Herausforderungen im Home Office – mein Interview für Deutsche Welle DW Russland

DW: „Spätestens mit dem neuen Shutdown sitzen viele Angestellte wieder im Homeoffice, die Politik diskutiert sogar einen Anspruch auf Heimarbeit. Gleichzeitig sagen viele, die von zu Hause aus arbeiten, dass das Homeoffice Motivationskiller sein kann. Wie kann man effektiv im Homeoffice arbeiten? Können Sie irgendwelche Tipps geben?“

Gerne beantworte ich Ihnen hier ein paar Fragen zum Thema Home Office, was ja tatsächlich aktuell heiß diskutiert wird. Was nun der richtige Weg ist und was nicht kann denke ich niemand endgültog beantworten, da es jeder für sich „herausfinden“ muss ob HomeOffice zu ihm passt oder nicht. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich sagen, dass ich den Gedanken vom Home Office immer sehr charmant fand.

Das entspannte Bild im Homeoffice auf der Couch hat nichts mit der Realität zu tun“

Man sieht in den Medien hierzu schicke Wohnzimmer, man setzt sich mit Kuscheldecke und einen heißen dampfenden Kaffe auf sein Sofa und nimmt entspannt den Laptop auf den Schoß. Spätestens am ersten Tag HomeOffice merkt man aber: das hat alles nichts mit der Realität zu tun.

Als erstes fällt vielen auf: das Gefühl zu Hause zu bleiben während der Arbeitszeit setzt einige psychisch unter Druck. Nicht wie gewohnt den morgentlichen Rhytmus nachzugehen. Hier merken schon die ersten, dass es sich „komisch“ anfühlt nicht am gewohnten Arbeitsplatz zu sein, auch wenn man ihn an sich gar nicht so prickelnd findet. Dann geht es weiter mit der Ausstattung. In vielen Unternehmen ist die digitale Infrastruktur noch gar nicht vollumfänglich abrufbar. Sei es ein VPN Zugang um auf die digitalen Akten zuzugreifen oder fehlende Datenschutzberechtigungen diese auf externen PCs abzurufen. Ebenso fällt dann eventuell auf, dass die Datengeschwindigkeit zu Hause viel schlechter ist als im Büro. Zumal in Ballungsgebieten zahlreiche Menschen zur gleichen Zeit zu Hause arbeiten und man, wenn man nicht gerade ein teures Glasfaserdatenkabel hat, spürbar langsamer im Netz unterwegs ist.

Schnell merkt man auch, dass die Idylle gemütlich mit dem Laptop auf dem Schoß zu arbeiten eine Katastrophe ist. Sowohl ergonomisch bedenklich, als auch praktisch kompliziert. Schließlich ändert sich ja nichts am Aufgabenumfang den man zu Hause erledigen muss. Denn HomeOffice heißt nicht Frühjahrsputz, sondern es ist auch rein arbeitsrechtlich eine Verpflichtung hier dem Arbeitgeber im gewohnten Umfang die Arbeitsleistung zu liefern. Nur eben von einem anderen Ort aus.

DW: „Ist das Homeoffice generell empfehlenswert oder nicht?“

Ich kenne viele die, nach dem sie schnell die Illusion des „gechillten“ Sofaarbeitens ad acta gelegt haben merken, dass sie sich zunehmend zu Hause unwohl fühlen. My home is my castle. „Früher“ hat man Feierabend gemacht, den Kopf probiert abzuschalten und die Arbeit aus den eigenen 4 Wänden versucht weitestgehend raus zu lassen. Nun ist die geballte Ladung Arbeitsleben in mitten der privatesten Intimsphären. Zu Hause. Nicht jeder hat die Möglichkeit sich seinen Arbeitsplatz an einem großen Esstisch aufzubauen. Sich Büromäßig einzurichten und zu organisieren. Dazu fehlt oftmals einfach der Platz. Und so wird aus der Idylle Homeoffice ein Chaos. Akten, Papiere, PC, Unterlagen liegen neben Zeitungsabos, Werbung, Rechnungen, Frühstücksteller. Privat und beruflich vermischt sich immer mehr und es fällt oft schwer hier zu trennen.


