Jahre hinweg auf dem Diagramm Muster. Zu Beginn motiviert, es gibt Perspektiven, Aufstiegschancen, finanzielle und personelle Entwicklung. Ist ein Wunschziel erreicht, lässt die Motivation nach. Zum Beispiel weil das Team weg fällt und man nun der Team Leader ist. Der Vorgesetzte.

Obere Skala Kompetenzgefühl, untere Skala Zufriedenheit/ Motivation

„Ich möchte gar keine Führungskraft sein!“

Es gibt Coachees die haben bei diesem Tool für sich herausgearbeitet, dass sie immer dem Ziel gefolgt sind, eine Führungskraft zu sein. Wenn sie es waren, hatten sie auf den Job keine Lust mehr. Wurden frustriert. Es wurde auf dem Diagramm der Rahmenbedingungen transparent, dass sie stets auf Hochtouren gelaufen sind, wenn sie in einem Team gearbeitet haben. Wenn immer jemand als Chef da war, der die Aufgaben abgesichert und bestätigt hat. Direktes Feedback gegeben hat. Als sie dann das Ziel erreicht haben selbst Führungskraft zu sein, mussten sie die Aufgaben abnehmen. Feedbacks geben. Teamkollegen haben sich distanziert. „von oben“ kam ganz anderer Druck aber kein Feedback. Sie haben dann erkannt, dass sie keine Führungskraft sind und eigentlich auch nicht sein wollen.

“ Nicht eingehaltene Zusagen können ein Grund von wachsender Frustration sein“

Bei anderen stellt sich heraus, dass Zusagen der Geschäftsleitung nicht eingehalten wurden. Dass sie in Wartepositionen sind. Mehr wollen. Keine Perspektive für einen beruflichen Aufstieg mehr sehen. Nicht ausgelastet sind. Oder das die Kollegen nicht miteinander auskommen. Man die Aufgaben einfach annimmt und abarbeitet ohne einen Einfluss darauf zu haben.
Hier muss dann im Weiteren Coachingverlauf geguckt werden, wie man mit dieser Situation umgeht.

Reißleine ziehen und kündigen?

Aber nicht bevor man sich über das Warum und die Konsequenzen klar ist und auch wo es weiter gehen soll und welche Wiederholungsfehler vermieden werden sollten.

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„Bin ich bei Ihnen richtig?“

Welche Fragestellungen gibt es im Coaching ? was beschäftigt andere Klienten? Ich möchte hier im Blog Einblicke geben, mit welchen Fragestellungen Klienten zu mir kommen um Ihnen evtl. die Entscheidung zu erleichtern, zu einem Coach zu gehen. Oftmals höre ich im Vorgespräch  „ich weis aber nicht, ob dies die richtige Fragestellung für ein Coaching ist“ oder „ach, das Problem könnten Sie auch mit mir lösen?“ Es werden hier keine Details zum Coachingsetting gegeben oder Hinweise, die auf einen Klienten schließen lassen.

  • “ Soll ich den Arbeitsvertrag unterschreiben oder lieber weiter studieren ?
  • “ ich habe endlich den Festvertrag angeboten bekommen- jetzt will ich ihn nicht mehr?! Wiso ?“
  • “ ich soll befördert werden – aber in einer anderen Stadt. Ich liebe aber Berlin ! Was ist die richtige Entscheidung ?“
  •  „ich schreibe an meiner Diplomarbeit und stecke fest. Ich komme einfach nicht weiter“
  • “ ich habe div. Ausbildungen und finde keinen passenden Job- Was ist für mich der passende Job?“
  • „Meine Eltern wollen, dass ich den Arbeitsvertrag unterschreibe. Ich traue mich aber nicht, weil ich nicht weis, ob es der richtige Job für mich ist“
  • „Ich habe ein Jobangebot das genau meinem Profil entspricht- aber schlecht bezahlt ist und ein Angebot für einen Job, den ich nicht mag aber eine Top Bezahlung. Wo soll ich unterzeichnen ?“
  • „ich habe ein Kind, einen Haushalt und mein Studium. Das überfordert mich gerade alles. Wie kann ich mich strukturieren ?“
  • „ich breche gerade mein Studium ab. ich weis genau, was ich jetzt alles nicht machen will. Aber was will ich ?“

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Ja, ich will – oder lieber doch nicht ? Entscheidung !

