Perspektivenwechsel – kommen Sie mit sich selbst ins Gespräch!

„Mit dem Perspektivenwechsel in eine andere Rolle schlüpfen“

In diesem Videointerview erkläre ich aus meiner praktischen Arbeit, welche Möglichkeiten es mit dem systemischen Coaching Tool „Perspektivenwechsel“ gibt.

„Wieso kommen die Kunden nicht zu mir?“

Die Einen wollen verstehen, warum der neu eröffnete Laden um die Ecke viel mehr Kunden hat, als das eigene Geschäft- obwohl die Angebote und Preise sehr ähnlich sind.

„Weshalb ist meine Kollegin so distanziert mir gegenüber?“

Eine andere Coachee versteht nicht, warum eine Kollegin ihr gegenüber so distanziert und abweisend ist. Und deshalb fachliche Zusammenarbeit sehr schwer fällt.

„Warum wurde ich nicht angenommen?“

Wieder andere Coachees stellen sich die Frage, warum sie nicht in der Firma X oder y angenommen wurden obwohl sie ihrer Meinung nach sehr gute Bewerbungsunterlagen hatten und gute Vorstellungsgespräche geführt haben.

„Ich als Coach gebe keine Antworten. Ich zeige Wege, sich diese selbst zu beantworten“

Bei all den Fragestellungen habe ich als Coach nicht die Antworten gegeben. Ich habe keine Ratschläge gegeben, keine Geschäfte besucht und verglichen, keine Bewerbungsunterlagen gesichtet.

Alle Fragen habe ich bei dem Coachee gelassen. Mit einem Unterschied: jeder Coachee sollte sich in die Rolle „des Anderen“ begeben. Aus der eigenen Rolle raus, im Rahmen einer systemischen Aufstellung in die Rolle des Kunden, des Personalchefs oder der Kollegin rein. Und somit mit sich selbst – über sich ins Gespräch kommen.

Das Ergebnis:

Der Geschäftsinhaber hat selbst aus der Perspektive des Kunden sein eigenes Geschäft kritisch begutachtet und verstanden, was er unternehmen muss um sein Profil zu schärfen. Wie er neue Kunden gewinnt, alte Kunden behält. Mit der Unterstützung weiterer Coachingtools hat er eine Neuausrichtung seines Geschäfts erarbeitet.

Der Bewerber hat festgestellt, dass aus Sicht des Personalchefs seine Bewerbungsunterlagen nicht konkret auf die Stelle zugeschnitten waren und hat diese entsprechend optimieren können. Er hat sich auch auf Eigeninitiative in Unternehmen beworben, an welche er vorher nicht gedacht hat.

In der Rolle der Kollegin hat die Coachee erkannt, dass auch sie mit sehr vielen Vorwürfen arbeitet, bevor ein klarer Arbeitsauftrag angesprochen wird. Sie konnte die Kommunikation entsprechend lenken und hat auch die Kollegin direkt auf diese Situation angesprochen. Diese war sehr verwundert über diese Offenheit. Das Gesprächs- und Arbeitsklima hat sich stark verbessert.

Schauen Sie sich gerne das ganze Video auf Youtube an!

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...kommen Sie mit sich selbst ins Gespräch
Perspekivenwechsel im Coaching

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Als Kritik gedacht- als Lob verstanden

Ich hatte vor längerem eine Coachee, die sagte zum Schluss unserer Zusammenarbeit, dass sie nicht weis, ob ich ihr als Coach weiter geholfen habe, da sie alles selbst erarbeiten musste und ich nur Fragen stellte. Diese zwar durch Aufstellung ihrer eigenen Antworten mit ihr bearbeitete, jedoch keine Lösungen präsentierte. Nur gelegentlich ein paar Hypothesen.
Sie sah deshalb das Coaching als nicht Erfolgreich.
Ich bedankte mich jedoch für dieses tolle Feedback, worauf sie mich verwundert ansah.

Auf die Frage hin, ob sie die zu Beginn des Coachings beschriebene Fragestellung beantwortet sieht, bejahte sie dies eindeutig. Sie fragte jedoch, was mein Anteil daran war. Sie ist mit der Erwartung gekommen, dass sie einen fertigen Business Plan erhält.
Ich erklärte ihr nochmals, worin der Unterschied zwischen einem Berater und einem systemischen Coach liegt. Und dass ich mich freue, wenn ihre Rückmeldung ist, dass sie alles alleine machen musste. Dass sie alle offenen Fragen selbst beantwortet hat, ohne von mir etwas fertig präsentiert bekommen zu haben. Dass es wichtig war, dass einige ihre Fragestellung betreffenden Punkte nur von ihr selbst gelöst wurden.
Sie lächelte und sagte, dass sie das aus dieser Perspektive noch gar nicht gesehen hat.
Heute bekam ich eine Terminanfrage. Eine Empfehlung dieser Coachee.

Und so kann es kommen, dass ein als Kritik gedachte Punkt in der systemischen Arbeit durchaus ein großes Lob sein kann.