Zu dem gibt es beim Home Office auch zwei Lager. Die einen können zu Hause sich nicht konzentrieren und machen alles außer sich auf die Arbeit zu fokusieren. Das aber nicht aus Gleichgültigkeit sondern weil sie es nicht schaffen sich zu Hause am Esstisch auf die Abeit zu konzentrieren. Es fällt auf, dass zunächst der Geschirrspüler ausgeräumt weden muss, der Tisch abgewischt werden müsste, der Boden könnte auch mal durchgefegt werden. Jetzt fehlt auch noch die Milch für den Kaffee, also nochmal schnell zum Einkaufsladen. Und schon sind mehrere Stunden um ohne effektiv gearbeitet zu haben- was dann in Stress und einem ordentlich schlechten Gewissen ausarten kann.

DW: „Welche positive und negative Erfahrungen haben Sie persönlich im Homeoffice gemacht?“

Ich gehöre zu dem andere Lager. Es loggt sich früh morgens am PC ein und ackert ohne Pause durch. Kaffee trinken? Oh nein! Ich bin doch zu Hause und nicht im Büro, da kann ich jetzt keinen kaffee trinken. Frühstückspause: Fehlanzeige. Schnell ein Knäcke am PC essen. Der Frühstückstisch ist ja eh mit den Arbeitsmaterialien belegt. Das Gefühl immer zu jeder Minute erreichbar und präsent zu sein um den Chef zu zeigen: ich arbeite tatsächlich zu Hause und liege nicht auf der Couch.
Natürlich gibt es noch ganz viele Menschen die eine Mischung aus allem sind 🙂

„Home Office meets Home Schooling – Großraumatmosphäre am Wohnzimmertisch“


Richtig kompliziert wird es dann noch, wenn ein Kind im HomeSchooling ist. Ein Kraftakt wenn es mehrere Kinder sind. Da macht der Internetanschluss schnell schlapp. Vorausgesetzt es gibt (was eigentlich utopisch ist) für jeden der zu Hause ist einen eigenen PC. Wo soll das alles stehen? Der Jüngste hat eine Deutsch Videokonferenz zur gleichen Zeit wie die Große eine Englischkonferenz Online hat. Man selbst bekommt einen Anruf von einem Kunden. Großraumbüroatmosphäre am Wohnzimmertisch. 

Man schreibt gerade ein Angebot. Die Kinder müssen aber ihre Arbeisblätter ausgedruckt bekommen. Und die bearbeiteten wieder hoch laden. Und alle Eltern wissen: auch das noch so brave Kind hält es keine 8 Arbeitsstunden aus Rücksicht auf das HomeOffice zu nehmen.
Ich habe mich mit vielen unterhalten, die das HomeOffice als ein absoluten Wunscharbetsplatz beschrieben haben. Aber seit den LockDowns und der praktischen Erfahrung damit ihre Meinung grundlegend geändert haben. Sei es auf Grund der oben genannten Prolematiken oder weil sie einfach gemerkt haben, dass der direkte Austausch mit einem Team und mal eben ein Feedback im Nachbarbüro zu bekommen unersetzlich sind.

Coachees von mir, welche sich mit dem Home Office optimal arrangiert haben berichten aber auch teilweise, dass sie sich sozial fast gänzlich isoliert haben, wobei sie auch hier aufpassen müssen nicht in eine völlige Isolation zu geraten aus der sie nicht mehr ohne Unterstützung heraus finden.
Ein idealer Arbeitsplatz wäre, so berichten die meisten, wenn man sowohl einen Platz in der Firma hat, unter anderem auch für den sozialen Austausch und Meetings, aber auch die Möglichkeit hat bei Bedarf von zu Hause zu arbeiten.

Was eine weitere positive Erkenntnis der LockDowns ist: Es ist viel effektiver Meetings in anderen Städten oder mit langer Anfahrtszeit als Zoom/Skype/ Teamsmeeting zu machen als den ganzen Tag für wenige Stunden Besprechung umher zu reisen. Natürlich gibt es Meetings/ Geschäftsgespräche welche ein persönliches treffen nicht ersetzen können. Aber ein Großteil der Geschäftsreisen wurde für die Zukunft hinterfragt.

