Videointerview Teil 2: Elektronische Musik vs. Traumjob!

Elektronische Musik im Coaching?Elektronische Musik vs. Traumjob

In diesem Video erkläre ich, wie man mit seiner Lieblingsmusik und all den Erfahrungen und Empfindungen dazu ein System beschreiben kann.

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Mit Musik das System erklärt

Jeder von uns liebt eine bestimmte Musikrichtung oder Songs, mit denen er etwas verbindet oder Tracks, welche ihn berühren, motivieren, bewegen. Songs, bei denen ein anderer vielleicht sagt „oh Gott, wie kannst Du so etwas hören!“ Musikrichtungen, die nicht in das Standard Radio Schema passen.  Oder genau das Gegenteil -total Mainstream sind und alle fragen warum man sich das antut.

So unterschiedlich wie die Kollegen auf der Arbeit sind, so weit gehen zum Teil auch die Musikgeschmäcker auseinander.

Und so unterschiedlich die Musikstile, so unterschiedlich sind die Berufsziele. Werte. Wünsche. Perspektiven.

Wenn man in eine Beratung geht und jemanden vor einem sitzt, der völlig andere Ansichten von „beruflicher Perspektive“ hat als man selbst, kommt man nicht langfristig zueinander.

Wenn ich elektronische Musik bevorzuge und mir mein Gegenüber sagt, ich solle auf Grund meiner Erfahrung und meines Auftretens Punk spielen um erfolgreich zu sein, da dies momentan im Trend ist und die besten Chancen für einen lukrativen Gig gibt, dann ist hier doch nachvollziehbar, dass dieser Wechsel nicht gut gelingen kann, so lange ich Punk doch gar nicht gerne höre. Mein Publikum (Kunde) bekommt ganz schnell mit, dass das Herzblut nicht auf dieser Bühne ist.

Was in der Musikwahl selbstverständlich ist, können aber viele im Berufsleben nicht als selbstverständlich sehen.

Sie werden Vertreter, obwohl sie nicht gerne verkaufen. Sie werden Handwerker, obwohl Sie nicht gerne körperlich arbeiten. Sie arbeiten für Unternehmen, welche gar nicht Ihre eigentlichen Werte vertreten, Teilweise sogar völlig anders agieren, als sie es im privaten Bereich vertreten können.

Aber im Job nimmt man das hin. „Es ist ein Job“ sagen einige. Oder „Job und Hobby kann man nicht vergleichen.“

Das stimmt zwar meist.

Aber würden Sie Death Metall hören, obwohl Sie Blues lieben? Täglich? Über Stunden? Über Jahre?

Motiviert das? Bringen Sie Bestleistungen im Job wenn Sie ihn machen müssen oder wenn sie ihn machen wollen?

Im Setting sagen manche Klienten: „aber das ist der logische berufliche Weg, wenn man meine Vita betrachtet.“

Nur weil man etwas „so macht“, heißt es noch lange nicht, dass es der richtige Weg ist.

Nur weil man in seiner Jugend HipHop gehört hat, heißt es doch auch noch lange nicht, dass man das noch nach Jahren hören muss.

Klar. Es prägt einen. Aber es schränkt niemanden ein.

Und so kann man sich mit seiner eigenen Lieblingsmusik einmal bewusst machen, ob man in der Jobauswahl genau so ehrlich und offen mit sich selbst umgeht wie bei der Auswahl des nächsten Konzertbesuches, der nächsten Clubtour, der nächsten gekauften Schallplatte.

Im Coaching haben Sie die Chance Ihr eigenes, ganz persönliches Mixtape zu gestalten. Ausprobieren, welcher Song (Job) sich gut anfühlt. Welche Playlist (Stellenanzeige) Sie anspricht. Welches Konzert (Fortbildung/Weiterbildung) Sie besuchen. Und letztendlich, welche Band (Firma) Ihr Favorit wird. Ihre berufliche Zukunft also „in the mix“.

Als Coach lasse ich meinen Musikgeschmack (Werte) draußen. Ich stelle das Equipment (Tools) und den Club (Setting)  zur Verfügung. Regel die Lautstärke und das Tempo, achte auf korrekte Übergänge, stilistische Form und frage nach. Begleite Sie also dabei Ihre eigene CD (Berufsweg/ Entscheidung) aufzunehmen. Bis Sie mit ihrem Projekt zufrieden sind und es erfolgreich auf den Markt schmeißen können. Selbstbewusst. Motiviert. Engagiert.