Ja, ich will! Oder lieber doch nicht?

Die Überschrift ist kein verwirrtes Ja-Wort zur Hochzeit Es ist das Entscheidungsgewirr welches man bei unzähligen Fragen vor der Beantwortung mit sich und seiner Umwelt ausdiskutiert. Oft kommt man relativ schnell zu einem Entschluss.

Pizza oder Pasta? Hamburg oder Berlin?

Ja, ich möchte lieber eine Pizza statt Pasta..

Ja, ich möchte lieber die schwarze Lederjacke statt der braunen kaufen.

Ja, ich möchte heute Abend lieber ins Kino statt ins Theater.

Diese Entscheidungen haben meist einen kurzen Prozess hinter sich. Man entscheidet je nach Appetit oder nach Lust und Laune.

Aber wie sieht es bei der Karriereplanung aus? 

Ja, ich arbeite lieber in Hamburg als in Berlin.

Ja, ich kündige meine feste Anstellung und beginne etwas völlig anderes.

Ja, ich möchte mich beruflich verändern.

Nein, ich möchte nicht Führungsperson werden.

„Stellenwechsel je nach Tageslaune?“

Dies sind schon ganz andere Kaliber von Fragen. Die beantwortet man nicht „mal eben“ nach Tageslaune. Man kündigt nicht mal eben aus dem Bauch heraus. Hier stecken elementare Entscheidungen und langfristige Lebensplanungsänderungen dahinter. Hier ist man ordentlich am ausdiskutieren. Am hadern mit sich selbst.

Und oft kommt man zu dem Entschluss: Ja- ABER!

Man beantwortet sich Fragen selbst, weil es ja logisch zu sein scheint.

Ist es das aber wirklich?

„Ich habe zwar ein abgeschlossenes Studium im Marketing, aber das interessante Start-Up Unternehmen nimmt mich eh nicht, die suchen jemand erfahrenen. Also schicke ich die Bewerbung hier nicht ab.“

Woher wollen Sie das wissen? Vielleicht sucht das Start- Up Unternehmen genau IHR Profil?

Und da kommt schon der nächste Knackpunkt WAS ist IHR Profil?

Was kann ich? Wer bin ich? 

Otto Scharmer vom Massachusetts Institute of Technology (MIT),  Begründer der „Theorie- U“  http://www.ottoscharmer.com/projects bringt es mit dem Satz „Who am I and what is my work“ auf den Punkt. Wer bin ich und was ist meine Aufgabe?

Wenn man sich dieser Antwort bewusst ist, kann man auch eine Entscheidung von großer Tragweite, wie zum Beispiel einer Kündigung, sicherer entgegen gehen.

Grob gesehen funktioniert die Theorie- U wie folgt:

  1. Beobachten der „Jetzt“-Situation
  1. Alles Beobachtete und Gesammelte in der  Gesamtheit betrachten
  1. Loslassen von gewohnten Verhaltensmustern & Zulassen von neuen Ideen
  1. Entstehen lassen
  1. Gestalt des Neuen entstehen lassen
  1. Versuchen was geht
  1. Das Neue (er)leben

