„Wer nicht hören will, muss fühlen“ – wenn Ignorieren zur Selbstkenntnis führt

Im Coaching zeigt sich oft: Wer nicht hören will, muss fühlen. Wie emotionale Reaktionen Klarheit schaffen und neue Ziele ermöglichen – ein Erfahrungsbericht aus der Praxis.

„Wer nicht hören will, muss fühlen“ – ein Coaching-Erlebnis

Dieser Satz wirkt auf den ersten Blick altmodisch, vielleicht sogar hart. Doch im Coaching-Kontext kann er eine überraschend passende Bedeutung bekommen. Denn manchmal braucht es nicht noch einen guten Ratschlag – sondern ein echtes, körperlich spürbares Erlebnis, um Klarheit zu gewinnen.

businessman looking to opened concrete wall

Der Tunnelblick: Wenn das Ziel alles überlagert

Eine Coachee kam zu mir mit einer klaren Fragestellung – zumindest glaubte sie das. Sie war so fokussiert auf ihr Ziel, dass sie sämtliche Hinweise von Freunden und Familie ignorierte. Ihre Gedanken kreisten ausschließlich um das eine: „Ich muss das schaffen.“

In einer Sitzung führten wir eine systemische Aufstellung durch. Als sie auf der Karte ihres angestrebten Ziels stand, reagierte ihr Körper stark: Zittern, Unruhe, Sprachlosigkeit. Sie konnte das Gefühl nicht benennen – aber sie konnte es fühlen.

Emotionale Erkenntnis statt rationaler Einsicht

Eine Woche später berichtete sie, dass sie erkannt hatte: Das Ziel, dem sie so lange hinterhergelaufen war, entsprach gar nicht ihrem inneren Kompass. Sie hatte das Wesentliche ausgeblendet – und brauchte mehrere Sitzungen, um diesen „Irrweg“ zu verarbeiten und ein neues Ziel zu definieren.

Zum Abschluss sagte sie: „Alle haben mir seit Jahren geraten, mich nicht so zu verbeißen. Aber ich wollte nur mein Ding durchziehen.“ Erst im Coaching – durch das körperlich spürbare Erleben – konnte sie diese Wahrheit annehmen.

Coaching als Raum für echte Veränderung

Dieses Beispiel zeigt, wie Coaching weit über das Gespräch hinausgeht. Es schafft Erfahrungsräume, in denen Erkenntnis nicht nur gedacht, sondern gefühlt wird. Und genau das macht Veränderung möglich.

Manchmal braucht es keine weiteren Worte – sondern den Mut, sich auf das eigene Erleben einzulassen.

Dein Weg zur Klarheit

Wenn du selbst vor einer Entscheidung stehst, dich festgefahren fühlst oder das Gefühl hast, auf einem Irrweg zu sein: Ich begleite dich als Coach dabei, Klarheit zu gewinnen, deine innere Stimme wieder wahrzunehmen und neue Ziele zu definieren – authentisch und nachhaltig.

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Kündigung – was nun? Coaching mit der Kompetenzskala als Wegweiser

Kündigung – was nun?

„Eine Kündigung ist oft ein Schock. Wie Coaching und die Kompetenzskala helfen, Selbstvertrauen zurückzugewinnen und neue berufliche Perspektiven zu entwickeln.“

Concept of businessman surrounded by questions

Das Personalgespräch war kurz. Sehr kurz. Danach war alles anders. Die Kündigung kam überraschend – und mit ihr ein Gefühl der Leere. Viele Menschen erleben in solchen Momenten einen tiefen Einbruch ihres Selbstwertgefühls. Die Gedanken kreisen: „War ich nicht gut genug?“ – „Was habe ich falsch gemacht?“ – „Bin ich überhaupt noch etwas wert?“

Doch genau hier setzt professionelles Coaching an. Nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit klärenden Fragen und gezielten Tools – wie der Kompetenzskala.

Was passiert nach einer Kündigung?

Eine Kündigung löst oft eine emotionale Krise aus. Typische Reaktionen sind:

  • Selbstzweifel und das Gefühl, nichts zu können
  • Verlust von gesellschaftlichem und finanziellem Ansehen
  • Gedanken wie: „Ich war wohl nur durch Glück Führungskraft“ oder „Ich werde woanders auch scheitern“

Diese inneren Überzeugungen können lähmen – und genau hier hilft Coaching mit der Kompetenzskala.