Lesen Sie auch hier: Was haben „Die Ärzte“ mit Coaching zu tun?

oder Was “Höchste Eisenbahn” mit der Sängerin Judith Holofernes von “Wir sind Helden” mit Coaching zu tun haben

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„Who is my Self an what is my Work“ Otto Scharmer

who is my Self and what is my Work? (Otto Scharmer)

frei übersetzt heißt dies so viel wie “Wer bin ich, was ist meine Aufgabe?”

Diese Frage stellt man sich in unserer Gesellschaft immer wieder.

Wo stehe ich in meinem Umfeld ?
was wollen die Menschen von mir sehen ?
was kann ich eigentlich leisten ?
wie kann ich Privatleben und Beruf vereinbaren ?
welche Entscheidung ist für mich die richtige ?
wie verhalte ich mich nach der Beförderung meinen ehemaligen Kollegen gegenüber?
warum reagieren “die anderen” anders als sonst auf mich?
warum gehen Kunden zu der Konkurenz, obwohl ich mindestens das gleiche biete?
Ein in uns ständig ablaufender Fragenkatalog. Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem man externe Unterstützung benötig. Ein COACH begleitet sie mit hilfreichen Tools durch Ihre Fragestellungen. Ein COACH berät sie nicht. Er gibt keine fertigen Antworten. Sie sind der Profi in ihrer Umwelt/ in ihrem System. Der COACH bleibt neutraler beobachter und lenkt mit gezielten Fragen. “Die Antwort steckt im System” heißt es. Nur Sie können sich selbst die Antwort geben. Der COACH zeigt die Wege und begleitet Sie.

Im Coaching kratzt man nicht nur an der Oberfläche. Man sucht gemeinsam nach einer Lösung. Manchmal steht eine ganz andere Fragestellung hinter einem vermeindlichen Problem.

Und wie kann man etwas besser annehmen, als das selbst erarbeitete? Als eine selbst gefundene Antwort?

Im COACHING schaut man nach vorne. Die Vergangenheit spielt keine primäre Rolle.

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.

(Albert Einstein)

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Warum ich Coach bin? Weil SIE es mir Wert sind!

Jetzt bin ich im 5. Jahr Coach. Seit dem ersten „Live-Coaching“ in meiner Ausbildung zum systemischen Business Coach wusste ich: DAS ist es!
Hauptberuflich biete ich zusätzlich zum Jobcoaching Coachings zur Entscheidungsfindung an.
Freiberuflich biete ich Personal Coaching und Business Coaching an.
Coaching, Coaching, Coaching. Warum?
Weil man nicht mit ewigen Ratschlägen sein Gegenüber überschüttet, dieser raus geht und sich denkt, „das mache ich nicht – das bin nicht ich“. Ich habe auch nicht den Anspruch, „Mr. Allwissend“ zu sein- oder es zu werden.
Der Coachee ist im Fokus. Er ist Meister seines Systems. Als Coach probiere ich den Coachee aus der Komfortzone namens „geht nicht“ und „weiß nicht“ raus zu holen. Meine Coachinghaltung ist hierbei: Ich muss nicht alles wissen und können. Wenn ein Coachee aus dem Finanzbereich kommt, muss ich nicht ein besserer Finanzexperte sein, als der Coachee. Ich muss nur Fragen stellen. Um das System zu erfassen- nicht um es zu verstehen. Fragen stellen, die den Coachee zum nachdenken bringen. Aufstellungen zu machen, um den Coachee aus dem Kopf „in den Bauch“ zu lenken. Um zu spüren. Für jemanden, der noch keine Aufstellungserfahrung hat, ist dies zu Beginn meist eine sehr ungewohnte Situation. Ich hatte auch schon Coachees, die Anfangs der Meinung waren, Aufstellung sei „esoterischer Hokuspokus“. Diese merkten schnell, das es nichts mit Hokuspokus zu tun hat, wenn man hier die Möglichkeit hat, sich auf Dinge/Situationen getrennt voneinander zu konzentrieren.
Nach einem erfolgreichen Coaching hört man dann, dass diese Art für die Coachees die effektivste und- das ist für mich auch besonders wichtig- die nachhaltigste Variante ist.