Hierbei ist es wichtig erst einmal konkret zu schauen, wie die aktuelle Situation aussieht. Sich bewusst werden, was tatsächlich hinter der Unzufriedenheit im aktuellen Job liegt. Herausarbeiten, warum der Gedanke zu einem Wechsel in eine andere Stadt einen lähmt. Und jede Veränderung heißt, dass man auch gewohnte Verhaltensweisen ablegt. Oder es zulässt auch neue und teilweise komplett andere Lösungsansätze zuzulassen. Erst dann kann man auch Möglichkeiten in Betracht ziehen, die zunächst als unmöglich oder nicht machbar erscheinen. Man kann die neu entstandenen Möglichkeiten wie ein Puzzle zusammen führen und eine neue Möglichkeit entstehen lassen. Wenn man dann weiß, wohin die Reise gehen soll, kann man versuchen diesen Weg zu beschreiten. Bewerbungen schreiben. Praktika absolvieren. Einen neuen Job beginnen. Und wenn alles gut verläuft, diesen Weg dann langfristig zufrieden leben.

Natürlich ist dies eine Idealvorstellung einer Problemlösung. Es gibt aber zahlreiche Entscheidungsmöglichkeiten auf die man nicht kommt, wenn man  mit dem Problem nicht ehrlich mit sich selbst und seiner Umwelt auseinandersetzt. Wenn man eine Entscheidung zurück hält, um jemand anderen eventuell nicht zu verletzen. Aber: sind Sie sicher, dass „der andere“ die Entscheidung nicht mitgeht?

Wenn ja: welche Alternative gibt es tatsächlich?

Was steckt dahinter, wenn man den ersten Schritt nicht macht?

Oberflächlich gibt es viele Gründe. Nehmen wir als Beispiel den Jobwechsel in eine andere Stadt.

Man nimmt die Stelle nicht an, da man sich eine neue Wohnung suchen müsste. Man seine alte Heimat aufgeben müsste. Man neue Freunde suchen müsste. Alles plausible Argumente.

Sind es aber genau diese Ausschlusskriterien? Ist es nicht eher die Unsicherheit ob man den Anforderungen gewachsen ist? Ob der Wechsel in ein befristetes Arbeitsverhältnis sehr viel Leistungsdruck ausübt? Ob die neue Firma vielleicht gar nicht die eigenen Werte vertritt?

Vielleicht sind bei Ihnen die Argumente auch genau andersherum.

Aber ohne sich Gewissheit zu verschaffen, worin das zögernde Verhalten liegt, wird es schwer langfristig eine zufriedenstellende Antwort zu finden und seinen Weg selbstständig und zuversichtlich zu gehen

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Studienabbruch? Mein Gastartikel auf Karrierebibel.de

Mein aktueller Gastbeitrag ist auf Karrierebibel.de erschienen.

Das Thema hier: Studienabbruch als Ausweg? Pro- und Kontra

Es ist geschafft! Nur noch ein Semester, dann ist das Studium abgeschlossen. Die lang ersehnte Zeit ist in greifbarer Nähe. Eigentlich sollten sich Studenten jetzt freuen, oder? Aber statt Vorfreude auf die neue Herausforderung im Berufsleben kommt Panik auf. Zweifel machen sich breit. Die Unsicherheit steigt von Tag zu Tag – und die Frage wird laut: „Sollte ich das Studium abbrechen?“

Studienabbruch

Berechtigte Unsicherheit oder Torschlusspanik?

Für die Unsicherheit kann es vielfältige Begründungen geben. Diese reichen von “Eigentlich wollte ich diesen Bereich nie, sondern meine Eltern/ Familie hat mich dafür überredet/überzeugt” über “Ich wusste nicht, was ich sonst studieren sollte” bis hin zu “Das war der einzige Studienplatz, der mit meinem NC möglich war.”

Klar, wenn Studenten das Studium nur für andere absolvieren, fehlen Begeisterung und Durchhaltevermögen. Das Problem hierbei ist, dass das nicht von Anfang an erkennbar ist. Viele beginnen sehr motiviert, doch dann kommt es zu Schwierigkeiten. Das Studium wird immer mehr zur Belastung.