DW: „Wie motivieren Sie sich in Ihrer Arbeit, wenn Sie im Homeoffice sitzen?“


Ich persönlich war (und bin) eher der Typ, der keine Pausen gemacht hat und stark durstend neben der Wasserflasche saß und ein schlechtes Gewissen hatte mal kurz den Küchentisch zu verlassen. Aber auch ich habe mich arrangiert und durch Gespräch dazu gelernt. Ich habe in meinem Outlook Frühstück- und Mittagspausen und Feierabend als Terminserie eingepflegt und probiere diese auch einzuhalten. Da meine Tochter im HomeSchooling ist arbeiten wir viel gemeinsam an einem Tisch. Nur zu Meetings und Telefonaten gehen wir in ein anderes Zimmer und schließen die Tür hinter und uns probieren in dieser Zeit Rücksicht zu nehmen. Was meistens funktioniert 😉 Und wir wissen es seit dem Lock Down viel mehr zu schätzen in einer Wohnung mitten in Berlin zu leben, in welcher wir die Möglichkeit haben uns zurück zu ziehen.

Das Interview führte Natalija Korolewa

Anbei der Link zu der Veröffentlichung auf Deutsche Welle Russland.

https://www.dw.com/ru/kak-ne-vygoret-na-udalenke-sovety-nemeckogo-biznes-trenera/a-56221237

Wie kommen Sie durch diese Zeit und welche Erfahrung haben Sie mit Home Office gemacht?

Gerne können Sie Ihre Erfahrungen in die Kommentarleiste schreiben und damit eventuell anderen Tips, Anregungen geben oder einfach zeigen: hey: mir geht es geau so (gut/schlecht) wie den anderen!

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Gesundheit und kommen Sie gut durch die Zeit!

Videokonferenzen im Home Office- auf was sollte man achten? Mein Interview für DW Russland.

Das Corona Virus geht an keinem Spurlos vorbei. Die einen werden in Kurzarbeit geschickt, andere müssen in dieser Zeit mehr arbeiten den jeh, wieder andere müssen/ können von zu Hause aus arbeiten. Auch hier gibt es die Mitarbeitenden, welche von Ihrer Firma ins Home Office geschickt werden und die Mitarbeitenden, welche zur Vereinbarkeit von Beruf und Famile oder aus Sorge vor Ansteckungen auf eigenen Wunsch zu Hause arbeiten wollen und die Firma dies ermöglicht.

Deutsche Welle Russland interviewte mich hier zu dem Thema, auf was man achten sollte, wenn man „Neuling“ im Thema Home Office ist und die ersten Videokonferenzen stattfinden.

Wie man bei einer Videokonferenz gut rüberkommt:

In der aktuellen Situation sind Menschen Weltweit auf einmal im HomeOffice, welche zuvor hiermit noch gar keine Berührungspunkte hatten. Meetings, Konferenzen, Vorstellungsgespräche. Teamsitzungen, Kundengespräche. Alles läuft meist nur noch via Telefon oder Videoschaltungen

Vor ein paar Monaten noch hat man probiert die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen. Auf das Work Live Balance zu achten.

Und nun ist von heute auf morgen die Arbeit in der privaten Wohnung.

Für einige Menschen führt dies zu Unbehagen. Die wenigsten haben ein eigenes Büro. Die Arbeit wird im Wohnzimmer oder der Küche erledigt. Eine Videokonferenz mit der Geschäftsleitung. Der Boss sitzt auf einmal quasi direkt mit am privaten Esstisch. Die Kollegen blicken ins Wohnzimmer.

Wie bereitet man sich am besten auf solche Situationen vor? Wie geht man damit um?

Hier ein paar Tipps.

Kamera positionieren:

Achten Sie darauf dass sie nicht mit dem Rücken zu einem Fenster sitzen. Sie erscheinen sonst beim Gegenüber nur als dunkler Schatten. Für Konferenzen bietet es sich an diese im sitzen zu absolvieren. Die Kamera sollte den Ausschnitt zeigen, den ihr Gegenüber auch in einer Konferenz sieht. Also ungefähr bis zur Tischkante.

Achten Sie darauf dass sie nicht frontal mit dem Gesicht zur Kamera sitzen und das gesamte Bild mit Ihrem Gesicht füllen. Das wirkt bei Ihrem Gegenüber eher befremdlich.