Und wenn man dann noch ein Feedback wie von meiner letzten Coachee erhält, bestätigt es mich immer wieder.
Ich bin Coach. Warum? Weil Sie es mir Wert sind !

„Lena G. on 3. August 2013 11:55
Gestresst, kopf- und orientierungslos stieß ich in einer beruflichen Entscheidungssituation auf Jens Jannasch, der mir mit seiner ruhigen, freundlichen Art zielgerichtet helfen konnte.
In einer Atmosphäre von Sicherheit und Klarheit empfand ich es als angenehm, dass er dabei stets sehr präsent und doch im Hintergrund war, ich jedoch absolut im Fokus stand. Er nahm sich die Zeit, die ich brauchte.
Mit verblüffend effektiven Methoden und Fragestellungen konnte er mich unterstützend dabei begleiten, eine Entscheidung zu treffen, an der ich bis heute nicht zweifle und die mich sofort für die weiteren Schritte motiviert hat.
Quintessenz: In einer zentralen Entscheidungssituation hat mir das Coaching mit Jens Jannasch Kraft und Klarheit vermittelt und meine Lust an der (beruflichen) Weiterentwicklung wieder gestärkt.“

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Zwiegespräch mit dem „Ich“

Manchmal ist es hilfreich, einmal mit sich selbst ins Gespräch zu kommen. Perspektivenwechsel. Hierbei kommen oftmals interessante Aspekte zur Sprache. Oft schaut man nur zu den anderen. „Warum klappt es dort (…)?“, „Warum gehen die Kunden zu dem (…)?“ …
Stellen Sie sich die Frage doch einmal selbst! Als Ihr Coach unterstütze ich sie von außen auf Ihr System zu gucken. Eventuell geben Sie sich selbst des Rätsels Lösung.

 

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„Vom Unsinn des Sinns…“ Watzlawick immer wieder neu entdecken

Ich habe nach langem mal wieder das Buch „Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns“ von Paul Watzlawick gelesen. Schon beim ersten Lesen vor ein paar Jahren hatte ich hier viele „Aha“- Momente, die mir bei meiner täglichen Arbeit- aber auch bei meiner Betrachtungsweise allgemein sehr geholfen haben.
Nach dem ich jetzt einige Zeit coache sehe ich viele Dinge mit noch mehr Verständnis und Bestätigung bei meiner Arbeit.
Da ich auch oft Menschen mit psychischen und/ oder geistigen Einschränkungen coache, fand ich die Passage “ Das Zusammenspiel von „innen“ nach „außen“spannend.
Hier beschreibt Watzlawick in einem Beispiel das Paarungsverhalten zwischen während der Invasion stationierten amerikanischer Soldaten und englischen Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg.
„Hier stießen Wissenschaftler auf einen Widerspruch. Die englischen Frauen bezeichneten die amerikanischen Soldaten als sexuell direkt. Merkwürdigerweise aber sagten die Amerikaner von den englischen Mädchen genau dasselbe.“(Watzlawik,Paul,1999,S.25)
Der Grund waren die unterschiedlichen Kulturkreise. Die Amerikaner küssten recht schnell. Im Paarungsverhalten der Engländerinen kam der Kuss im „Paarungsablauf“ aber recht spät.
Sie dachten deshalb: „der ist aber forsch!“ Entweder sind sie empört gegangen- oder haben sich ausgezogen. Bei letzterem waren die Amerikaner wieder verwundert und dachten: „na die ist aber forsch!“ – sind entweder gegangen- oder geblieben.

Es trafen also zwei Kulturkreise mit unterschiedlichen Ansichten über das Paarungsverhalten zusammen. Jeder dachte vom anderen „na holla“…..

Was dieses Beispiel mit meinen Coachings zu tun hat?