Coaching mit der Kompetenzskala

Die Kompetenzskala ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Coaching-Tool. Sie hilft Klientinnen und Klienten, ihre Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Typische Coachingfragen sind:

  • Wo würdest du dich heute einstufen – auf einer Skala von 1 bis 10?
  • Was hat dich früher auf eine höhere Stufe gebracht?
  • Was brauchst du, um wieder dorthin zu kommen?

Durch diese Reflexion erkennen viele, dass ihre frühere Position nicht nur durch Zufall, sondern durch echte Kompetenzen erreicht wurde.

Fallbeispiel: Vom Bruch zur Chance

Ein Coachee erkannte im Coaching, dass seine Führungsrolle nie zu seinem Naturell passte. Die Kündigung war schmerzhaft – aber auch befreiend. Mit Hilfe der Kompetenzskala und systemischen Methoden fand er zurück zu seinen eigentlichen Stärken und Zielen. Heute arbeitet er in einem Bereich, der besser zu ihm passt – mit weniger Gehalt, aber für ihn persönlich mehr Sinn.

Fazit: Coaching nach der Kündigung

Eine Kündigung ist kein Ende – sondern oft der Anfang eines neuen Weges. Coaching mit der Kompetenzskala hilft, Klarheit zu gewinnen, Selbstvertrauen zurückzuerlangen und neue berufliche Perspektiven zu entwickeln.

Coaching nach der Kündigung: Dein Weg in die berufliche Klarheit

Wenn du selbst vor einem beruflichen Umbruch stehst, begleite ich dich als Coach gerne dabei, deine Stärken neu zu entdecken, Klarheit zu gewinnen und deinen Weg bewusst und selbstbestimmt zu gestalten.

In einem geschützten Rahmen reflektieren wir gemeinsam, was dich bisher ausgemacht hat, welche Kompetenzen dich tragen – und wie du sie gezielt für deinen nächsten beruflichen Schritt einsetzen kannst. Ob du dich neu orientieren möchtest, dein Selbstvertrauen stärken willst oder einfach wieder in deine Kraft kommen möchtest: Ich bin an deiner Seite.

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Perspektivenwechsel – kommen Sie mit sich selbst ins Gespräch!

„Mit dem Perspektivenwechsel in eine andere Rolle schlüpfen“

In diesem Videointerview erkläre ich aus meiner praktischen Arbeit, welche Möglichkeiten es mit dem systemischen Coaching Tool „Perspektivenwechsel“ gibt.

„Wieso kommen die Kunden nicht zu mir?“

Die Einen wollen verstehen, warum der neu eröffnete Laden um die Ecke viel mehr Kunden hat, als das eigene Geschäft- obwohl die Angebote und Preise sehr ähnlich sind.

„Weshalb ist meine Kollegin so distanziert mir gegenüber?“

Eine andere Coachee versteht nicht, warum eine Kollegin ihr gegenüber so distanziert und abweisend ist. Und deshalb fachliche Zusammenarbeit sehr schwer fällt.

„Warum wurde ich nicht angenommen?“

Wieder andere Coachees stellen sich die Frage, warum sie nicht in der Firma X oder y angenommen wurden obwohl sie ihrer Meinung nach sehr gute Bewerbungsunterlagen hatten und gute Vorstellungsgespräche geführt haben.

„Ich als Coach gebe keine Antworten. Ich zeige Wege, sich diese selbst zu beantworten“

Bei all den Fragestellungen habe ich als Coach nicht die Antworten gegeben. Ich habe keine Ratschläge gegeben, keine Geschäfte besucht und verglichen, keine Bewerbungsunterlagen gesichtet.

Alle Fragen habe ich bei dem Coachee gelassen. Mit einem Unterschied: jeder Coachee sollte sich in die Rolle „des Anderen“ begeben. Aus der eigenen Rolle raus, im Rahmen einer systemischen Aufstellung in die Rolle des Kunden, des Personalchefs oder der Kollegin rein. Und somit mit sich selbst – über sich ins Gespräch kommen.

Das Ergebnis:

Der Geschäftsinhaber hat selbst aus der Perspektive des Kunden sein eigenes Geschäft kritisch begutachtet und verstanden, was er unternehmen muss um sein Profil zu schärfen. Wie er neue Kunden gewinnt, alte Kunden behält. Mit der Unterstützung weiterer Coachingtools hat er eine Neuausrichtung seines Geschäfts erarbeitet.