Stellen sie das Gerät nicht zu dicht an sich ran, so dass sie beim Reden, gestikulieren o.ä. nicht an das Mikrofon kommen. Das knallt beim Gegenüber ohrenbetäubend.

Stellen Sie die Kamera nicht zu weit von sich weg, da das Mikrofon des Tablets oder Laptops hier auch an seine Kapazitätsgrenze kommt. Außerdem besteht die Gefahr dass zu viele Fremdgeräusche mit aufgenommen werden.

Ganz wichtig! Bleiben sie mit der Kamera sitzen und laufen Sie nicht im Raum herum! Erst recht nicht mit der Kamera in der Hand! Dies hätte unangenehme Störgeräusche und wirkt hektisch auf den anderen.

Legen Sie sich alles bereit was sie benötigen um unnötige Störgeräusche durch laufen oder blättern zu vermeiden. Die Mikrofone sind gnadenlos und pegeln automatisch leise Geräusche wie Papierblättern hoch.

Stellen Sie sich ein Glas Wasser/ Tee bereit und vermeiden Sie das Einschänken der Tasse/ des Glases. Dies kann auch unangenehme Geräusche verursachen.

Umgebung:

Home Office heist nicht Frühlingsputz oder Renovierungsarbeiten. Wenn ein Chef die Möglichkeit des Homeoffice anbietet, ist dies auch ein großer Vertrauensvorschuß. Es gelten aber auch zu Hause die gesetzlichen Bestimmungen zur Arbeitszeit. Wenn man nun während der Arbeitszeit seine Fenster putzt oder die Bügelwäsche der letzten Wochen erledigt, ist dies de facto ein Arbeitszeitbetrug.

Achten Sie deshalb darauf, was man im Hintergrund auf dem Bildschirm sehen kann. Ein aufgeklapptes Bügelbrett mit dampfendem Eisen wäre hier nicht gerade von Vorteil. Ebenso die Malerleiter und der offene Farbeimer.

Ganz wichtig ist auch selbstkritisch das Bild zu betrachten, was man seinen Kollegen und Chef in der Videokonferenz übermittelt. Möchte man, dass jeder die Familienfotowand im Hintergrund sieht? Oder das Bett oder das chaotische Wohnzimmer?

Dies ist eine kleine Auswahl an Tipps auf die man achten sollte, wenn man die ersten Videokonferenzen hat. Achten Sie darauf, was im Hintergrund alles zu sehen ist.

Ein praktischer Tipp: stellen Sie alles so, wie sie die Konferenz besuchen wollen und öffnen Sie die Kameraeinstellungen. Und gucken Sie ob das Bild was sie sehen, inklusive Hintergrund, mit dem übereinstimmt, was sie zeigen möchten.

Der Mensch ist voyeuristisch veranlagt. Oder sagen wir eher- neugierig.

Oft wird in einer Konferenz im privaten Raum das Umfeld abgescannt „Ach so wohnt Kollege Müller“, „aha, Frau Meier hat aber eine schöne Couch.“ Oder „oh jeh, sieht das chaotisch bei Herrn Schmidt aus“

Ebenso sollte man genau darauf achten welche privaten Gegenstände man im Hintergrund sieht. Vor kurzem erst hat eine Klatschzeitung im Hintergrund eines Prominenten ein pikantes Spielzeug entdeckt… peinlich.

Aussehen:

Am besten ist es in die Videokonferenz genau so zu gehen, wie sie auch in das Unternehmen gehen würden. Zum einen macht dies etwas mit einem selbst. „Wie man sich kleidet, so wirkt man.“ Sagt man. Psychologisch gesehen tritt man automatisch seriöser auf wenn man im gewohnten Business Dress verhandelt, als in Freizeitkleidung. Umgekehrt gilt: wenn sie ansonsten nicht im Business Dress aggieren, so machen sie es jetzt auch nicht im Videochat. Das wirkt gestellt.

Aber: man muss auch hier die richtige Balance findet. Komplett Overdressed in einer Teamsitzung mit Kollegen die alle leger mit Jeans und T- Shirt vor dem PC sitzen kann auch steif wirken und eher „nach hinten“ los gehen.

Also auch hier genau wie bei der Kameraausrichtung sich die Frage stellen: mit wem rede ich und was möchte ich zeigen und wie möchte ich wirken.

