Studienabbruch? Mein Gastartikel auf Karrierebibel.de

Mein aktueller Gastbeitrag ist auf Karrierebibel.de erschienen.

Das Thema hier: Studienabbruch als Ausweg? Pro- und Kontra

Es ist geschafft! Nur noch ein Semester, dann ist das Studium abgeschlossen. Die lang ersehnte Zeit ist in greifbarer Nähe. Eigentlich sollten sich Studenten jetzt freuen, oder? Aber statt Vorfreude auf die neue Herausforderung im Berufsleben kommt Panik auf. Zweifel machen sich breit. Die Unsicherheit steigt von Tag zu Tag – und die Frage wird laut: „Sollte ich das Studium abbrechen?“

Studienabbruch

Berechtigte Unsicherheit oder Torschlusspanik?

Für die Unsicherheit kann es vielfältige Begründungen geben. Diese reichen von “Eigentlich wollte ich diesen Bereich nie, sondern meine Eltern/ Familie hat mich dafür überredet/überzeugt” über “Ich wusste nicht, was ich sonst studieren sollte” bis hin zu “Das war der einzige Studienplatz, der mit meinem NC möglich war.”

Klar, wenn Studenten das Studium nur für andere absolvieren, fehlen Begeisterung und Durchhaltevermögen. Das Problem hierbei ist, dass das nicht von Anfang an erkennbar ist. Viele beginnen sehr motiviert, doch dann kommt es zu Schwierigkeiten. Das Studium wird immer mehr zur Belastung.

Mancher fragt sich dann, woher das kommt und wie es soweit kommen konnte. Man vergleicht sich mit anderen oder wartet auf die Anerkennung der Familie – die oft ausbleibt. Vor dem Studium eiferte man vielleicht einem Idol nach, im Studium stellte man dann fest: Das Aufgabengebiet passt doch nicht zu mir. Diese fremdmotivierte und -bestimmte Vorgehensweise ist ein Grund, warum es zu Schwierigkeiten im Studienalltag kommt. Häufig werden falsche Vorbilder und Ziele gewählt, die zwar gut aussehen, jedoch nicht zu einem selbst passen.

Erfolg im Studium: Werte als Basis

Viele Studenten haben sich vermutlich noch nie Gedanken darüber gemacht, was ihre Werte sind und wie sie diese Werte auch im Studium und späteren Berufsleben vertreten können. Menschen, die sich in ihrer Freizeit für den Umweltschutz engagieren, werden bei einem weltweit agierenden Ölkonzern ihre Werte beispielsweise nicht leben können. Neben diesen offensichtlichen gibt es auch unscheinbarere Wertekonflikte.

Im Lehramtsstudium bemerkt mancher, dass das Bildungssystem nicht den eigenen Werten von nachhaltiger und effektiver Bildung entspricht. Doch die Möglichkeit, eigene Wege außerhalb des Rahmenlehrplanes zu gehen ist praktisch nicht gegeben. In umwelttechnischen Berufen stellt sich manchmal erst in der Praxis heraus, dass der Geldgeber – nicht der Idealismus – die Richtung bestimmt.

Dies sind alles Punkte, die zu Beginn eines Studiums oftmals noch nicht bewusst sind, vielleicht auch das gesamte Studium über nicht bewusst werden. Doch unbewusst ist der Konflikt oft vorhanden – und kann zur eingangs erwähnten Torschlusspanik führen.

Studienabbruch als Ausweg?

Ja, wenn Sie folgenden Aussagen klar zustimmen können:

  • Ich habe das Studium nur begonnen, weil es nichts anderes gab. Das Thema hat mich eigentlich nie interessiert.
  • Ich habe das Studium nur auf Druck und Anraten meiner Familie begonnen.
  • Ich kann die Aufgaben im Beruf vermutlich nicht erfüllen, da sie absolut nicht mit meinen Werten vereinbar sind.
  • Ich bin nicht mehr ich. Ich kann nicht mehr schlafen. Ich habe keinen Spaß mehr im Leben. Es dreht sich alles nur um das Studium, das mich nicht interessiert.
  • Ich weiß ganz klar was und wohin ich will. Leider hat das nichts mit meinem Studium zu tun.

Bevor Sie jetzt aber alles hinschmeißen- lesen Sie bitte weiter. Denn ein Studienabbruch ist kann auch der falsche Weg sein. Dazu bedenken Sie bitte folgende Punkte:

  • Sie sollten nicht alles aufgeben, wenn sie noch gar keinen Plan haben, wo es überhaupt hingehen soll. Informieren sie sich zunächst, ob wirklich alles umsonst gewesen ist oder ob es nicht anrechenbare Kurse oder Alternativen gibt.
  • Können Sie ganz sicher sagen, dass sie das Studium wirklich nicht interessiert? Oder haben sie beispielsweise gerade Stress mit der Familie, weil sie keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten oder es andere Konflikte gibt? Nicht selten kommt es vor, dass man argumentiert “Ich will dieses Studium gar nicht” und sich dahinter ganz andere Beweggründe verbergen.
  • Sind sie sich wirklich ganz sicher, dass es nach ihrem Studium nur diese eine berufliche Richtung in gibt? Und sind
  • Sie sicher, dass diese absolut nicht mit ihren Werten vereinbar ist? Was sind überhaupt Ihre Werte? Oder sind die klassischen Jobs nur abschreckende Beispiele? Eine intensive Recherche kann Alternativen in anderen Branchen und Bereichen auftun, die zuvor überhaupt nicht bekannt waren.
  • Anzeichen von Burnout gibt es auch unter Studierenden. Unterschätzen Sie diese Symptome nicht und suchen Sie umgehend Unterstützung. Entscheiden Sie mit professioneller Hilfe, ob ein Abbruch für Sie der richtige Weg ist, oder ein Urlaubssemester unter Umständen helfen kann.