Mancher fragt sich dann, woher das kommt und wie es soweit kommen konnte. Man vergleicht sich mit anderen oder wartet auf die Anerkennung der Familie – die oft ausbleibt. Vor dem Studium eiferte man vielleicht einem Idol nach, im Studium stellte man dann fest: Das Aufgabengebiet passt doch nicht zu mir. Diese fremdmotivierte und -bestimmte Vorgehensweise ist ein Grund, warum es zu Schwierigkeiten im Studienalltag kommt. Häufig werden falsche Vorbilder und Ziele gewählt, die zwar gut aussehen, jedoch nicht zu einem selbst passen.

Erfolg im Studium: Werte als Basis

Viele Studenten haben sich vermutlich noch nie Gedanken darüber gemacht, was ihre Werte sind und wie sie diese Werte auch im Studium und späteren Berufsleben vertreten können. Menschen, die sich in ihrer Freizeit für den Umweltschutz engagieren, werden bei einem weltweit agierenden Ölkonzern ihre Werte beispielsweise nicht leben können. Neben diesen offensichtlichen gibt es auch unscheinbarere Wertekonflikte.

Im Lehramtsstudium bemerkt mancher, dass das Bildungssystem nicht den eigenen Werten von nachhaltiger und effektiver Bildung entspricht. Doch die Möglichkeit, eigene Wege außerhalb des Rahmenlehrplanes zu gehen ist praktisch nicht gegeben. In umwelttechnischen Berufen stellt sich manchmal erst in der Praxis heraus, dass der Geldgeber – nicht der Idealismus – die Richtung bestimmt.

Dies sind alles Punkte, die zu Beginn eines Studiums oftmals noch nicht bewusst sind, vielleicht auch das gesamte Studium über nicht bewusst werden. Doch unbewusst ist der Konflikt oft vorhanden – und kann zur eingangs erwähnten Torschlusspanik führen.

Studienabbruch als Ausweg?

Ja, wenn Sie folgenden Aussagen klar zustimmen können:

  • Ich habe das Studium nur begonnen, weil es nichts anderes gab. Das Thema hat mich eigentlich nie interessiert.
  • Ich habe das Studium nur auf Druck und Anraten meiner Familie begonnen.
  • Ich kann die Aufgaben im Beruf vermutlich nicht erfüllen, da sie absolut nicht mit meinen Werten vereinbar sind.
  • Ich bin nicht mehr ich. Ich kann nicht mehr schlafen. Ich habe keinen Spaß mehr im Leben. Es dreht sich alles nur um das Studium, das mich nicht interessiert.
  • Ich weiß ganz klar was und wohin ich will. Leider hat das nichts mit meinem Studium zu tun.

Bevor Sie jetzt aber alles hinschmeißen- lesen Sie bitte weiter. Denn ein Studienabbruch ist kann auch der falsche Weg sein. Dazu bedenken Sie bitte folgende Punkte:

  • Sie sollten nicht alles aufgeben, wenn sie noch gar keinen Plan haben, wo es überhaupt hingehen soll. Informieren sie sich zunächst, ob wirklich alles umsonst gewesen ist oder ob es nicht anrechenbare Kurse oder Alternativen gibt.
  • Können Sie ganz sicher sagen, dass sie das Studium wirklich nicht interessiert? Oder haben sie beispielsweise gerade Stress mit der Familie, weil sie keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten oder es andere Konflikte gibt? Nicht selten kommt es vor, dass man argumentiert “Ich will dieses Studium gar nicht” und sich dahinter ganz andere Beweggründe verbergen.
  • Sind sie sich wirklich ganz sicher, dass es nach ihrem Studium nur diese eine berufliche Richtung in gibt? Und sind
  • Sie sicher, dass diese absolut nicht mit ihren Werten vereinbar ist? Was sind überhaupt Ihre Werte? Oder sind die klassischen Jobs nur abschreckende Beispiele? Eine intensive Recherche kann Alternativen in anderen Branchen und Bereichen auftun, die zuvor überhaupt nicht bekannt waren.
  • Anzeichen von Burnout gibt es auch unter Studierenden. Unterschätzen Sie diese Symptome nicht und suchen Sie umgehend Unterstützung. Entscheiden Sie mit professioneller Hilfe, ob ein Abbruch für Sie der richtige Weg ist, oder ein Urlaubssemester unter Umständen helfen kann.

