Zwiegespräch mit dem „Ich“

Manchmal ist es hilfreich, einmal mit sich selbst ins Gespräch zu kommen. Perspektivenwechsel. Hierbei kommen oftmals interessante Aspekte zur Sprache. Oft schaut man nur zu den anderen. „Warum klappt es dort (…)?“, „Warum gehen die Kunden zu dem (…)?“ …
Stellen Sie sich die Frage doch einmal selbst! Als Ihr Coach unterstütze ich sie von außen auf Ihr System zu gucken. Eventuell geben Sie sich selbst des Rätsels Lösung.

 

20130624-135154.jpg

[dsgvo_facebook_like]

Als Kritik gedacht- als Lob verstanden

Ich hatte vor längerem eine Coachee, die sagte zum Schluss unserer Zusammenarbeit, dass sie nicht weis, ob ich ihr als Coach weiter geholfen habe, da sie alles selbst erarbeiten musste und ich nur Fragen stellte. Diese zwar durch Aufstellung ihrer eigenen Antworten mit ihr bearbeitete, jedoch keine Lösungen präsentierte. Nur gelegentlich ein paar Hypothesen.
Sie sah deshalb das Coaching als nicht Erfolgreich.
Ich bedankte mich jedoch für dieses tolle Feedback, worauf sie mich verwundert ansah.

Auf die Frage hin, ob sie die zu Beginn des Coachings beschriebene Fragestellung beantwortet sieht, bejahte sie dies eindeutig. Sie fragte jedoch, was mein Anteil daran war. Sie ist mit der Erwartung gekommen, dass sie einen fertigen Business Plan erhält.
Ich erklärte ihr nochmals, worin der Unterschied zwischen einem Berater und einem systemischen Coach liegt. Und dass ich mich freue, wenn ihre Rückmeldung ist, dass sie alles alleine machen musste. Dass sie alle offenen Fragen selbst beantwortet hat, ohne von mir etwas fertig präsentiert bekommen zu haben. Dass es wichtig war, dass einige ihre Fragestellung betreffenden Punkte nur von ihr selbst gelöst wurden.
Sie lächelte und sagte, dass sie das aus dieser Perspektive noch gar nicht gesehen hat.
Heute bekam ich eine Terminanfrage. Eine Empfehlung dieser Coachee.

Und so kann es kommen, dass ein als Kritik gedachte Punkt in der systemischen Arbeit durchaus ein großes Lob sein kann.