Studienabbruch

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HighEnd oder Ladenhüter? Mein Gastartikel auf Karriereschritte.com

Gestern ist mein Gastartikel auf Karriereschritte.com, dem Magazin für Karriere und Bildung erschienen.

Thema:

„Bin ich Higend oder ein Ladenhüter?“

Sie haben ein Team, ein Projekt, einen Betrieb oder ähnliches geleitet. Sie stehen jetzt vor einem Wechsel. Sei es der Wechsel in ein neues Unternehmen oder die Bewerbung auf eine neue Position. Sie bewerben sich, kommen aber nicht in die nächste Runde. Warum?

Vielen Menschen fällt es leicht ihre Schwächen aufzuzählen. Zum einen bekommt man Kritik häufiger als positives Feedback, als lobende Worte. Und selber zu sagen was man kann? Worin man sehr gut ist? „Eigenlob stinkt“ heißt es doch.

Aber ist das wirklich so? Wo fängt zu viel Eigenlob an und ab wann verkauft man sich unter Preis?

Kennen Sie Ihre Stärken ?

Schreiben Sie einmal auf was Sie wirklich gut können. Wo Sie der Meinung sind: “Das kann ich besser als viele andere. Das sind meine besonderen Stärken!“

Und jetzt kommt der Knackpunkt: Auf Ihrer Liste stehen bestimmt viele Softskills: „Ich bin nett, kann überzeugen, kann Konflikte lösen, bin pünktlich und selten krank.“

Und mit diesen Fähigkeiten wollen Sie den zukünftigen Chef von sich überzeugen? Möchte dieser nicht lieber lesen/hören, dass sie auch Hardskills in dem zu besetzenden Bereich mitbringen?

Selbstverständliche Hardskills

Da beginnt nämlich die Schwierigkeit. Wenn man schon längere Zeit in einer Branche tätig ist, sind für einen viele Dinge selbstverständlich. „Na logisch kann ich diese und jene Hardskills. Das ist aber selbstverständlich…“.

Denken Sie? Ist das für den Personalchef auch selbstverständlich? Geht er wirklich davon aus, dass sie die gesuchten Fähigkeiten haben, weil sie aus der gesuchten Branche kommen?

Ihr Gegenüber kennt sie nicht. Er hat ein beschriebenes Blatt Papier vor sich. Den Lebenslauf. Arbeitszeugnisse. Er sucht eine(n) MitarbeiterIn, welche(r) den Anforderungen im Unternehmen gerecht wird.

„Ich kann viel, sage es aber niemandem“

Nehmen wir ein Beispiel:

Eine mittelständische Firma sucht einen Marketingexperten. Sie lesen das Stellenprofil und denken: Das kann ich alles. Habe ich schon lange gemacht.

Sie bewerben sich. In Ihrem Anschreiben zählen sie alle oben genannten Punkte auf. Das sie schon lange im Marketing gearbeitet haben. Vielleicht auch in namhaften Firmen. Dass sie Teamplayer sind etc., vielleicht auch den Schwerpunkt ihrer Abschlussarbeit.

Aber da es für Sie ja selbstverständlich ist, dass die „neuen Medien“ heutzutage zu einem guten Marketing gehören, lassen sie diese Skills raus. Auch, dass sie bestimmte Projekte in diesem Bereich mit Erfolg geleitet haben „ist doch klar, sonst wäre ich ja nicht so lange in einem Unternehmen gewesen“.

Und was sieht der Personaler? Einen Marketinginteressierten mit Abschluss und evtl. Berufserfahrung, der sehr gut mit seinem Team auskommt. Aber warum sollte er Sie einladen? Weil sie scheinbar ein(e) nette(r) MitarbeiterIn sind? Oder denken Sie nicht auch, er lädt eher BewerberInnen ein, die ihre Kernkompetenzen und den Gewinn für die Firma präsentieren?

Highend oder Ladenhüter ?

Den Arbeitsmarkt müssen Sie sich wie ein Elektronikgeschäft vorstellen.

Der Kunde (Personaler)) geht in einen Laden (Stellenbörsen). Er möchte zum Beispiel einen aktuellen DVD Player (zu besetzende Stelle) haben. Einen, der alles kann, was technisch möglich ist. Das mit den anderen Geräten zu Hause kompatibel ist (Team im Unternehmen). Dazu noch ein stimmiges Preis- Leistungsverhältnis (Gehalt). Er kennt sich nicht sehr gut aus mit jedem Detail. Der Kunde hat von einem Freund (Abteilungsleiter) aufgeschrieben bekommen, was der DVD Player alles mindestens können muss (Leistungsprofil/Stellenbeschreibung).

Jetzt steht er vor einem großen Regal (Bewerbungen) und schaut sich Geräte an (Erster Eindruck Bewerbung). Die Geräte, die ihm gefallen, schaut er sich genauer an und liest die Kurzbeschreibungen. „Wow, das Gerät hier hat echt ein klasse Design. Und was das alles kann! CD, DVD, Bluray, MP3, WLAN, Internetradio, Bluetooth, interne Festplatte, USB….etc.“ daneben steht ein Gerät, was auch sehr gut aussieht. Auf der Beschreibung steht „Moderner, schöner Blurayplayer mit einfacher Bedienung“. Beide sollen ähnlich kosten.

… Lesen Sie HIER den  ganzen Artikel

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