Studienabbruch

….lesen Sie hier den ganzen Artikel

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„Who is my Self an what is my Work“ Otto Scharmer

who is my Self and what is my Work? (Otto Scharmer)

frei übersetzt heißt dies so viel wie “Wer bin ich, was ist meine Aufgabe?”

Diese Frage stellt man sich in unserer Gesellschaft immer wieder.

Wo stehe ich in meinem Umfeld ?
was wollen die Menschen von mir sehen ?
was kann ich eigentlich leisten ?
wie kann ich Privatleben und Beruf vereinbaren ?
welche Entscheidung ist für mich die richtige ?
wie verhalte ich mich nach der Beförderung meinen ehemaligen Kollegen gegenüber?
warum reagieren “die anderen” anders als sonst auf mich?
warum gehen Kunden zu der Konkurenz, obwohl ich mindestens das gleiche biete?
Ein in uns ständig ablaufender Fragenkatalog. Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem man externe Unterstützung benötig. Ein COACH begleitet sie mit hilfreichen Tools durch Ihre Fragestellungen. Ein COACH berät sie nicht. Er gibt keine fertigen Antworten. Sie sind der Profi in ihrer Umwelt/ in ihrem System. Der COACH bleibt neutraler beobachter und lenkt mit gezielten Fragen. “Die Antwort steckt im System” heißt es. Nur Sie können sich selbst die Antwort geben. Der COACH zeigt die Wege und begleitet Sie.

Im Coaching kratzt man nicht nur an der Oberfläche. Man sucht gemeinsam nach einer Lösung. Manchmal steht eine ganz andere Fragestellung hinter einem vermeindlichen Problem.

Und wie kann man etwas besser annehmen, als das selbst erarbeitete? Als eine selbst gefundene Antwort?

Im COACHING schaut man nach vorne. Die Vergangenheit spielt keine primäre Rolle.

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.

(Albert Einstein)

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Interview über meine Arbeit als Job Coach und meine Buchveröffentlichung

Svenja Hofert hat mit mir vergangene Woche ein Interview über mein kürzlich erschienenes Buch “Business Coaching bei Menschen mit psychischer und/oder geistiger Behinderung” geführt.

Das Ergebnis ist unter folgendem Link zu sehen.

Vielen Dank nochmals an Frau Hofert und den Karriereexperten für das Interesse an diesem Thema !

Interview

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Coaching ohne Handicap: Interview mit Jens Jannasch

jensjannaschJens Jannasch ist zertifizierter systemischer Coach der Freien Universität Berlin. Ich habe ihn für ein Interview in meinen Blog ausgewählt, weil er etwas Ungewöhnliches tut: Seit fünf Jahren arbeitet er hauptberuflich als Jobcoach in einer der größten Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Über dieses spannende Thema hat er auch ein Buch geschrieben.

Während des Studiums habe ich als Nebenjob u.a. Menschen mit Down-Syndrom betreut. Kann man Menschen mit Behinderung coachen? Auch aus meiner Erfahrung in dieser Arbeit stelle ich mir das schwierig vor…

Doch das geht. Selbstverständlich auch abhängig von der Schwere der Behinderung. Natürlich braucht man etwas andere Herangehensweisen und mehr Zeit, um Übungen zu erklären. Aber die Wirkung ist erstaunlich – und nicht anders wie bei jedem anderen auch. Coaching öffnet neue Perspektiven und kann einen Motivationsschub auslösen.

Mit welchen Tools arbeitest du dabei?

….

das komplette Interview finden sie
hier

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Studium – ja oder nein oder wie oder was ?