Der Bewerber hat festgestellt, dass aus Sicht des Personalchefs seine Bewerbungsunterlagen nicht konkret auf die Stelle zugeschnitten waren und hat diese entsprechend optimieren können. Er hat sich auch auf Eigeninitiative in Unternehmen beworben, an welche er vorher nicht gedacht hat.

In der Rolle der Kollegin hat die Coachee erkannt, dass auch sie mit sehr vielen Vorwürfen arbeitet, bevor ein klarer Arbeitsauftrag angesprochen wird. Sie konnte die Kommunikation entsprechend lenken und hat auch die Kollegin direkt auf diese Situation angesprochen. Diese war sehr verwundert über diese Offenheit. Das Gesprächs- und Arbeitsklima hat sich stark verbessert.

Schauen Sie sich gerne das ganze Video auf Youtube an!

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...kommen Sie mit sich selbst ins Gespräch
Perspekivenwechsel im Coaching

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Videointerview Teil 2: Elektronische Musik vs. Traumjob!

Elektronische Musik im Coaching?Elektronische Musik vs. Traumjob

In diesem Video erkläre ich, wie man mit seiner Lieblingsmusik und all den Erfahrungen und Empfindungen dazu ein System beschreiben kann.

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Mit Musik das System erklärt

Jeder von uns liebt eine bestimmte Musikrichtung oder Songs, mit denen er etwas verbindet oder Tracks, welche ihn berühren, motivieren, bewegen. Songs, bei denen ein anderer vielleicht sagt „oh Gott, wie kannst Du so etwas hören!“ Musikrichtungen, die nicht in das Standard Radio Schema passen.  Oder genau das Gegenteil -total Mainstream sind und alle fragen warum man sich das antut.

So unterschiedlich wie die Kollegen auf der Arbeit sind, so weit gehen zum Teil auch die Musikgeschmäcker auseinander.

Und so unterschiedlich die Musikstile, so unterschiedlich sind die Berufsziele. Werte. Wünsche. Perspektiven.

Wenn man in eine Beratung geht und jemanden vor einem sitzt, der völlig andere Ansichten von „beruflicher Perspektive“ hat als man selbst, kommt man nicht langfristig zueinander.

Wenn ich elektronische Musik bevorzuge und mir mein Gegenüber sagt, ich solle auf Grund meiner Erfahrung und meines Auftretens Punk spielen um erfolgreich zu sein, da dies momentan im Trend ist und die besten Chancen für einen lukrativen Gig gibt, dann ist hier doch nachvollziehbar, dass dieser Wechsel nicht gut gelingen kann, so lange ich Punk doch gar nicht gerne höre. Mein Publikum (Kunde) bekommt ganz schnell mit, dass das Herzblut nicht auf dieser Bühne ist.

Was in der Musikwahl selbstverständlich ist, können aber viele im Berufsleben nicht als selbstverständlich sehen.

Sie werden Vertreter, obwohl sie nicht gerne verkaufen. Sie werden Handwerker, obwohl Sie nicht gerne körperlich arbeiten. Sie arbeiten für Unternehmen, welche gar nicht Ihre eigentlichen Werte vertreten, Teilweise sogar völlig anders agieren, als sie es im privaten Bereich vertreten können.

Aber im Job nimmt man das hin. „Es ist ein Job“ sagen einige. Oder „Job und Hobby kann man nicht vergleichen.“

Das stimmt zwar meist.

Aber würden Sie Death Metall hören, obwohl Sie Blues lieben? Täglich? Über Stunden? Über Jahre?

Motiviert das? Bringen Sie Bestleistungen im Job wenn Sie ihn machen müssen oder wenn sie ihn machen wollen?

Im Setting sagen manche Klienten: „aber das ist der logische berufliche Weg, wenn man meine Vita betrachtet.“

Nur weil man etwas „so macht“, heißt es noch lange nicht, dass es der richtige Weg ist.

Nur weil man in seiner Jugend HipHop gehört hat, heißt es doch auch noch lange nicht, dass man das noch nach Jahren hören muss.

Klar. Es prägt einen. Aber es schränkt niemanden ein.

Und so kann man sich mit seiner eigenen Lieblingsmusik einmal bewusst machen, ob man in der Jobauswahl genau so ehrlich und offen mit sich selbst umgeht wie bei der Auswahl des nächsten Konzertbesuches, der nächsten Clubtour, der nächsten gekauften Schallplatte.

Im Coaching haben Sie die Chance Ihr eigenes, ganz persönliches Mixtape zu gestalten. Ausprobieren, welcher Song (Job) sich gut anfühlt. Welche Playlist (Stellenanzeige) Sie anspricht. Welches Konzert (Fortbildung/Weiterbildung) Sie besuchen. Und letztendlich, welche Band (Firma) Ihr Favorit wird. Ihre berufliche Zukunft also „in the mix“.