Nun ja. In unserer „Gesunden“ Weltvorstellung gibt es für bestimmte Dinge in unserem System festgelegte Abläufe. Oder Regeln, an die man sich hält. Weil man es so gelernt hat. Weil man so erzogen wurde. Deshalb ist dies unserer Wahrnehmung nach das richtige. Die Norm. Alles andere sind Abweichungen.
Mit dieser Norm- oder diesem Wert hat übernimmt man auch eine Coachinghaltung.
Ich finde, man sollte sich mal Gedanken über seine Werte machen. Über seine Coachinghaltung.
Und dazu genau dieses Beispiel von Watzlawick vor Augen haben.
Und sich die Frage stellen: sind nur meine Werte die richtigen und die anderen weichen ab? Bin ich der Amerikaner oder die Engländerin?
Wie ist as bei Menschen mit psychischen und- oder geistigen Einschränkungen?
Hier ist es leider immer noch so, dass die Außenwelt diesen Menschen in allen Lebensbereichen sagt, was richtig ist und was falsch. Sie teilweise probiert in Normen und Systeme zu pressen, in die sie aber nicht rein passen. Nicht rein wollen. Nicht rein können.
Ich habe gelernt, mir zu Beginn des Settings mit diesen Coachees das System in dem sie leben erklären zu lassen. Mit Fragen wie:“ was muss ich fühlen, um so zu fühlen wie Sie…“ oder “ was muss ich sehen, um die Fragestellung so zu sehen wie Sie“
Das bringt den Coachee zum einen dazu, über sein System genauer nachzudenken um dies verbal zu äußern. Und für mich gibt es die Chance, ein Stück weit seine Werte, seine Norm, seine Welt nachvollziehen zu können- oder zumindest grob zu erfassen. Um mich dann auch auf andere Fragestellungen einzustellen.
Bei Menschen mit geistigen Einschränkungen ist dieses Thema noch spannender. Sie können sich teilweise nicht so artikulieren, dass man ihr System erfassen kann. Hier ist die Aufstellungsarbeit ein grandioses Werkzeug dies zu erarbeiten. Für beide Seiten. Für mich als Coach um die Struktur zu verstehen, in dem ich die Regungen sehe und gezieltere Fragen zu stellen.
Für die Coachees in der Aufstellungsarbeit zu fühlen, was für sie richtig oder falsch, gut oder schlecht etc. ist. Sie spüren es. Die Gefahr, dass ich mich nicht verständlich genug Ausdrücke oder sie durch ihre Einschränkungen sich nicht äußern können und dadurch Missverständnisse aufkommen, ist beim erleben und fühlen fast nicht vorhanden.
Ich hatte während meiner Coachingsettings im Rahmen meiner Zertifikatsarbeit für die FU Berlin Coachees, die durch die Aufstellungsarbeit das erste mal in ihrem Leben ihre eigene Meinung, ihren eigenen Wunsch geäußert haben. Die geweint haben, weil sie dieses Gefühl bisher nicht kannten. Alle zuvor genannten Wünsche und Ziele waren von Betreuern, Eltern etc. vorgegebene Ziele. “ wir wissen, was für Dich gut ist“ ist immer noch ein weit verbreitetes Instrument der Lebensplanung für Menschen mit Einschränkungen.
Natürlich ist hier die Gratwanderung zwischen Coaching und therapeutischer Arbeit sehr schmal.
Vor Beginn gibt es hier auch klare Absprachen, was im Coaching erarbeitet wird und was nicht. Die Sensoren des Coaches müssen hier noch schärfer sein um gleich zu intervenieren. Um die Grenze klar zu ziehen. Um keine „Laienpsychologie“ zu betreiben.
Ich habe auch schon einmal ein Setting unterbrochen, da hier zunächst therapeutische Aufarbeitung notwendig war. Aber auch in diesem Fall hat das Coaching geholfen. Es war durch eine zu Beginn „oberflächliche Fragestellung“ der Türöffner zur Aufarbeitung eines Problems mit einem Psychologen. Die Rückmeldung vom ehemaligen Coachee ist, dass er ohne diese Coachingstunde wahrscheinlich die nächsten Jahre diesen Schritt nicht gemacht hätte.

Zurück aber zu Watzlawicks Beispiel. Welches Weltbild, welchen Wert, welche Kultur bin ich, verkörpre ich? und viel wichtiger: Welche Werte, welches Weltbild, welche Kultur ist mein Gegenüber?
Natürlich ist es einfacher von seinem System aus zu gehen. Aber zum Glück geht es im Coaching nicht um den einfachen Weg.
Sondern um den richtigen.
Um den Weg des Coachees.