In einer Leitungsrunde mit Trainingskleidung und wie „frisch aus dem Bett“ zu sitzen ist ein no go. Dies wirkt bei dem Gegenüber schnell Respektlos. „Der/die Kollege/ Kollegin hat sich zu Hause ja gar nicht im Griff“ oder der Chef könnte leicht denken: na das sieht ja nach einem entspannten Homeoffice aus. Arbeitet er/sie überhaupt?

Zusammengefasst: seinen Sie sie selbst! Ein Verstellen fällt bei Face to Face schon schnell auf. In einer ungewohnten Videokonferenz noch mehr!

Denken Sie daran: die Videokonferenz ist eine echte und reale Konferenz. Sie ist keine Holywood Inszenierung und kein Big Brother Format in welchem man Zuschauer gewinnen oder einen Preis gewinnen muss. Inzenieren sie weder sich noch die Umgebung wie in einem Film Set.

Verhalten:

Nur weil man zu Hause auf dem Sofa skypet, sollte man sich nicht so benehmen. Es gilt auch weiterhin die Etikette welche auch im Unternehmen gilt.

Man verhält sich natürlicher, wenn man sich wohl fühlt. Also achten Sie wie beschrieben darauf ob sie sich in der Rolle und am Videokonferenzplatz wohl fühlen.

Kommunikationskultur

Video und Telefonkonferenzen sind anstrengender, als es zu Beginn aussieht. Man muss sich genau auf die Teilnehmenden konzentrieren. Jedes Störgeräusch (Gläserklappern beim Wasser einschenken, abstellen der Kaffeetasse auf den Unterteller) kommt bei den anderen Teilnehmenden unangenehm laut an. In dieser kurzen Zeit regeln die Mikrofone automatisch runter- und schon hört man nicht mehr was ein anderer Kollege sagt.

In größeren Konferenzen bietet es sich an die Mikrofone auf „Stumm“ zu schalten und nur auf zu machen, wenn Sie etwas sagen wollen. Wenn sich alle daran halten, kann man in der Regel auch mit mehreren Personen alles verstehen.

Reden Sie nicht durcheinander oder unterbrechen sie nicht. Was man in der vor Ort Sitzungen als Etikette nicht macht, sollte man erst recht nicht in einer Videokonferenz machen. Es gibt Rückkopplungen, Überschneidungen, Mikrofonprobleme. Die meisten Meetingportale bieten das digitale „Hand heben“ wenn man etwas beitragen möchte. 

In einem Meeting vor Ort kann man den Zwischenruf zuordnen. „kommt vom Tisch hinten links, ah, Herr Müller.

In der Videokonferenz kommt alles frontal aus dem Bildschirm oder vom Kopfhörer. Keine Chance hier herauszufinden wer was dazwischen ruft. 

Also gilt auch hier: wer zu einem Thema etwas sagen möchte, kurz mit einem Fingerzeig oder dem digitalen Handheben bemerkbar machen.

Wie Sie lesen, steckt hinter einer vermeintlich einfachen Videokonferenz viel mehr als man denkt. Sie werden auch merken, dass es tatsächlich zu Beginn viel anstrengender ist als es auf Werbeplakaten aussieht. Ebenso auf was man alles achten muss.

Aber Sie werden auch sehen: um so öfters man Videomeetings durchführt, desto selbstverständlicher werden sie. Zu Beginn kann es durchaus vorkommen, dass die Konferenzen sehr zäh verlaufen und hauptsächlich der Organisator „Alleinunterhalter“ ist. Wenn sich alle daran gewöhnen, kommt auch wieder mehr Austausch in die Runde.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Hier der Link zu dem Interview für Deutsche Welle Russland.

https://www.dw.com/ru/типичные-ошибки-на-удаленке-лайфхаки-немецкого-эксперта/a-53357119

Ich habe bereist des Öfteren für die Deutsche Welle Russland und andere Portale und Magazine Interviews gegeben.

Schauen Sie einfach mal in meiner Rubrik „Vorträge, Veröffentlichungen, Interviews“ vorbei. Vielleicht finden Sie noch andere für Sie spannende Themen?

https://www.jannasch-coaching.de/vortraege-interviews-veroeffentlichungen/