In den letzten Monaten hatte ich vermehrt junge Menschen gecoacht.
Es waren StudentInnen am Anfang ihres Studiums und kurz vor dem Abschluss, bzw. kurz danach.
Während die erste Gruppe mit sich im Zwiespalt war, ob das angefangene Studium überhaupt das richtige für sie ist, überlegte die andere Gruppe, was sie überhaupt mit ihrem Studium anfangen soll, bzw. in welchen Bereich, welche Stadt, welches Land sie hierfür gehen möchten.
Besonders bei den StudienanfängernInnen war immer wieder Thema, dass sie von außen, das heißt von Familienangehörigen und Freunden, beeinflusst werden. Es kommen Ratschläge, was für einen das beste und sicherste ist. Ähnliches wiederholt sich dann nach Abschluss des Studiums. Manch gut gemeinte Ratschläge können in schwierigen Entscheidungssituationen falsch verstanden werden. Es können Abwehrhaltungen und die Entscheidung noch schwieriger gestalten.

Ein Coaching kann hier helfen, für sich die passende Antwort/Lösung zu finden.
Und wenn man dann als Coach solch ein Feedback erhält, bestätigt sich der Satz „Die Antwort steckt im System

Susanne B. on 21. September 2012 10:56
„Gezielt Fragen zu stellen, anstatt zu beraten oder gar Antworten zu geben – das hat mir besonders im Coaching mit Jens Jannasch gefallen.
In einer angenehm gestalteten Atmosphäre wurde zu Beginn das Coachingziel konkretisiert; verschiedene, zum richtigen Zeitpunkt eingesetzte und auf mich abgestimmte Coachingtools haben zum Gelingen des selbst formulierten Ziels beigetragen.
Die gesammelten Erfahrungen kann ich nun auch erfolgreich im Alltag umsetzen. Bei neuen Problemen würde ich mich jederzeit wieder von ihm coachen lassen.“

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Eine eigene Erfahrung ist mehr Wert, als Tausend fremde Erfahrungen…

Dieses Zitat kann ich als Coach nur Bestätigen.
Immer wieder habe ich Coachees, die genau wissen, was das gesamte Umfeld von Ihnen erwartet. Alle wissen ganz genau, was für ihn die richtige Entscheidung ist. Was er machen soll. Wo seine Stärken und Schwächen sind. Familie, Freunde, Lehrer, Arbeitsvermittler….
Diese Menschen werden von ihrer Umwelt mit gut gemeinten Tips, Ratschlägen und Empfehlungen manchmal regelrecht „zugeschüttet“
Sie können genau benennen, was jeder einzelne von ihm erwartet.
Was sie nicht mehr können? Sie wissen nicht mehr, was Sie SELBST wollen.

Und hier kann ein Coaching ansetzen.

Durch das Vertrauensverhältnis Coachee/ Coach. Im Setting geht es ausschließlich um den Coachee. Es wird gemeinsam erarbeitet, was verloren gegangen ist. Der eigene Wunsch. Hier hilft die Aufstellungsarbeit und diverse Tools den Coachee (wieder) erfahren zu lassen, was sein eigener Wunsch ist.
Um ihn dann zu unterstützen, seinen eigenen Weg zu gehen.
Und dann erfolgreich zu sein.
Denn erst auf dem für sich selbst gefundenen Weg zeigt man die optimale Motivation.
Wenn man etwas anderen zuliebe macht und es selbst gar nicht so gerne möchte- wo soll man da auf Dauer seine Motivation her bekommen?
Im schlimmsten Fall scheitert man. Bekommt schlechte Feedbacks. Man macht seine Arbeit nicht gut etc.
Und warum?
Weil man es selbst vielleicht gar nicht machen wollte.

Erfrischend ist es dann seinen eigenen Weg zu gehen- und Erfolge und Lob zu ernten.
Ob im Job oder im Privatleben.
Ein Versuch ist es wert……oder?

Eine eigene Erfahrung zu sammeln ist eben doch oftmals viel mehr wert als die geballte Sammlung fremder Erfahrungen.