Als Coach lasse ich meinen Musikgeschmack (Werte) draußen. Ich stelle das Equipment (Tools) und den Club (Setting)  zur Verfügung. Regel die Lautstärke und das Tempo, achte auf korrekte Übergänge, stilistische Form und frage nach. Begleite Sie also dabei Ihre eigene CD (Berufsweg/ Entscheidung) aufzunehmen. Bis Sie mit ihrem Projekt zufrieden sind und es erfolgreich auf den Markt schmeißen können. Selbstbewusst. Motiviert. Engagiert.

Lesen Sie auch hier: Was haben „Die Ärzte“ mit Coaching zu tun?

oder Was “Höchste Eisenbahn” mit der Sängerin Judith Holofernes von “Wir sind Helden” mit Coaching zu tun haben

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Demnächst: Video- Kurzinterviewreihe

Eine Kurzinterviewreihe mit mir über diverse Themen rund um das systemische Coaching.

In mehreren Kurzinterviews, á ca. 4-5 Minuten, erzähle ich über Beispiele aus der Praxis, Tipps, Erfahrungen. Also das, was es sonst in meinem Blog zu lesen gab, gibt es nun zu hören und sehen.

In Arbeit sind vorerst 10 Clips. Weitere sind geplant.

Die Dreharbeiten laufen, der Schnitt für den ersten Clip ist kurz vor der Fertigstellung.

Hören und sehen statt lesen.

Hier ein paar Screenshots vom Dreh.
#spannend

Kurzinterview rund um das Thema systemisches Coaching
Screenshots vom Kurzinterview rund um das Thema systemisches Coaching

„Demnächst: Video- Kurzinterviewreihe“ weiterlesen

Deutsch- Französischer Coaching Austausch

Vor ein paar Monaten hatte ich eine Anfrage aus Frankreich erhalten.

Eine junge Frau ist auf der Suche nach einem Thema für die Abschlussarbeit ihrer Coachingausbildung.

Ein Deutsch- Französischer Coaching Austausch begann.

Sie hat mein Buch „Business Coaching bei Menschen mit psychischen und/ oder geistiger Behinderung“ gelesen und hatte hier einige Fragen zum konkreten Ablauf.

Hieraus wurde ein sehr intensiver Austausch in welchem es Anfangs um generelle Fragen in der Umsetzung vom systemischen Coaching bei Menschen mit Einschränkungen ging, später um detaillierte Coachingtools und deren Anwendungsmöglichkeiten.

Aber auch um eventuelle Gefahren. Das man zum Beispiel  stets darauf achten muss das Coachingformat nicht zu verlassen und therapeutische Ansätze beginnt.

Gerade bei Menschen mit psychischen Einschränkungen sind hier die Grenzen sehr verschwommen.

Ein spannender Austausch über die Umsetzung des Coachings und dessen Rahmenbedingungen in Deutschland und die aktuelle Situation in Frankreich ging einher.

Es freut mich sehr, dass Frau Blanchard auch auf Grund dieses Austauschs das Thema „Coaching für Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben“ für ihre Abschlussarbeit gewählt hat und die Ausbildung hiermit erfolgreich abschließen konnte.

félicitations!

Ein weiteres Mosaiksteinchen im selbstverständlichen Umgang mit dieser Zielgruppe ist gelegt.

le succès continu.

Auch hat mich Frau Blanchards Kommentar über unsere Zusammenarbeit auf meiner Website, welchen ich hier zitiere, sehr gefreut.

„Lieber Herr Jannasch,
Danke für die Zusammenarbeit und Ihre Hilfe bei meiner Coaching Abschlussarbeit und Ihre Zeit, die Sie für mich zur Verfügung gestellt haben. Ihre Passion und Begeisterung haben dazu geführt, dass ich meine Abschlussarbeit zum Thema „Coaching für behinderte Menschen im Arbeitsleben“ erfolgreich abschließen konnte. Sie verfügen über enormes Wissen und konnten mir als Französin einen Einblick in die deutsche Coaching Branche geben. Vielen Dank für die rasche Beantwortung meiner vielen Fragen per Mail.
Ich wünsche Ihnen alles Gute weiterhin und freue mich wieder einmal bei Ihnen melden zu dürfen.
Liebe Grüße aus Lyon,
Céline“

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